Akte 
Sitzung 22. Juli 1954
Entstehung
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Sodann stellt der Bürgermeister anch die Haushaltssatzung des Almosenfonds, die der Rentmeister bekanntgegeben hat, zur Be­schlußfassung.

Der Stadtrat genehmigt einstimmig Haushaltsplan und Haushalts­satzung des Almosenfonds in der vorgelegten Form.

Punkt 2

Ankauf eines Bullens.

Herr Bürgermeister gibt zur Kenntnis, daß ein Bulle im April dieses Jahres wegen Bösartigkeit abgeschafft werden mußte. Es hat sich herausgestellt, daß ein Bulle nicht ausreichend ist.

Die Anschaffung des 2. Bullens wurde u.a. auch vom Tierzucht­amt in Westerburg gefordert.

Wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit und der am 15. 7. 54 stattfindenden Absatzveranstaltung konnte die Zustimmung, des Stadtrates nicht abgewartet werden.

Es wurde daher die vorherige Zustimmung der Beigeordneten einge­holt. Der zweite Bulle wurde am 15. 7. 54 zum G-esamtpreis von 2.310, DM in Koblenz gekauft.

Von der Verwaltung waren zur Versteigerung in Koblenz; der Bür­germeister, Stadtinspektor Kunst, als Vertreter der Bauernschaft Stadtrat und Ortsbauernberater A. Eberz und der Bullenhalter Kunoth. Der Bulle ist Abortus Bang und Tbc. frei.

Herr Bürgermeister machte dem Ortsbauernberater zur Auflage, nur ein gesundes und kräftiges Tier zu kaufen, was auch geschehen ist. Der Bürgermeister führt noch aus, daß es der Verwaltung wirklich^ am Herzen liegt, alles zur Förderung und Erhaltung der Landwirt­schaft zu tun.

Stadtrat Eberz dankt Herrn Bürgermeister für das gezeigte große Interesse für die Belange der Bauernschaft.

Der Erlös für den im vergangenen Jahr verkauften bösartigen Bullen betrug 1.008, DM.

Der Stadtrat ist einstimmig damit einverstanden, daß der zweite Bulle angeschafft wurde.

Punkt 3

Wildschaden Stadtwald.

Herr Bürgermeister gibt einen sehr ausführlichen Bericht über den Stand der Schälschäden. Wenn dieser Punkt in die öffentliche Sit­zung genommen wurde, geschah dies nur in der Sorge um die Erhaltung des Waldes, nicht um damit Sensationen hervorzurufen.

Montabaur ist der größte Waldbesitzer auf der Montabaurer Höhe und hat der Wald für uns einen Millionenwert. Diesen zu erhalten, insbesondere für unsere Nachkommen, ist unsere erste Pflicht. Hat die Stadt Montabaur es doch selbst als wohltuend empfunden, als nach dem Zusammenbruch 1945 noch der Wald als ein nicht im Wert gesunkenes Kapital für den Aufbau der Stadt zur Verfügung stand.., Die Beigeordneten und'einige Stadträte konnten sich bei der Be­sichtigung am 9. 7. 1954 an Ort und Stelle über das Ausmaß der Schälschäden selbst überzeugen. Sie hatten Gelegenheit, die Schäden im Gemeindewald Niederelbert zu besichtigen, die noch viel größer sind wie im Stadtwald Montabaur.

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