Ausgabe 
13.2.1970
 
Einzelbild herunterladen

§ 6

Soweit die Verbote oder Duldungspflichten nach § 3 eine Enteignung darstellen, ist dafür durch den Begünstigten Entschädigung zu leisten (§§ 19 Abs. 3, 20 WHG und § 99 LWG). Zuständig für die Festsetzung einer Entschädigung ist die Bezirksregierung Koblenz, sofern eine gütliche Einigung nicht zu erreichen ist.

§ 7

Die Rechtsverordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffent - lichung im Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz in Kraft. Sie tritt 30 Jahre nach diesem Tage außer Kraft, unbeschadet einer früheren Aufhebung, insbesondere für den Fall, daß ein Schutz für die Wasserversorgungsanlage entbehrlich wird. (Siegel) gez. Dr. Leibmann

Beglaubigt: gez. Unterschrift, Reg.Inspekt. z. A.

Postamt Montabaur

Aus verkehrstechnischen Gründen müssen die Standorte fol­gender Briefkästen geändert werden:

Bisheriger Standort künftiger Standort

1. vom Kolpinghaus

(Koblenzers«.) nach altes Gymnasium

2. von Alleestr. 1

(Haus Meuer) nach Alleestr. 4 a (Haus Adam)

Wir bitten die Bevölkerung um Beachtung und Verständnis.

Verbands- und Vereinsmitteilungen

Vogelschutzgruppe Montabaur

Exkursion in holländischen Vogelschutzge­bieten.

Nach Absprache zwischen dem Deutschen Bund für Vogel­schutz und dem holländischen Vogelschutzverband findet vom 6. Mai bis 19. 5. 1970 eine Exkursion in die hollän­dischen Vogelschutzgebiete unter Führung holländischer Vo­gelschutzfreunde statt.

Besucht werden die interessantesten Naturschutz- und Vogel­schutzgebiete, (Löffler, Kormorane, Purpurreiher u. a.) und das Reichsmuseum in Amsterdam.

Meldung und nähere Einzelheiten bis zum 9. März 1970 an Herrn R. Raibele, 6 5 Mainz/Rhein-Weisenau, Heiligkreuzweg 83.

gez. Volkening, Vorsitzender.

EINLADUN G

Am Samstag, dem 28. 2. um 15.00 Uhr, findet die Jahres­hauptversammlung der Vogelschutz gruppe im Gesellschafts­zimmer des Kolpinghauses statt.

Tagesordnung

Begrüßung durch den Vorsitzenden

T ätigkeitsbe rieht

Kassenbericht

Neuwahl des Vorstandes

Lichtbildervortrag von Herrn Viertel

Aussprache und Verschiedenes.

Schriftliche Einladung ergeht an jedes Mitglied.

gez. Volkening, 1. Vorsitzender.

Kleine Karnevals-Karamellen

- Eine Nachlese der drei tollen Tage - Der Elferrat "Heiterkeit" veranstaltete in der diesjährigen kurzen Session drei Kappensitzungen, die sämtlich ausverkauft waren. Die hauptamtlich mit der Narretei beschäftigten Ver­antwortlichen werten diesen Erfolg als einen Beweis dafür, daß die Bühnen- und Büttenakteure mit ihren Vorträgen auch diesmal wieder den richtigen Ton gefunden haben, abgesehen davon, daß der gute Besuch der Sitzungen ein beredtes Zeugnis von der Karnevalsfreudigkeit der Montabaurer Bürgerschaft ablegt. In zunehmendem Maße sind aber auch Freunde der Heiterkeit" aus den Nachbargemeinden bei den Kappen- Sitzungen anzutreffen.

Der älteste Mitwirkende in den Kappensitzungen war der seit Jahrzehnten aktiv im Karneval stehende närrische Minister

Josef Germann, das jüngste Mitglied der "Büttenmannschaft" war das erstmals mit einem Vortrag hervorgetretene "Sand - männchen" Monika Schlosser.

Ein großer Erfolg war dem Kinder-Fastnachtszug beschieden, der am Fastnachtssonntag vom Bahnhof zum Großen Markt ging. Zahlreiche Eltern waren dem Aufruf der Karnevalsge­sellschaft "Heiterkeit" gefolgt und hatten ihre Kinder mit z. T. herrlichen Kostümen am Zug teilnehmen lassen. So fiel es dem Kinderprinzenpaar Kurti I. von Cervelat und Sigi I. von Daunenzart leicht, das närrische Regiment anzutreten.

Die Maskenbälle waren auch in diesem Jahr außerordentlich gut besucht. Insbesondere auf den Preismaskenbällen konnten die originellsten Masken und Maskengruppen beobachtet wer­den. Besonders gefiel u. a. eine große Känguruh gruppe, die dienstags auch am Fastnachtszug teilnahm. - Modetanz der Ballsaison war der "Kasatschok", aus Rußland importiert und mit Begeisterung und Hingabe getanzt.

Der Rosenmontag brachte mit dem Prinzenbankett und dem Maskenball des "Mendelssohn-Bartholdy" gleich zwei bedeut ­same gesellschaftliche Ereignisse. Erstmals nahmen auch fran­zösische Gäste aus der Partnerstadt Tonnerre am Festbankett teil, die der sprachgewandte Prinz Reinhold I., Medicus vom goldenen Zahn, in ihrer Muttersprache begrüßte. - Beein­druckend war der Empfang, den die Sänger des "Mendelssohn- Bartholdy." stimmgewaltig dem Prinzen und seinem Gefolge zu Beginn des Rosenmontagsballes bereiteten. Dieses festliche Ereignis in der Fästnachtszeit hat, zum Stolz der " Mendels- söhne", eine jahrzehntealte Tradition aufzuweisen.

Der Fastnachtszug bestand aus mehr als vierzig Zugnummern, die zahlreichen Fußgruppen nicht mitgerechnet. Bestand am Morgen des Fastnachtsdienstages noch Hoffnung auf Wetter- beruhigung, so konnte nachmittags keine Rede mehr davon sein; der Himmel verdüsterte sich zusehends und Schneeschauer jagten bei naß -kalten Temperaturen durch die Straßen, als sich der Zug - wetterbedingt - erst gegen 14. 30 Uhr auf dem Kasernengelände in Bewegung setzteAber die; vielen tausend Zuschauer am Straßenrand hielten aus, wenn auch nicht bis zur Schlußproklamation nach dem Zug auf dem Großen Markt; denn als der Prinz begann, sich von seinem Volk zu verab­schieden, ging das Inferno los. Innerhalb weniger Minuten hatte ein Graupelschauer etwa fünf Zentimeter "Bodenbelag" niedergehen lassen und nur die standhaftesten Zuschauer, etwa dreihundert an der Zahl, harrten bis zum Schlußlied aus.

Buchstäblich alle Hände voll zu tun hatten die zahlreichen Polizeibeamten, die zur Verkehrsregelung während der Um­züge im Stadtgebiet eingesetzt waren. So waren die Narren, abgeschirmt vom Straßenverkehr, gewissermaßen unter sich. DenOrdnungshütern sei an dieser Stelle die letzte Zeile ge­widmet und herzlich gedankt.

ANTWORTEN

1. Der nächste Weg vom Bahnhof zur Westerwaldkaserne ist folgender: Werkstraße, Fürstenweg, Alberistraße, Huns­rückstraße.

2. Der Werbespruch auf dem Briefstempel der Stadtverwaltung lautet; "Montabaur, die 1000jährige Stadt im schönen Westerwald".

3. An der Kreuz-Kapelle in der Koblenzer Straße ist im Außen; putz ein Christus -Kopf zu erkennen.

4. Die Ökonomie-Gebäude am Schloß werden in diesem Jahr 250 Jahre alt.

5. "Haren (=Heiden) nennt man bei uns die Zigeuner.

KLEINANZEIGEN BRINGEN GEWINN!

4