Montabaur
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Nr. 12/97
Für die SPD-Fraktion vertrat Ratsmitglied Karl-Heinz Bächer die Meinung, die Ausgaben für das Haushaltsjahr 1997 könnten eingespart werden, da es im Stadtgebiet und in den Stadtteilen bezüglich des Straßenzustandes Straßen gebe,, die sich in einem viel schlechteren Zustand befänden. In der Überquerungshilfe sah er eine Gefahrenquelle für Fußgänger, da diese die Überquerungshilfe oftmals mit einem Zebrastreifen verwechselten. Er plädierte für einen Zebrastreifen an der jetzigen Überquerungshilfe an der von-Bodelschwingh-Straße und erinnerte in diesem Zusammenhang an SPD-Anträge zurückliegender Jahre.
Ganz anders sah dies die CDU-Fraktion. Ratsmitglied Dr. Hermann Jacoby votierte für eine Überquerungshilfe, die Sicherheit für die Fußgänger schaffen könne, Im Zuge der Reparaturmaßnahmen könnte auf der Verkehrsachse nach Horressen, Eigendorf und Dernbach eine optische Bremse eingebaut werden. Da ein Zebrastreifen aufgrund der momentanen Frequentierung der Elgendorfer Straße nicht genehmigungsfähig und eine Überquerungshilfe besser als gar nichts sei, plädierte er für den Einbau. Diesen Ausführungen schloß sich Ratsmitglied Paul Heinz Schweizer für die FWG-Fraktion an und signalisierte die Zustimmung zum Verwaltungsvorschlag. Ratsmitglied Reinhard Lorenz (BfM) stellte die Frage, warum ein Zebrastreifen nicht möglich sein sollte und verwies auf die zwei vorhandenen Zebrastreifen im Bereich des Fürstenweges. Er bezweifelte die Wirkung der Überquerungshilfe als Geschwindigkeitsbremse. Der Zustand der Elgendorfer Straße in den Bereichen Albertstraße bis von-Orsbeck-Straße und Anwesen Radke bis Weserstraße sei gut. Lediglich das Mittelstück sollte mit einer neuen Teerdecke instandgesetzt werden. Für die Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen« erklärt Ratsmitglied Olaf Manns die Zustimmung zur Überquerungshilfe und die Ablehnung zur Sanierung der Elgendorfer Straße. Der Haushaltsansatz müsse nach unten korrigiert werden.
Auf die Frage von Ratsmitglied Reinhard Lorenz (BfM), ob es möglich sei, eine Bedarfsampel einzurichten, erklärte Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken, daß die Stadt eine Bedarfsampel aufstellen könne, dann aber auch die Mehrkosten zu tragen habe.
Nach kontroverser Diskussion nahm Bürgermeister Dr. Possel-Dölken die Abstimmung vor.
Der weitestgehende Verwaltungsvorschlag »Sanierung und Überquerungshilfe« fand mit 10 Ja-Stimmen, 14 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen keine Mehrheit.
Der Vorschlag von Ratsmitglied Paul Heinz Schweizer (FWG), eine Überquerungshilfe einzubauen und eine neue Fahrbahndecke aufzutragen ohne Aufnahme der Randsteine wurde mit 9 Ja-Stimmen, 19 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung abgelehnt. Der Vorschlag von Ratsmitglied Olaf Manns (Bündnis 90/Die Grünen), eine Überquerungshilfe einzubauen und auf die Sanierung zu verzichten, fand mit 2 Ja-Stimmen und 27 Neinstimmen keine Mehrheit.
Der Vorschlag des Vorsitzenden, die Elgendorfer Straße zu sanieren und auf den Einbau einer Überquerungshilfe zu verzichten, erhielt ebenfalls mit 9 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen und 5 Enthaltüngen keine Mehrheit.
Der Antrag von Ratsmitglied Reinhard Lorenz (BfM), die Elgendorfer Straße zu sanieren, ohne die Randsteine aufzunehmen und die Überquerungshilfe einzubauen, wurde mit 10 Ja-Stimmen, 14 Neih-Stimmen und 5 Enthaltungen abgelehnt.
Somit hat kein Vorschlag die Mehrheit des Stadtrates gefunden.
Schaffung von zusätzlichen Parkmöglichkeiten an der Fröschpfortstraße/Umgestaltung der Fröschpfortstraße Antrag der Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen« vom 25.0L1997
Auch mit diesem Thema mußte sich der Stadtrat befassen, weil es in den Fachausschüssen zu unterschiedlichen Abstimmungsergebnissen gekommen war.
In der Umgestaltung des Bereiches der Fröschpfortstraße sah die Verwaltung eine weitere Möglichkeit, zur Schaffung gebührenfreier Parkplätze in der Innenstadt. Von der Fröschpfortstraße, die mit 7,50 m als Haupterschließungsstraße eine ungewöhnliche Breite ausweist, sollen 2 m für die Einrichtung eines Parkstreifens abgetrennt und der Randstreifen befestigt werden. Durch Schrägaufstellung wollte man ca. 50 Parkplätze im Nahbereich der Innenstadt schaffen. Durch diese Maßnahme verspreche man sich auch eine Entlastung der Wohnstraßen. Die Baukosten beliefen sich bei einer provisori
schen Lösung auf ca. 41.000 DM, bei einer Befestigung mit Ökopflaster oder Rasengittersteinen auf ca. 90.000 DM.
Die CDU-Fraktion beantragte, einen abgespeckten technischen Vorschlag der Verwaltung zur Schaffung von 30 Parkplätzen zu verwirklichen. Die Straße sollte erhalten bleiben und Rasengittersteine vorne angelegt werden, aber nur so weit, wie keine Anschüttung der Fröschpfortstraße notwendig werde. Ziehe man von der sparsamen Variante, die mit ca. 60.000 DM veranschlagt wurde, 20 Parkplätze ab, entstünden Kosten von ca. 40.000 DM.
Die FWG-Fraktion plädierte dafür, die Fröschpfortstraße so zu belassen, wie sie heute ist. Auf der rechten Seite stadtauswärts könnten auf dem Parkstreifen auf einer Länge von 250 m 40 Autos parken; auf der linken Seite sei auf einer Länge von 500 m Platz für 80 Fahrzeuge. Es müsse den Fahrzeughaltern zumutbar sein, 500 m Fußweg zum Arbeitsplatz in Kauf zu nehmen.
Die SPD-Fraktion schloß sich den Ausführungen von Ratsmitglied Paul Heinz Schweizer (FWG) an. Auch könnte man sich mit dem Vorschlag der Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen« zur Aufbringung einer farblichen Markierung anfreunden.
Ratsmitglied Olaf Manns (Bündnis 90/Die Grünen) erläuterte den schriftlich vorgelegten Antrag seiner Fraktion. Entlang der gesamten Fröschpfortstraße sollten Parkplätze in Fahrtrichtung markiert werden, ohne die Grünfläche anzutasten. In geeigneten Abständen sollten durch die Anpflanzung eines Baumes oder die Aufstellung von Blumenkübeln oder Findlingen bauliche Abgrenzungen erstellt werden. Diese Maßnahme sollte nicht mehr als 20.000 DM kosten. Er betonte, daß es seiner Fraktion nicht um die Schaffung von Stellplätzen, sondern um eine Verkehrsberuhigung in der Fröschpfortstraße gehe.
Ratsmitglied Reinhard Lorenz (BfM) signalisierte die Zustimmung zum Antrag der Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen«.
Nach erfolgtem Meinungsaustausch ergab die Abstimmung folgendes Ergebnis:
Der Antrag der CDU-Fraktion, 30 Parkplätze im ersten Abschnitt in schräger Anordnung zu schaffen, fand mit 14 Ja- Stimmen und 15 Nein-Stimmen keine Mehrheit.
Auch der Antrag der Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen« wurde ahgelehnt (12 Ja-Stimmen und 17 Nein-Stimmen).
Abschließend hielt der Vorsitzende fest, daß in der Fröschpfortstraße nichts verändert werde und sich eine Abstimmung über den FWG-Antrag damit erübrigt habe.
Jahresrechnung der Stadt Montabaur und des Hospitalfonds für das Haushaltsjahr 1995 und Entlastung des Bürgermeisters und der Beigeordneten
Als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses bescheinigte Ratsmitglied Klaus Mies (CDU) der Verwaltung nach durchgeführter-Rechnungsprüfung am 14.11.1996 eine einwandfreie Tätigkeit und sprach ihr dafür Dank aus. Er sprach zwei Empfehlungen an die Verwaltung aus:
1. Aus Gründen der Vereinfachung und der Kostenreduzierung sollte der Forstbestand des Hospitalfonds von der Stadt Montabaur übernommen werden.
2. Bei der Reparatur einer Ampelanlage fielen Kosten von 626 DM an. Die auszuwechselnde Glühbirne kostete 11 DM. Der Restbetrag war für die Anfahrt einer ortsfremden Firma fällig. Die Verwaltung wurde um Prüfung gebeten, ob nicht ein Unternehmen aus Montabaur in der Lage sei, diese Arbeiten zu übernehmen und ob evtl, ein genereller Wartungsvertrag geschlossen werden könne, damit keine Einzelabrechnung erfolgen müsse.
Ratsmitglied Wolfgang Drenkelfort (SPD) stellte den Antrag zu prüfen, ob die Wartung der Ampelanlage an eine hiesige Firma vertraglich übergeben werden könne, wie es bei der Straßenbeleuchtung praktiziert werde.
Einstimmigfbei einer Enthaltung) beschloß der Stadtrat nach Kenntnisnahme des Berichtes des Rechnungsprüfungsausschusses über die Prüfung der Jahresrechnung der Stadt Montabaur und des Hospitalfonds Montabaur die Jahresrechnungen für das Jahr 1995. Soweit Mehrausgaben bei einzelnen Haushaltsstellen bislang nicht genehmigt worden waren, wurde die Genehmigung nach § 100 GemO erteilt.

