Montabaur 4/51/52/84
Moni
Diesem Einwand kann ich begegnen durch den Hinweis, daß wir garantieren können: Jede gespendete Mark fließt direkt in ein Flüchtlingslager in Eritrea. Das Geld soll dem kath. Missionswerk „Misereor" zur Verfügung gestellt werden. Misereor betreut Flüchtlingslager in der Provinz Wollo und Tigre. Es werden keine Lebensmittel nach Äthiopien geschickt. Vielmehr überweist Misereor das Geld an seine Kontaktstellen in Afrika. Diese kaufen in Nachbarländern Nahrungsmittel auf und bringen sie in die Flüchtlingslager. So ist sichergestellt, daß die Lebensmittel nicht in den Häfen liegenbleiben oder auf dem Transport abhanden kommen.
Nach allen Berichten soll der Höhepunkt der Hungerkatastrophe in Äthiopien noch im Januar/Februar 1985 bevorstehen. Wenn unser Beitrag dazu hilft, einige vor dem Hungertod zu bewahren, hat sich unser Einsatz schon gelohnt.
Neben der Möglichkeit einer Geldspende in der Fußgängerzone kann auch eine Einzahlung auf ein Sonderkonto der Stadt, das bei dter Kreissparkasse Montabaur eingerichtet wurde, erfolgen. Die Konto-Nr. lautet:
508 739. Stichwort: „Sonderkonto der Stadt Montabaur „Äthiopienhilfe".
Vfr- i
Meine herzliche Bitte an Sie lautet:
Helfen Sie uns helfen durch eine angemessene Geldspende am 22.12.1984.
Dr. Possel-Dölken Bürgermeister
UMWELTSCHUTZ VOR DER EIGENEN HAUSTÜR
m
Verzicht auf S t r e u s a I z bei Winterdienst
auf Gehwegen
Umweltschutz zu leisten. •
Wie? Ganz einfach: Indem man auf den Gebrauch von Streusalz auf den Gehwegen verzichtet oder ihn wenigstens auf das unumgänglich notwendige Maß beschränkt.
STREUSALZ
ist der ärgste Feind von Straßenbäumen.
Pflanzen nehmen die im Bodenwasser gelösten Salze auf. Dies kann von der Verkleinerung der Blätter bis hin zum totalen Absterben der Straßenbäume führen.
Wie wichtig gerade im innerstädtischen Bereich Bäume für den Sauerstoffhaushalt der Natur sind, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein.
Umweltschutz funktioniert nur, wenn jeder vor der eigenen Haustür anfängt und mitmacht.
STREUSALZEINSATZ IST AUF GE.HWEGEN IN ALLER REGEL NICHT NOTWENDIG
beeinträchtigt das Grund wasser.
Die Chloridionen des Streusalzes werden leicht ausgewaschen und reichern sich im Wasser an. Langfristig gelangt das so angereicherte Wasser in die Flüsse und Seen. Es besteht die Gefahr, daß unsere Trinkwasservorräte versalzen.
verändert die Bodenqualität.
Die Verwendung von Streusalz verschlechtert den Wasser -Luft- und Nährstoffhaushalt des Bodens.
führt bei Haustieren zu schmerzhaften Fußverletzungen, wenn es sich zwischen den Pfoten festsetzt.
Mancher Leser dieser Zeilen wird vielleicht einwenden, daß „bißchen Salz" auf seinem Gehweg könne doch nicht so gefährlich für die Umwelt sein. Das mag richtig sein. Aber wenn jeder so denkt, kommt es eben doch zu den oben geschilderten Umweltschäden.
Die Straßenreinigungssatzungen der Stadt Montabaur und der] Ortsgemeinden übertragen den Anliegern die Verkehrssicherur pflicht auf den Gehwegen (in einigen Ortsgemeinden auch auf den Fahrbahnen). Manche Anlieger meinen, sie müßten aus haftungsrechtlichen Gründen Streusalz verwenden. Die Straßenreinigungspflicht wird aber in vollem Umfang erfüllt, wenn der Anlieger auf dem Gehweg, Sand, Splitt, Asche, Säge mehl oder andere abstumpfende Stoffe streut. Es kommt fürdj Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht und für die Entlastur gegen mögliche Schadensersatzansprüche nur darauf an, daß Fußgänger den Gehweg sicher passieren können. Nur in-extre-J men Ausnahmesituationen kann der Einsatz von Salz geboten) sein. Völlig unwirtschaftlich und besonders umweltschädlich ist das Auftauen einer Schneedecke. Dazu bedarf es zum einen des massiven Einsatzes von Salz, und der aufgetaute Schneematsch muß ja schließlich anschließend auf dem Grur stück des Anliegers gelagert werden. Dies ist für die Vegetatiof) auf dem eigenen Grundstück besonders gefährlich.
Statt des Streuens von Salz auf einer Schneedecke gibt es ein weitaus besseres Mittel, das nichts kostet, umweltfreundlich und überdies auch noch gesund ist: den Einsatz der Schneeschaufel und der eigenen Muskelkraft
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Wenn in nächster Zeit der Winter mit Schnee und Eis Einzug hält, bietet sich für jeden von uns die Gelegenheit, einen Beitrag zum
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