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Montabaur

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Nr. 42/97

Durch die »Septemberbelebung« waren am heimischen Arbeits­markt zuletzt 308 Menschen weniger als vor einem Monat arbeits­los. 10.507 Erwerbslose gab es im Arbeitsamtsbezirk am Monat­sende. 1.109 Menschen »ohne Job« mehr als vor einem Jahr. Die Beschäftigungschancen verschlechterten sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere für Warenkaufleute sowie in den Organisa- tions-, Verwaltungs- und Büroberufen und im Gesundheitswesen. Der Verdrängungswettbewerb setzt sich fort und immer mehr Arbeitslose sind immer länger ohne neuen Wirkungskreis. In den 18 Verbandsgemeinden der beiden Landkreise und der Stadt Lahnstein gibt es derzeit 2.879 Männer und Frauen, die langzeit­arbeitslos sind. Als Langzeitarbeitslose werden diejenigen be­trachtet, die ununterbrochen länger als ein Jahr ohne Job sind. Im Bezirk des Arbeitsamtes Montabaur sind damit jetzt 1.029 Leute mehr langzeitarbeitslos als vor einem Jahr.

Bei den 2.879 Personen sind die vielen älteren Arbeitslosengeld­bezieher, die baldmöglichst die Rente anstreben, nicht mitgerech­net (etwa 700). -

Der mit 10.507 Arbeitslosen erreichte Negativrekord bei den absoluten Zahlen für einen September brachte zugleich eine Arbeitslosenquote im Amtsbezirk von 8,2 Prozent (Vormonat 8,4 Prozent). Dabei ist die Situation im Westerwaldkreis mit 8,1 Pro­zent Arbeitslosenquote (6.348 Arbeitslose) nur wenig günstiger als im Rhein-Lahn-Kreis (8,2 Prozent bei 4.159 Arbeitslosen). Nur ein kleiner Trost ist, so das Arbeitsamt Montabaur, daß die Lan­desquote Rheinland-Pfalz mit 9,9 Prozent wiederum deutlich höher ist. »Der Bezirk des Arbeitsamtes Montabaur hat auch jetzt immer noch wie in vielen Jahren vorher schondie niedrigste Arbeitslosigkeit im Lande«, heißt es in dem Bericht des Arbeits­amtes weiter.

Mit 1.616 Arbeitslosmeldungen im Westerwaldkreis und im Rhein- Lahn-Kreis kamen im September etwas weniger Arbeitnehmer neu zum Arbeitsamt als vor einem Jahr.

Nach insgesamt 1.924 Abmeldungen im Monatsverlauf ergab sich die um 308 niedrigere Erwerbslosenzahl.

Die regionalen Teilarbeitsmärkte entwickelten sich recht unter­schiedlich. Der Raum Ransbach-Baumbach/Höhr-Grenzhausen hat mit einer Erwerbslosenquote von 10,1 Prozent »die Nase (im negativen Sinne) vorn« (Vorjahr 9,1).

Hier gab es Ende September 1.162 arbeitslose Männer und Frauen.

Die Erwerbslosenquoten der übrigen Regionen lauten wie folgt: Raum Bad Ems, Nassau: 9,1 Prozent bei 1.091 Erwerbslosen (Vorjahr 7,8 Prozent), Gebiet Montabaur, Wirges, Selters, Wall­merod: 6,9 Prozent und 2.441 Arbeitslose (Vorjahr: 6,2 Prozent), Verbandsgemeinden Diez, Nassau: 7,6 Prozent und 1.282 Ar­beitslose (Vorjahr: 6,8 Prozent), Stadt Lahnstein und Verbands­gemeinde Braubach: 9,0 Prozent mit 984 Erwerbslosen (Vorjahr: 8,5 Prozent), Verbandsgemeinden Nastätten/St. Goarshausen: 7,4 Prozent und 802 Arbeitslose (Vorjahr: 7,1 Prozent), Verbands­gemeinden Westerburg/Rennerod: 8,7 Prozent bei 1.309 Arbeits­losen (Vorjahr: 7,8 Prozent). Die Verbandsgemeinden Bad Ems und Nassau mußten zusammen bei einer um 1,3 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent angewachsenen Quote binnen Jahresfrist die höchste Steigerung im Bezirk hinnehmen.

Nach 754 neu gemeldeten freien Arbeitsplätzen im August wur­den den Vermittlern im September nur 702 Stellen gemeldet. Die Personalnachfrage hat sich also trotz der etwas geringeren Er­werbslosenzahl zum September hin nicht verbessert. Am Monats­ende waren noch 1.102 Stellen offen.

435 Arbeitsvermittlungen brachten die Personalvermittler des Arbeitsamtes Montabaur im letzten Monat zustande, deutlich weniger als im August (524) und auch weniger als vor Jahresfrist. »Die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Arbeitsvermitt­lung sind nach wie vor ungünstig«, heißt es im Bericht des Arbeitsamtes Montabaur. Immerhin 5.711 Vermittlungen brach­ten die Arbeitsvermittler des Arbeitsamtes Montabaur in diesem Jahr bereits zustande.

Herbstferien 1997: AWO-ReiseKultur Westerwald bietet Fahrt zum Freizeitpark »Lochmühle«

Familienfreundliche Preise, streßfreie Atmosphäre und Verzicht auf supermoderne High-Tech-Geräte: seit 25 Jahren ist der Frei­zeitpark »Lochmühle« bei Bad Homburg ein begehrtes Ausflugs­ziel. Am ersten Tag der Herbstferien (20.10.1997) macht die Arbeiterwohlfahrt Westerwald Ferienkindern und ihren Eltern mit ihrer Fahrt zur »Lochmühle« ein attraktives Freizeitangebot.

In der gepflegten Parkanlage, durchflossen vom Erlenbach, der im oberen Abschnitt auch kleinere Floßfahrten erlaubt, gibt es im Freien oder in der großen Halle gleich neben dem Eingang Hunderte von Spielgeräten und viele verschiedene Arten von Action-Bahnen für alle Altersklassen. Kleinkinder bis zu zwölf Jahren mit ihren Eltern oder Großeltern stellen hier das Gros der Gäste. Ein landwirtschaftliches Museum bietet Einblick in den bäuerlichen Alltag vergangener Jahre. Gegen Zusatzgebühr kön­nen die Jüngeren auf Ponys reiten oder mit den Eltern Kutsche fahren.

Der Streichelzoo mit tausend Tieren ist für die Jüngsten ein Erlebnis. 20 Grillplätze darf man kostenlos benutzen. Die Holz­kohle hierfür gibt es vor Ort. Restaurants mit Selbstbedienung bieten Mahlzeiten zu familienfreundlichen Preisen an.

Die Fahrtkosten betragen 20,- DM für Erwachsene, eigene Kin­der oder Enkel fahren kostenfrei mit. Durch einen speziellen AWO-Rabatt kostet der Eintritt in den Freizeitpark bei dieser Fahrt für Kinder wie für Erwachsene jeweils nur 9,- DM. Abfahrtszeiten: 20.10.1997 um 10.00 Uhr am Stadtplatz und 10.05 Uhr an der Shell-Tankstelle, Bahnhofstraße in Wirges.

Anmelden kann man sich am 15., 16. und 17.10.1997 nachmit­tags zwischen 13.00 und 17.00 Uhr im Haus der Arbeiterwohlfahrt in Wirges, Jahnstraße 9, Telefon 02602/69696.

Heizungsmodernisierung mit Erdgas spart Energie und Heizkosten

Wenn in diesem Jahr der Schornsteinfeger kommt, kann das für manche alte Heizkessel das baldige Ende bedeuten. Die jährliche Routinemessung 1997 ist nämlich gleichzeitig die Einstufungsmessung der 1. Bundesimmissionsschutzverord­nung BImSchV, die am 01.11.1996 in Kraft getreten ist.

Sie verschärft die Grenzwerte für Abgasverluste von Hei­zungsanlagen erheblich. Sind sie zu hoch, müssen die Kessel innerhalb bestimmter Übergangsfristen modernisiert werden. Für einige kann schon nach zwei Jahren das Aus kommen. Die längste Übergangsfrist läuft bis ins Jahr 2004.

Doch nicht nur das drohende Aus sollte Grund für die Erneue­rung der Heizungsanlagen sein. Energie sparen und Umwelt schonen kann man nach Ansicht der Gasversorgung Wester­wald auch sofort, denn moderne Erdgas-Heizkessel nutzen die Energie wesentlich besser als alte. So sparen Niedertem­peraturkessel gegenüber den Kesseloldies 25 bis 30 Prozent, Brennwertkessel sogar bis zu 40 Prozent.

Nähere Einzelheiten erläutern gerne die Energieberater der Gasversorgung Westerwald GmbH (Telefon 02624/9101-0).

Aktuelles aus dem Statistischen Landesamt

40 Jahre Interviewer für das Statistische Landesamt

Von rechts nach links: Präsident Klaus Maxeiner, Adolf Stadler mit Gattin, Mikrozensus-Referent Günter Ickler

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Adolf Stadler aus Kaiserslautern arbeitet seit fast 40 Jahren für das Statistische Landesamt als Interviewer. Aus diesem Anlaß sprach ihm der Präsident des Statistischen Landesamtes Dank und Anerkennung aus und überreichte ihm eine Urkunde und ein Geschenk.

Stadler ist im Rahmen des sogenannten Mikrozensus tätig. Dabei handelt es sich um jährlich durchgeführte Haushaltsbefragungen,