herrvorragend zu Tanzen verstehen, zeigt das folgende Bild.
Und so gratulierten die Kegelbrüder des Prinzen ihrem Präsidenten zu seinem hohen Amt.
In launischen Worten dankte Prinz Reinhold I. und stellte anschließend in aller Öffentlichkeit die Trinkfestigkeit seiner Kegelkumpane unter Beweis.
GESCHICHTLICHES zu Carneval-Fastnacht 3. und letzte Folge
Der Erwähnung wert sein wird auch der Schlachtruf des Carnevals: Helau bzw. Alaaf!
Dabei sei alphabetisch und chronologisch zugleich vorgegangen. Alaaf wird vornehmlich in Köln und Aachen ge- rufen. Es bedeutet einen Ausruf, Lob- und Trinkspruch wie Hoch! oder "Hurra!" Alaaf, durch starke nachdrück- iche Betonung des -af (hochd. ab) zu aaf gedehnt, will sagen. all-ab= vor allem, vorab, oben (mundartl. tbovven) an, wie es der bekannte Lobspruch aus dem 15. Jahrhun- ert ausdrückt: 'Coellen de kroen bovven (über allen
steiden (Städten) schoene." Alaaf ist zuerst 1733 als Wahlspruch nachweisbar.
"Helau" wurde 1937 anläßlich der Jubelfeier des MGV von Düsseldorf übernommen. Die Düsseldorfer Delegation brachte den Ruf Helau "mit”. Die Mainzer Presse rief damals dazu auf, das Helau zu übernehmen, was dann auch geschah. Eine Worterklärung ist nicht ausgemacht: am wahrscheinlichsten hält man es für die Abkürzung: Herrliche Laune. Und nun noch etwas über die "tollen Tage". Bereits im 16. Jhdt. unterschied man den "lutzenfastabend" (vgl. lützel-klein; Koblenz-Lützel) Donnerstag vor Fastnacht, den “großen fastabend" (Fastnachtsonntag) und den "lestfastabend" (mhd.: lest = letzter Fastabend, Fastnachtsdienstag, auch "rechte Fastnacht" genannt). Der Voraus-holbedarf, um den Ernst der Fastenzeit besser durchstehen zu können, führte schon zeitig zur Erweiterung des Festkalenders nach vorne und setzt seit 1823 mit Neujahr ein.
Die Hauptfeier beginnt mit dem Donnerstag vor Fastnacht, dem sogenannten "fetten Donnerstag", "schweren Donnerstag" oder "Deckendonnerschdiesch" (Hunsrück).
An diesem Tage haben im Rheinland die Frauen das Recht. In Köln feiert man den "Wieverfastelovend".
Als es noch keine Zentralmarkthalle gab, vielmehr auf offenen Märkten gekauft und verkauft wurde, ging es besonders auf dem Altermarkt unter den Gemüseweibern, den Verkäuferinnen und den Bauern hoch her, oft ein wahrer Mänaden-Tanz.
Wie diese sich dann Freiheiten gönnten und die Männerwelt "ihre Rechte" spüren ließen, so ahmten bald Mädchen und Frauen ihr Beispiel nach, gipfelnd in der "Kühnheit" mit der sie hierzulande auf den Dörfern die Bürgermeisterämter "stürmen".
Am Sonntag, Montag und Dienstag vor dem Aschermittwoch erreicht die Fastnachtsfeier ihren Höhepunkt. Die Bezeichnung "Rosenmontag" erinnert an den sogenannten "Rosentag", der im 16. Jhdt. in Köln zu Halbfasten (Sonntag Laetare) als sozusagen "Nachlese" zur Haupt-Karnevalsfeier begangen worden ist.
Nach 1832 fand die Feier des Rosentages nicht mehr statt; der Name Rosenmontag wird aber wohl auf diesen Rosentag zurückgehen.
Daneben bietet sich noch die zwar nur volkstümliche Deutung Rosenmontag von rasenlärmen, wild oder ausgelassen sein (mundartlich: rosen, mit offenem o) an.
Am Aschermittwoch holen sich viele das Aschenkreuz- chen in der Kirche. In den Städten gibt es noch einen "Kehraus" in Gestalt von Fischessen. Die ernste und stille Zeit tritt in ihre Rechte; dann IST ALLES VORBEI.
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BEREITSCHAFTSDIENSTE
Ärzte- Sonntagsdienst
Sonntag, den 25. Januar 1970:
Dr. Franz Noll, 543 Montabaur, Bahnhofstraße 37 Tel, 3232
Zahnärztlicher Sonntagsdienst
Sonntag, den 25. Januar 1970:
ZA. Nederkorn, Selters, Karlstr. 3 Tel. 410
ZA. Käfferbitz, Franz, Hillscheid,
Franz-Schubert-Str. 9 Tel. 7694
Apotheken-Dienst
v. Samstag, dem 24.1. 13,00 Uhr bis Samstag, den 31.1.1970 13,00 Uhr
Amts-Apotheke, 543 Montabaur, Bahnhofstr. 9 Tel. 4206
Krankenwagen
Samstag/Sonntag, den 24./25. Januar 1970
Halbritter, Höhr-Grenzhausen Tel. (02624) 7010
Zentrale, Montabaur Tel. (02602) 3777
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