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Montabaur

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Nr. 24/97

amt arbeitslos. Die besorgen dir eine neue Stelle und in der Zwischenzeit zahlen sie dir Arbeitslosengeld. Du hast ja die letzten paar Jahre immer Beiträge gezahlt.«

Frau M. kündigt dann zum 31.05. Sie meldet sich am 02.06. beim Arbeitsamt in Montabaur arbeitslos und beantragt Arbeitslosen­geld. Zu ihrem Schrecken wird ihr mitgeteilt, daß sie für die nächsten zwölf Wochen erst einmal kein Geld bekommt, weil eine Sperrzeit eingetreten ist.

Karl Ernst Starfeld, Leiter der Leistungsabteilung im Arbeitsamt Montabaur, bestätigte diese harte Entscheidung, die kein Einzel­fall sei. Das Arbeitsförderungsgesetz lasse den Sachbearbeitern keine andere Wahl. Zwar komme es vor, daß im Betrieb ein schlechtes Betriebsklima herrsche, was die Arbeit für den einzel­nen Arbeitnehmer sicherlich nicht erleichtere. Der Gedanke an Kündigung komme da schnell auf, ihm dürfe aber nicht nachge­geben werden.

Auch in einem solchen Fall erwartet der Gesetzgeber, daß der Arbeitnehmer so lange an seiner Arbeitsstelle verbleibt, bis ein Anschlußarbeitsplatz gefunden worden ist. Die Versichertenge­meinschaft der Beitragszahler würde im anderen Falle von Frau Müller zu sehr geschädigt.

Das Arbeitsamt Montabaur rät deshalb den Arbeitnehmern, nie­mals unbedacht und spontan selbst zu kündigen. Wer Ärger in seinem Betrieb hat, sollte sich erst einmal genau über seine Möglichkeiten informieren. Ohne neuen Anschlußarbeitsvertrag kann die Kündigung des Arbeitsverhältnisses sehr leicht eine Sperrzeit zur Folge haben.

Naspa verstärkt Unterstützung der öffentlichen Schuldnerberatung

Die Nassauische Sparkasse, größte öffentlich-rechtliche Spar­kasse in Hessen und Rheinland-Pfalz, unterstützt seit einigen Jahren eine Reihe von öffentlichen Schuldnerberatungsstellen in ihrem Geschäftsgebiet. Aufgrund der neuen Insolvenzordnung kommen auf diese stark ausgelasteten Stellen trotz EDV-Nutzung in Zukunft erhebliche Mehrbelastungen zu, die ohne Einsatz spezieller EDV-Programme kaum zu bewältigen sind.

Die Naspa wird in diesen Tagen acht Schuldn'erberatungsstellen in ihrem Geschäftsgebiet kostenlos mit diesem Programm aus­statten und damit einen wichtigen Beitrag auf dem Gebiet des Verbraucherschutzes und zur Entlastung der Beratungsstellen leisten. Anwenden werden das Programm in Wiesbaden die Arbeitsgemeinschaft Schelmengraben, der Caritasverband, das Diakonische Werk und die Verbraucherzentrale, in Bad Schwal- bach, die Schuldnerberatungsstelle des Rheingau-Taunus-Krei- ses und in Bad Homburg die des Hochtaunuskreises, in Hofheim die »Selbsthilfe im Taunus« und in Lahnstein der Caritasverband. Das vom Institut für Finanzdienstleistungen e.V., Hamburg (IFF) entwickelte Schuldnerberatungsprogramm CADAS wurde mit fi­nanzieller Unterstützung der Sparkassenorganisation aktualisiert. Mit der neuen Version CADAS Windows 4,0 (CA WIN) können die Schuldnerberatungsstellen überschuldeten Personen und Haus­halten künftig noch wirkungsvoller zur Seite stehen. Die aktuelle Software ist für vorbeugend wirkende Haushaltspläne geeignet, mit denen oft ein gerichtliches Nachspiel vermieden werden kann, wenn die Überschuldung eingetreten ist. Sie berücksichtigt auch bereits die Anforderungen der ab 1999 geltenden Insolvenzord­nung, in deren Rahmen die »Verbraucherinsolvenz« eingeführt wird. Das Programm erstellt Regulierungspläne und berechnet, welche Beträge den Gläubigern im zukünftigen Restschuldbefrei­ungsverfahren zufließen.

Für die tägliche Arbeit des Schuldnerberaters bietet CA Win eine Reihe von nützlichen Dingen, wie Musterbriefe und Rundschrei­ben an die Gläubiger oder das Erstellen von Statistiken. Darüber hinaus kann es mit einem EDV-Programm verknüpft werden, das in der Justiz Anwendung finden soll. Die Zusammenarbeit zwi­schen Schuldnerberatungsstellen und Gerichten kann damit er­heblich vereinfacht werden.

Peter-Altmeier-Gymnasium Montabaur

Staatliches Musik- und Aufbaugymnasium mit Internat

Am Dienstag, 17.06.1997, findet um 19.30 Uhr in der Martin-Lu- ther-Kirche, Montabaur ein Konzert mit Blechbläsermusik aus vier Jahrhunderten statt.

Ausführende sind das Blechbläserensemble des Peter-Altmeier- Gymnasiums Montabaur unter Leitung von Hans Jürgen Schreckegast sowie die »Junior Brass« des Konservatoriums in Lahti, Finnland unter Leitung von Kari Karjaleinen.

Das Konzert wird unterstützt von der Volksbank Montabaur und der deutsch-finnischen Gesellschaft.

Zehnjähriges Jubiläum der Jagdhornbläser

Am Sonntag, 22.06.1997, feiert der Jagdhornbläser-Stammtisch Simmern/Hüttenmühle sein 10jähriges Wiegenfest. Um 08.30 Uhr gestaltet die Jagdhornbläsergruppe »Unterwesterwald« eine Hu­bertusmesse in der St.-Rochus-Kirche in Simmern. Ab ca. 10.30 Uhr werden 5 Bläsergruppen an der Hüttenmühle zwischen Neu­häusel und Hillscheid gemeinsam zur Begrüßung blasen. Im Anschluß daran sind musikalische Vorträge der Bläsergruppen »Unterwesterwald«, »Oberwesterwald«, »Marksburg«, »Alsdorf- Hachenburg« und »Falkenstein« geplant. Die Bläsergruppe »Fal­kenstein« reist zur Gratulation eigens aus Tambach-Dietharz in Thüringen an. Die 70 Jagdhornbläser werden das Kalterbachtal bei der Hüttenmühle zum Klingen bringen.

Weiterhin ist ab ca. 13.30 Uhr eine Vorstellung und Hundeschau der verschiedenen Jagdhunderassen unter der Leitung von Uwe Klöckner, Hundeobmann, geplant. Forstbeamte des Forstamtes Neuhäusel informieren zum Thema »Wald und Wild« und führen die Besucher durch das Programm. Ab 13.00 Uhr beginnt dann die Tombola zugunsten der Abteilung Musiktherapie der Klinik Lahnhöhe in Lahnstein.

Für das leibliche Wohl mitten in der Natur bei festlichen Jagdhorn­klängen ist bestens gesorgt. Und sollte das Wetter es nicht so gut meinen, steht ein großes Festzelt bereit.

Autorin erzählt die Tragödie ihrer Kindheit

Zu einer nicht alltäglichen Autorenlesung lädt das Bildungswerk der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Westerwald am Freitag, 04.07., in das Alten- und Pflegeheim der AWO in Höhr-Grenzhausen ein. Die im Rhein-Lahn-Kreis aufgewachsene und später nach Hachenburg verzogene Margarete Kaufmann liest aus ihrem kürzlich erschienenen Buch »Rumgeschubst«.

Hierin beschreibt sie eindrucksvoll die Tragödie ihrer Kindheit. Das Mädchen Margarete verliert im Alter von 7 Jahren ihre Mutter. Ein qualvoller Leidensweg durch verschiedene Erziehungsheime beginnt. Einige ihrer 10 Geschwister begehen Selbstmord. Auch als die Familie mit einer »neuen« Mutter wieder vereint wird, bleiben die Kaufmann-Kinder die Parias in dem kleinen Ort auf den Höhen des Taunus.

Margarete Kaufmann klagt mit ihrem Buch nicht an. Sie erzählt nur die Geschichte einer Siebenjährigen, die sich mutterseelen­allein ihren Weg durch die Wirren des Lebens bahnte und immer den Mut aufbrachte, sich und ihre Geschwister durchzubringen. Ein Lehrbeispiel dafür, daß sich in unserem christlich geprägten Sozialstaat noch menschliche Grausamkeiten vollziehen können, die geradezu unglaublich erscheinen. Heute ist die Autorin eine Frau, die das Leben gemeistert hat. Aber die Wunden der Kindheit werden wohl nie ganz verheilen. Von jedem verkauften Buch kommen 1,50 DM einem Projekt für Straßenkinder zugute.

Alle Interessenten und Interessentinnen sind willkommen. Beginn ist um 19.00 Uhr. Weitere Infos im Alten- und Pflegeheim der AWO, Tel. 02624/9130, oder Uli Schmidt, Tel. 02608/636.

Sarkoidose-Kranke treffen sich!

Am 14.06.1997, um 14.00 Uhr, treffen sich die Sarkoidose-Kran­ken mit ihren Angehörigen in den Räumen der AOK Die Ge­sundheitskasse, Hauptgeschäftsstelle Altenkirchen, Karlstraße 18, zur Gesprächsrunde.

SHG Neurodermitis - Asthma Allergie

Die SHG Neurodermitis-Asthma-Allergie lädt am 14.06.1997 um 15.00 Uhr in die Stadthalle nach Ransbach-Baumbach ein. Jürgen Pfeiffer, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Neuroder- mitiskranker in Boppard, spricht zu dem Thema: Darmassoziierte Krankheiten wie Neurodermitis, Athopie und Allergie.

Alle Interessenten sind hierzu herzlich eingeladen. Infos unter 06435/1731 oder 02623/4475.

VDH-Info für Hundehalter Im Sommer auf Zecken achten!

Wenn es im Frühjahr und Sommer wärmer wird, freuen sich Mensch und Hund auf ausgedehnte Spaziergänge im Wald. Doch leider ist die Sommerzeit auch Zeckenzeit. Mit ihren Sinnesorga-