Montabaur
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Nr. 3/97
Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Montabaur
Auf Einladung von Bürgermeister Dr. Possel-Dölken fanden sich am 8. Januar 1997 viele Gäste zum Neujahrsempfang im Haus Mons Tabor in Montabaur ein. Dr. Possel-Dölken begrüßte die Gäste, unter denen sich u. a. die Damen und Herren Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Mitglieder des Verbandsgemeinderates und dessen Ausschüsse, Ortsbürgermeister und Beigeordnete der Ortsgemeinden und der Stadt Montabaur, Behördenleiter, Schulleiter, Pfarrer der Kirchengemeinden, Wehrführer und Wehrleiter der freiwilligen Feuerwehren, Vertreter der Bundeswehrgarnison Montabaur befanden. In seiner Neujahrsansprache dankte Dr. Possel-Dölken besonders den Ehefrauen und Ehemännern der ehrenamtlichen Mandatsträger für ihr »stilles Ehrenamt in zweiter Reihe«, das wesentliche Voraussetzung sei für die Motivation und das Engagement aller ehrenamtlich Tätigen. Der besondere Anlaß dieses Neujahrsempfanges bilde das Jubiläum »25 Jahre Verbandsgemeinde Montabaur«. Der Landtag des Landes Rheinland-Pfalz habe vor 25 Jahren mit der Bildung der Verbandsgemeinden eine wichtige und wegweisende Entscheidung getroffen. Die aus 24 Ortsgemeinden und der Kreisstadt Montabaur bestehende, nach Einwohnern größte Verbandsgemeinde von Rheinland-Pfalz habe die sich damals eröffnete Chance genutzt und könne heute auf eine Zeit beachtlicher Entwicklungen und Fortschritte zurückblicken.
Seit etlichen Jahren bewähre sich die ausgewogene und stabile finanzielle Leistungsfähigkeit des Gemeinwesens in der Verbandsgemeinde Montabaur, wie viele Neubauvorhaben unter Beweis stellten. Beispielhaft erwähnte der Bürgermeister die Schulneubauten, Sporthallen, das Rathaus in Montabaur, viele Feuerwehrgerätehäuser usw.
Dies alles sei ohne hohe Schuldenbelastung und unter Beibehaltung eines relativ günstigen Verbandsgemeindeumlagesatzes von 34 Prozentpunkten realisiert worden. Mit Investitionen von über 100 Millionen Deutsche Mark sei eine gute Infrastruktur aufgebaut worden. Die Verbandsgemeindeverwaltung habe sich zu einer modernen, leistungsfähigen Verwaltung entwickelt, die den Vorgaben moderner Organisationsberatung weitgehend entspreche. Es gelte, in den nächsten Jahren im Sinne einer bürgerfreundlichen und effektiven Dienstleistungsverwaltung diese Entwicklung weiterzuführen.
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Von links nach rechts: Frau Reusch, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Heinz Reusch, Frau Possel-Dölken, Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken und Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion des Stadtrates Montabaur, Dr. Hermann Jacoby
Oben: Bürgermeister Dr. Possel-Dölken bei seiner Neujahrsrede
Rechts: Tanzgruppe des Tanzsportclubs Nentershausen
Ein besonderes Dankeschön sprach Dr. Possel-Dölken allen Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehren mit ihren zahlreichen örtlichen Löschgruppen aus für die anerkennenswerte Bereitschaft, den Brandschutz vor Ort sicherzustellen. Er begrüßte auch die Schulleiter aller Schulen in Montabaur und der Grund- und Hauptschulen im Verbandsgemeindebereich sowie den Leiter der Volkshochschule. Eine gute Schulbildung sei eine wichtige Lebensgrundlage für künftige Generationen. Daher habe die Verbandsgemeinde ihre Verantwortung als Träger der Grund- und Hauptschulen von Anfang an sehr ernst genommen und beachtliche Investitionsmittel in den Ausbau der Schulgebäude- und Schulanlagen gesteckt.
Zum Abschluß seiner Rede rief Dr. Possel-Dölken dazu auf, die gemeinsamen Anstrengungen in Zukunft fortzusetzen und den »Standort Verbandsgemeinde Montabaur« gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfanges übernahm das »Jazz-Classics-Trio« aus Frankfurt. Viel Beifall ernteten drei Schüler des Musikgymnasiums Montabaur, die einen Satz eines Klavierkonzertes von Felix Mendelssohn Bartholdy gekonnt präsentierten. Einen Augenschmaus bildete die Showtanzvorführung des Tanzspörtclubs Nentershausen, der sich des Themas »Schach« tänzerisch angenommen hatte.
Eckdaten zum Haushalt 1997 der Verbandsgemeinde Montabaur Entwicklung der Gesamteinnahmen und -ausgaben 1995bis 1997
Für 1997 betragen die Gesamteinnahmen und -ausgaben 35.111.000 DM. Sie liegen damit um 4.249.000 DM (./. 10,8 %)
unter den Vergleichszahlen des Vorjahres. Ausschlaggebend sind vor allem die Veränderungen im Verwaltungshaushalt. Mit Einnahmen und Ausgaben von 27,7 Mio. DM liegen die Ansätze um 4 Mio. DM unter den Planzahlen von 1996.
Auf die Gründe wird in den folgenden Ausführungen näher eingegangen.

