Montabaur 6/51 / 52 / 84
Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den Bau der Kläranlage in Nentershausen vor. Die Bezirksregierung Koblenz habe noch keine abschließende Entscheidung zu dieser Studie getroffen.
Da die Verbandsgemeindeverwaltung sich in den letzten Jahren sehr intensiv um die Genehmigung bemüht habe, weise er Vorwürfe einer Bürgerinitiative im Bereich Nentershausen/Niedererbach zurück.
Am Donnerstag, dem 13. Dezember 1984 habe, insbesondere auf Initiative des Landtagsabgeordneten Hoppe, ein Gespräch zwischen Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, dem I. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Reusch und Landwirtschaftsminister Meyer stattgefunden.
Als Ergebnis dieses Gespräches sei zu vermerken, daß die Lösung der Verbandsgemeinde Montabaur größere Aussichten auf Erfolg habe. Man könne zuversichtlich sein, in den nächsten Monaten eine abschließende Entscheidung zu erhalten.
Haushaltssatzung der Verbandsgemeinde Montabaur für das Haushaltsjahr 1985 und Wirtschaftspläne (Wasser und Abwasser) der Verbandsgemeindewerke für das Wirtschaftsjahr 1985 beschlossen
Haushaltsrede des Bürgermeisters
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erläuterte dem Verbandsgemeinderat den Entwurf der Haushaltssatzung der Verbandsgemeinde für das Haushaltsjahr 1985.
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes erhöhe sich um 5,85 % gegenüber dem Haushaltsjahr 1984 auf einen Betrag von 15.636.600,- DM. Beim Vermögenshaushalt sei eine Reduzierung um 71,95 % auf 5.833.100,- DM zu vermerken.
INVESTITIONSTÄTIGKEIT DER VERBANDSGEMEINDE Diese starke Reduzierung sei aber nicht auf einen entsprechenden Rückgang der Investitionstätigkeit zurückzuführen, vielmehr seien im Haushaltsjahr 1984 umfangreiche Umschuldungen vorgenommen worden, die im Haushaltsjahr 1985 in dieser Form nicht zu veranschlagen seien.
Bereinigt um die Umschuldungen in Höhe von 2.500.000,- DM verblieben im Haushaltsjahr 1985 noch Investitionen in einer Gesamthöhe von 3.333.100,- DM. Bei einer Investitionstätigkeit im Haushaltsjahre 1984 von 6.301.600,- DM könne man zu dem Ergebnis kommen, daß der Haushaltsplan der Verbandsgemeinde Montabaur des Jahres 1985 nicht den konjunkturellen Anforderungen genüge. Dies sei aber nicht der Fall. Zur Begründung führte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken aus, daß bezüglich der Investitionstätigkeit der Verbandsgemeinde Montabaur für die Zukunft andere Schwerpunkte zu setzen seien als bisher. Dies werde bereits in den Wirtschaftsplänen der Verbandsgemeindewerke für das Wirtschaftsjahr 1985 d aut lieh. Nachdem ein wesentlicher Nachholbedarf (Schulbau, Turnhallen,
Rathaus) abgeschlossen sei, habe man jetzt im Bereich des Hochbaues das Normalmaß erreicht.
Aufgrund der aufgenommenen Fremdmittel in den Haushaltsjahren 1981/82 sei eine Konsolidierung der Haushalte und damit eine begrenzte Investitionstätigkeit weiterhin geboten. Dennoch wäre es wünschenswert, so Dr. Possel-Dölken, die Erweiterung der Waldschule in Horressen schnellstmöglich durchzuführen.
Eine Entscheidung durch die Bezirksregierung über den Förderungsantrag sei in den nächsten Monaten zu erwarten. Es sei aber nicht damit zu rechnen, daß im Haushaltsjahre 1985 noch Zuweisungen des Landes gezahlt werden. Zum Beginn der Finanzierung dieser Maßnahme habe man daher im Haushaltsjahre 1985 einen Betrag von 975.000,- DM veranschlagt. Außerdem seien Verpflichtungsermächtigungen in einer Gesamthöhe von 2.830.000,- DM veranschlagt worden, um die Bauaufträge vergeben zu können.
Die Baumaßnahme an der Waldschule werde daher wesentlich die Vermögenshaushalte der Haushaltsjahre 1986/1987 bestimmen. Man hoffe, daß dann Zuweisungen des Landes gewährt würden, rechne aber damit, daß die Verbandsgemeinde in den Jahren 1985 und 1986 die ßaumaßnahme vorfinanzieren müsse.
Die weiteren Investitionen des Haushaltsjahre 1985 seien hauptsächlich in.Fortführungsmaßnahmen zu sehen. Besonders erwähnt Dr. Possel-Dölken die Anschaffung einer Computeranlage (Ansatz 450!000,- DM). Diese Investition sei dadurch notwendig geworden, daß die Computeranlage der Verbandsgemeindeverwaltung mittlerweile 12 Jahre alt sei und es zum Teil Schwierigkeiten bereite, Ersatzteile zu beschaffen.
Die Leistungsfähigkeit der Verwaltung werde durch eine neue Computeranlage erheblich gesteigert.
Zur Finanzierung dieser Ausgaben seien insbesondere zwei Punkte zu erwähnen. Zum einen weise der Verwaltungshaushalt einen Überschuß (freie Finanzspitze) von 1.092.400,- DM auf und zum anderen sei eine Kreditaufnahme in Höhe von 2.009,100,- DM notwendig. Diese notwendige Kreditaufnahme im Vermögenshaushalt habe die Verwaltung dazu veranlaßt, im Verwaltungshaushalt keine Veränderung des Umlagesatzes der Verbandsgemeindeumlage vorzuschlagen, vt .
Bei der Verbandsgemeindeumlage sei eine Steigerung um ca. 9,5 j % auf 7.503.056,- DM zu verzeichnen. Die Mehreinnahmen gegenüber der Haushaltsjahr 1984.in Höhe von 647.238,-DM seien hauptsächlich auf die verbesserten Umlagegrundlagen und die größere Steuerkraft der Gemeinden zurückzuführen.
SATZUNG DER VERBANDSGEMEINDEUMLAGE NICHT EMPFEHLENSWERT Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erklärte, daß diese Einnahmen j neben geringfügig höheren Schlüsselzuweisungen in Höhe von 64.900,- DM bei sparsamer Mittelbewirtschaftung des Verwaltungshaushaltes zu einem Überschuß in Höhe von 1.092.400,- DM führen. Bei einer Pflichtzuführung in Höhe von 334.100,- DM sei eine freiwillige Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 758.300,- DM möglich. Trotz dieses positiven Ergebnisses sei es aber nicht ratsam, die VerbandsgemeindJ Umlage zu senken, da dies zu einer Erhöhung der Kreditaufnahme führen würde.
Außerdem könnten die Investitionen der Folgejahre (Erweite-| rung der Waldschule, Turnhallenbau in den Ortsgemeinden Nentershausen und Girod) und die Ungewißheit beider Gewäh-| rung von Landeszuschüssen zur Folge haben, daß bereits im Haushaltsjahr 1986 die Verbandsgemeindeumlage wieder erhöht werden müsse. Nach Auffassung von Bürgermeister Dr. Possel-Dölken sei es vorzuziehen, den Umlagesatz in Höhe von 32 v.H. beizubehalten, damit die Verbandsgemeindeumlil ge für die umlagepflichtigen Gemeinden stetig und berechenbar! bleibt. Die Verbandsgemeinde Montabaur liege mit ihrem Umlagesatz im unteren Bereich der Verbandstemeinden des Kreis-1 gebietes, und die Ortsgemeinden verfügten durchgängig über gej sunde freie Finanzspitzen. Eine Absenkung des Verbandsgemeindeumlagesatzes sei daher zum jetztigen Zeitpunkt nicht| ratsam.
Zu den Personalkosten führt Dr. Possel-Dölken aus, daß eine Erhöhung in Höhe von 138.790,- DM gemeinsam mit der Deckungsreserve für Personalausgaben von 60.000,- DM ausreiche, um die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst aus-J zugleichen.
Insgesamt sei festzustellen, daß der Haushalt des Jahres 1985 keine neuen weittragenden Schwerpunkte setze. Die Verbands] gemeinde bleibe auf dem Weg einer soliden Finanzpolitik die ihr für die Zukunft einen finanzpolitischen Spielraum belaj und Gewähr dafür biete, daß sie ihrdn Gemeinden ein ausgleichender, hilfreicher Partner sein könne .
WIRTSCHAFTSPLÄNE (WASSER UND ABWASSER) DER VERBANDSGEMEINDEWERKE FÜR DAS WIRTSCHAFT^ JAHR 1985
I. Beigeordneter Reusch wies darauf hin, daß die Verbandsgemeinde Montabaur mit einem Wasserverbrauch von 129 Li-j tern pro Tag und Einwohner unter dem Bundesdurchschnitt von 140 Litern liegt. Er appellierte in diesem Zusammenhang! an die Bürge r, nicht verschwenderisch mit dem Wasser umzu-| gehen.
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