Montabaur
Nr. 12/97
“Die Verwaltung informiert”
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Aus der Sitzung
des Verbandsgemeinderates Montabaur
vom 06.03.1997 Verabschiedung von Ratsmitgliedem
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken bedankte sich bei Roswitha Kästner (B 90/Grüne) für die bisherige Mitarbeit in den verschiedenen Gremien der Verbandsgemeinde Montabaur und überreichte ihr ein Präsent. Frau Kästner war seit 1994 ehrenamtlich für die Verbandsgemeinde Montabaur tätig.
Wahl des hauptamtlichen »Ersten Beigeordneten« der Verbandsgemeinde Montabaur
Edmund Schaaf wurde bei 37 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme zum hauptamtlichen »Ersten Beigeordneten« der Verbandsgemeinde Montabaur gewählt. Unter Bezugnahme auf den am 01.10.1996 beschlossenen Ausschreibungsverzicht wurde Edmund Schaaf als einziger Kandidat zur Wahl vorgeschlagen.
Einrichtung von Regionalschulen in der Verbandsgemeinde Montabaur
- Antrag der SPD-Fraktion vom 10.10.1996
- Antrag der CDU-Fraktion vom 29.01.1997
Die Mitglieder des Rates beschlossen einstimmig, daß die Verbandsgemeinde Montabaur bei den zuständigen Stellen die Umwandlung der an der Peripherie unserer Verbandsgemeinde gelegenen Hauptschulen Neuhäusel und Nentershausen in Regionalschulen beantragt.
Dem Beschluß vorausgegangen war eine ausführliche Antragserläuterung seitens Ratsmitglied Dr. Wolfgang Neutz (CDU). Der Antrag diene insbesondere der Sicherung der Hauptschulstandorte Neuhäusel und Nentershausen. Aufgrund der bisherigen Investitionen des Schulträgers - sprich der Verbandsgemeinde Montabaur - wurden die räumlichen Voraussetzungen zum größten Teil bereits geschaffen.
Diesen Ausführungen schloß sich auch Ratsmitglied Rosemarie Lay (SPD) an und verwies auf einen entsprechenden Antrag ihrer Fraktion bzgl. der Augstschule vom Oktober 1996. Seitens der FWG-Fraktion, die eine Umwandlung der beiden Hauptschulen in Regionalschulen grundsätzlich unterstützt, wurde durch Ratsmitglied Paul-Heinz Schweizer darum gebeten, zeitgleich mit der Antragstellung eine Untersuchung einzuleiten um festzustellen, ob sich eine Kombination aus Realschule und Gymnasium als Alternative für diese Schulen eig
ne. Insbesondere soll hierbei überprüft werden, ob das vorhandene Raumangebot und die Einrichtung ausreichend ist und ob Eltern und Lehrer überhaupt mit einer solchen Schulform einverstanden sind. Die Untersuchung ist für den Fall gedacht, daß die Einrichtung einer Regionalschule seitens des Ministeriums abgelehnt wird.
Der Vorschlag von Ratsmitglied Dietmar Eisenhuth (B 90/Grüne) zunächst einen »runden Tisch«, bestehend aus Vertretern der Schulen, Eltern, Verwaltung und den entsprechenden Gremien zu bilden, wurde zurückgewiesen, da die Möglichkeit einer Umwandlung in eine Regionalschule sowohl mit der Augstschule Neuhäusel als auch mit der Freiherr-vom- Stein-Haüptschule Nentershausen im Vorfeld abgesprochen wurde.
Ratsmitglied Paul Widner hielt den Antrag der FWG-Fraktion, schon zum jetzigen Zeitpunkt Voruntersuchungen für andere Schulformen durchzuführen, für sinnvoll. Darüber hinaus wollte er den Antrag dahingehend erweitert wissen, daß diese Untersuchungen auch die Möglichkeit der Einrichtung einer dualen Oberschule beinhalten.
Antrag der Waldschule auf Einrichtung eines 10. Schuljahres
Bei einer Enthaltung beschloß der Verbandsgemeinderat einstimmig, dem Antrag der Waldschule Montabaur-Horressen auf Einrichtung eines 10. Schuljahres zuzustimmen.
Für die CDU-Fraktion erläuterte Ratsmitglied Jürgen Vogel, daß man den Antrag der Waldschule unterstützen wird. Unter Bezugnahme auf das vorher Gesagte hinsichtlich der Einrichtung von Regionalschulen in Neuhäusel und Nentershausen kann auch die Einrichtung eines 10. Schuljahres zur Sicherung des Schulstandortes führen. Mit ausschlaggebend für die Zustimmung war, daß sich Schulleitung, Lehrpersonal und Eltern über die Einrichtung eines 10. Schuljahres einig sind.
Gleiche Auffassung wurde von Ratsmitglied Wiltrud Schwarz für die SPD-Fraktiön wiedergegeben.
Ebenfalls Zustimmung zu dem Antrag erklärte die Fraktionen FWG und B 90/Grüne.
7. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) der Ver- bandsgemeinde Montabaur
Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates beschlossen einstimmig, der Auswertung der Offenlage, der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Beteiligung der Ortsge- meindeh zuzustimmen. Weiterhin stimmte der Verbandsgemeinderat einstimmig der 7. Änderung des Flächennutzungsplanes (einschließlich Erläuterungsbericht und zeichnerischer Darstellung) abschließend in der Form zu, wie sie dem Rat in der heutigen Sitzung Vorgelegen hat bzw. den Fraktionen zugeleitet wurde. Gegenstand dieser 7. Änderung ist die Ausweisung verschiedener Baugebiete in den Ortsgemeinden. Das Änderungsverfahren wird entsprechend dem heute durch den Verbandsgemeinderat getroffenen abschließenden Zustimmungsbeschluß beendet und die Unterlagen der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises zur Genehmigung vorgelegt.
Vorschlag zur Ernennung der Schiedsperson für den Schiedsamtsbezirk DI in der Verbandsgemeinde Montabaur
Der Verbandsgemeinderat faßte folgenden einstimmigen Beschluß: Seitens des Verbandsgemeinderates wird Gerhard Schumann, Am Beul 14, 56412 Untershausen, zur erneuten Ernennung als Schiedsperson auf die Dauer von weiteren fünf Jahren für den Schiedsamtsbezirk III (Gackenbach, Horbach, Hübingen, Niederelbert, Oberelbert, Welschneudorf, Holler, Untershausen, Stahlhofen und Daubach) vorgeschlagen. Die Amtszeit beginnt am 07.09.1997.
Das Amtsgericht Montabaur hatte die Verbandsgemeinde Montabaur davon in Kenntnis gesetzt, daß die Amtszeit der Schiedsperson für den Schiedsamtsbezirk III in der Verbandsgemeinde Montabaur am 06.09.1997 endet. Die Ernennung der Schiedsperson erfolgt auf Vorschlag der zuständigen Gebietskörperschaft. Auf Befragen hatte sich die derzeitige Schiedsperson, Gerhard Schumann, bereitgefunden, das Ehrenamt für die Amtszeit ab dem 07.09.1997 weiterhin auszuüben.

