Montabaur 10 / 40 / 80
5. Wir bitten, im Stellenplan des Haushaltsplanes 1981 vorsorglich 2 Planstellen (Angestelltenstellen für Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogen) in der entsprechenden Vergütungsgruppe vorzusehen.
6. Wir bitten, beim Westerwaldkreis unter Hinweis auf den gesetzlichen Auftrag Ermittlungen über eine evtl. Kostenbeteiligung zu den Investitionen, Personal-, Betriebs-, Sach- und Unterhaltungskosten einzuholen.
7. Wir bitten, den Stadtrat zum nächstmöglichen Zeitpunkt zum Zwecke einer endgültigen Entscheidung über das Ergebnis der Verhandlungen zu Ziff. 1 - 6 zu informieren.
Auf Antrag von Ratsmitglied Widner (SPD) fand eine Sitzungsunterbrechung statt, nach der über die beiden Anträge abgestimmt wurde. Der Antrag der SPD-Fraktion bekam 6 Ja- Stimmen und 20 Nein-Stimmen, wurde also abgelehnt.
Der Antrag der CDU-Fraktion wurde mit 14 Ja-Stimmen gegen 12 Nein-Stimmen angenommen.
Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit in der Stadt Montabaur
Auf Antrag der CDU-Fraktion beschloß der Stadtrat einstimmig Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit in der Stadt Montabaur. Der CDU-Antrag wurde von Ratsmitglied Albert Kram begründet. Er bezeichnete die Beschlußfassung über die Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit in der Stadt Montabaur als die zweite wichtige Entscheidung für die Jugendarbeit und erklärte, nach Auffassung seiner Fraktion müsse sowohl für die offene Jugendarbeit, als auch für die gebundene Jugendarbeit etwas getan werden.
Auf Antrag seiner Fraktion seien bei der Aufstellung des Haushaltsplanes 80 Mittel (20.000,- DM) im Etat bereitgestellt worden. Die CDU-Fraktion sehe in der Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden einen wichtigen Beitrag für das Gemeinschaftsleben leben. Ratsmitglied Kram sprach den im ehrenamtlichen Engagement in den Vereinen stehenden Dank und Anerkennung für diese Arbeit aus. Sinnvolle Jugendarbeit könne aber auch in den Vereinen nur mit einer ausreichenden finanziellen Ausstattung betrieben werden. Daher habe man den Antrag auf Förde- rcng durch diese Richtlinien gestellt.
Ratsmitglied Widner (SPD) und Ratsmitglied Schweizer (FWG) gaben in kurzen Erklärungen ihre Zustimmung zu den Richtlinien zum Ausdruck.
Nachwahl eines Vorsitzenden und Stellvertreters des Umlegungsausschusses
Durch den Wechsel in der Position des Leiters des Katasteramtes wurde eine Neuwahl des Vorsitzenden notwendig. Der Stadtrat wählte einstimmig Vermessungsdirektor Simon zum Vorsitzenden des Umlegungsausschusses. Der bisherige Vorsitzende, Vermessungsdirektor Rohrbacher, wurde als zusätzlicher stellvertretender Vorsitzender gewählt. Dadurch soll ermöglicht werden, daß er an laufenden Umlegungsverfahren mitwirken kann, wenn dies wegen seiner Kenntnis des bisherigen Verfahrensstandes notwendig ist.
Maßnahmen zur Sicherung des Fußgängerverkehrs im Bereich der Elgendorfer Straße und auf der Höhe der Weserstraße / Von-Bodelschwingh-Straße
Diesem Punkt lag ein Antrag der SPD-Fraktion zugrunde. Er hat folgenden Inhalt:
„Der Stadtrat von Montabaur möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, Maßnahmen zu ergreifen und alle notwendigen Verhandlungen zu führen, um eine Möglichkeit zur sicheren Über- und Unterquerung der Elgendorfer Straße (K 150) auf der Höhe der Weserstr. und der Von-Bodelschwingh-Straße zu erreichen. Der Stadtrat soll über die Tätigkeit der Verwaltung in öffentlicher Sitzung informiert werden."
Ratsmitglied Paul Widner (SPD) erläuterte für seine Fraktion den Antrag und verwies auf den erhöhten Schülerverkehr im dor tigen Bereich, der u.a. auf das Berufsbildungszentrum zurückzuführen sei. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann es dort zu einem ernsthafen Unfall komme. Er regte an, eine Lichtsignalanlage zu installieren. Für die CDU-Fraktion erklärte Ratsmitglied Fritz Schwind, man begrüße den Antrag der SPD-Fraktion. Die Fuß- gähgerunterführung im Bereich der Alöertstraße/Fürstciweg sei in unzumutbarer Entfernung. Man möchte jedoch den Antrag I dahingehend modifizieren, daß der Fußgängerüberweg nicht direkt im Bereich der Kreuzung angelegt werden solle, sondern um einige Meter in Richtung Stadt versetzt.
Für dia FWG-Fraktion forderte Ratsmitglied Rudolf Rossbach eine „generelle Ampelanlage".
Man kam überein, die Verwaltung zu beauftragen, alle diese Möglichkeiten zu untersuchen und in Verhandlung mit den zuständigen Behörden eine sinnvolle Lösung anzustreben.
Dem Antrag der SPD-Fraktion wurde einstimmig zugestimmt (bei 1 Stimmenthaltung).
Hauungs- und Kulturplan der Stadt Montabaur sowie Sonderplan| über Maßnahmen des Naturparks Nassau im Forstwirtschaftsjahr 1981
Einstimmig beschloß der Stadtrat den Hauungs- und Kulturplan | und den Sonderplan über Maßnahmen im Bereich des Naturparks Nassau für das Forstwirtschaftsjahr 1981 in der vorgelegten Form.
Der Hauungsplan sieht einen Holzeinschlag von insgesamt 7.300 fm vor und zwar
Endnutzung
Vornutzung
Eiche
Buche
Fichte
Kiefer
zusammen:
25
1.205
740
180
2.150
195
2.885
1635
435
5.150
220
4.090
2375
615
7.300
iebene, auf dem Forsteinrichtungswerk 1975 isbsatz beträgt in der
Eiche
Buche
Fichte
Kiefer
zusammen
137
1.410
1.010
327
2.884
127
1.646
1.579
268
3.620
264
3.050
2.589
595
6.504
Endrutzung
Vomutzung
Hieraus ergibt sich, daß in der Endnutzung noch erhebliche Re-1 serven vorhanden und damit die Substanz nicht angegriffen wirdj Die Überschreitung des Einschlagssolls in der Vornutzung beschränkt sich auf reine Pflegehiebe.
Bürgermeister Mangels konstatierte mit Blick auf die vorgelegte | Planung, die Stadt Montabaur gehöre zu den Gemeinden, die aus dem Wald einen Überschuß erzielen. Dies sei nicht selbstverständlich, sondern Ergebnis einer vernünftigen Bewirtschaf-' tung des Waldes und sinnvoller Ratsentscheidungen in der Vergangenheit. Für das Jahr 1981 rechnet man mit einem Überschuß von 37.600,- DM.
Ratsmitglied Dr. Hütte (CDU ) verwies darauf , daß 1979 ein Überschuß von 72.800,- DM erzielt worden sei. Das im Hauungs| und Kulturplan prognostizierte Ergebnis von 37.600,- DM bezeichnete Ratsmitglied Dr. Hütte als „Mindestergebnis", das sicher überschritten werde.
Verkürzung der Sperrzeit für zwei Barbetriebe in Montabaur
Der Rat gab seine Zustimmung zur Hinausschiebung der Polizei stunde bis 3.00 Uhr für zwei Barbetriebe in der Stadt Montabaf
Festsetzung des Anteils der Stadt am beitragsfähigen Aufwand | für den Ausbau der Kantstraße
Einstimmig entschieden die Ratsmitglieder, den Anteil derS Monabaur am beitragsfähigen Aufwand für den Ausbau der

