Montabaur
men, brachten weitere Kriege bis ins 19. Jahrhundert bittere Not über die schwer geprüften Menschen. Auch der zweite Weltkrieg zog seine unauslöschlichen Spuren durch die bewegte Geschichte des Oberlausitzer Berglands.
So vielgestaltig wie die Oberlausitzer Landschaft ist auch ihr Handwerk. Im Norden und Süden der Oberlausitz entwickelte sich die Wirtschaft im sich neigenden Mittelalter unterschiedlich. Der steinige Boden vermochte die Menschen, deren Anzahl auch durch die Ansiedlung geflüchteter böhmischer Protestanten stark anstieg, nicht mehr ausreichend zu ernähren. Man begann mit der Hausweberei. Auch die Spree beeinflußte die wirtschaftliche Entwicklung. Es wurden viele Mühlen eingerichtet, Papierfabriken und Veredlungsbetriebe der Textilwirtschaft nahmen ihre Produktion auf. Es entstand ein Zentrum der Handweberei, des Blaudruckes, eine in der Textilgestaltung angewandte Grafik, die bis heute ihren Weltruf erhalten hat und immer neue Freunde findet.
Einen besonderen Akzent einer alten Handwerkstradition setzt in der Oberlausitz das Töpferhandwerk, welches im Laufe der Generationen zu einer Volkskunst von hoher Blüte gelangte. Gute Tonvorkommen, reichlich Brennholz und nahe Kohlevorkommen begünstigten das Aufblühen dieses Gewerbes in Stadt und Land. Im 19. Jahrhundert brachte die Verbesserung der Transportwege neue Absatzmärkte bis ins benachbarte Böhmen. Das damals vorwiegend produzierte Braunzeug erfreute sich überall großer Beliebtheit, da es preiswert, haltbar und besonders für die damals noch notwendige Vorratshaltung in Landwirtschaft und Haushalt bestens geeignet war. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts, so um 1904 bis 1908, errang durch den Einfluß des nahegelegenen schlesischen Bunzlaus die Buntware, eine größere Bedeutung. Diese ge- schwämmelte Buntware - die Farbe wird durch in verschiedene Formen geschnittene Schwämmchen aufgetragen, sie wird heute noch im allgemeinen als Bunzlauer Art bezeichnet - erlangte mehr und mehr an Bedeutung, da es mit dieser höheren Qualität möglich war, gegen die Konkurrenz von billigem Steingut und Emaille zu bestehen. Inflation, Weltkriege und Wirtschaftskrisen gingen an dem Oberlausitzer Töpferhandwerk aber auch nicht spurlos vorbei, so daß manche Werkstätten ihre Produktion einstellen mußten.
Nach 1945 blieb es den Oberlausitzer Töpfern Vorbehalten, die Schwämmchentechnik weiter zu pflegen und auszubauen. Die heute mit einer breiteren Farbpalette erzeugten Dekore und weiterhin traditionell in Handarbeit auf der Töpferscheibe gefertigten Produkte erfreuen sich immer mehr einer großen Beliebtheit. Daß all diese Erzeugnisse schadstofiffrei, spülmaschinenfest, mikrowellenfest und ofenfest sind, ist für die Töpfermeister der Oberlausitz eine Selbstverständlichkeit. Über 160 Jahre Tradition im Töpferhandwerk und meisterliches Können garantieren farbenprächtige, zeitnahe, kunsthandwerkliche Gebrauchskeramik sowohl für die Küche als auch den gesamten übrigen Wohnbereich, die allen Wünschen und heutigen modernen Haushaltsanforderungen gerecht wird. Sind Sie neugierig geworden, haben wir Ihr Interesse geweckt? Viele dieser liebenswerten, kleinen und großen in liebevoller Handarbeit gefertigten Kostbarkeiten können Sie in einer Kunsthandwerk-Ausstellung in der Brunnenhalle im Gästezentrum Bad Ems vom 28.11. bis 01.12.1996, Donnerstag/Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Samstag/Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr bewundern und selbstverständlich auch erwerben.
Nikolausmarkt
am Samstag, 7. Dezember ’96 in Ransbach-Baumbach im neuen Geschäftszentrum
Unter dem Motto »Der Nikolaus packt Freude aus!« veranstaltet der »HGV« Handwerker- und Gewerbeverein der Stadt am Samstag, dem 07.12.1996, erstmals einen Nikolausmarkt auf dem Marktplatz im neuen Geschäftszentrum.
Der Nikolausmarkt wird sich vollkommen anders als der bisherige Weihnachtsmarkt in Ransbach-Baumbach darstellen. Der großzügige neue Marktplatz einschließlich des Parkplatzes bietet sich für die Neugestaltung förmlich an. Für ein gutes Umfeld sorgen die weihnachtlich geschmückten Läden, wie Fachgeschäfte, Kaufhäuser und Fachmärkte im neuen Zentrum.
Der Nikolaus packt Freude aus! Dies soll sich auf dem neuen Nikolausmarkt zeigen. Weihnachtsmänner verteilen auf dem Markt über tausend nette weihnachtliche Geschenke, der aus
f,
Nr. 48/96
vielen RPR-Sendungen bekannte Nikolaus »Gunter« unterhält die Kinder. Städtische Vereine und Aussteller präsentieren Spezialitäten, Weihnachtsdekorationen und Geschenke.
Die HGV-Mitglieder veranstalten auch in diesem Jahre eine große Weihnachtsverlosung mit Gewinnen von über 5.000,- DM. Lose erhält man in den Geschäften und auf dem Nikolausmarkt.
Die Geschäfte sind vor Weihnachten an den Werktagen (Montag bis Freitag) überwiegend bis 19.00 Uhr und an den vier langen Samstagen ab dem 30. November bis 17.00 Uhr geöffnet.
Die Nassauische Sparkasse Neuhäusel informiert
Naspa-Beratungswoche vom 09.12. bis 13.12.1996 für die Einwohner der Augst-Gemeinden
Ihre zukünftige Rente ist sicher. Doch wird sie auch ausreichend sein?
Wenn es um die Höhe der zu erwartenden Rente geht, bestehen oft völlig falsche Vorstellungen. Wissen Sie zum Beispiel, wie hoch Ihre Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung einmal ausfallen wird? Es werden maximal 40 bis 50 % des letzten Bruttoeinkommens sein! Ihren gewohnten Lebensstandard können Sie damit nicht erhalten.
In der Woche vom 09. bis 13.12.1996 findet Ihre Naspa-Beratungswoche »Familien- und Altersvorsorge« in der Geschäftsstelle Neuhäusel, Eitelborner Straße 8, statt. Wir beantworten Fragen wie:
Welche Rentenhöhe können Sie persönlich erwarten? Haben Sie eine Versorgungslücke im Alter?
Welche Möglichkeiten bestehen, um diese Lücken zu schließen?
Vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin unter 02620/8047 mit dem Geschäftsstellenleiter Paul Jepp oder Ihrer Kundenberaterin Petra Hüter. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
Energietip: Oberflächentemperatur der Wände
Einen großen Einfluß auf das Raumklima hat nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Temperatur der inneren Wandoberflächen. Das Temperaturempfinden des Menschen hängt nämlich auch vom Strahlungsaustausch mit diesen Flächen ab. Die sogenannte »empfundene Temperatur« ist der Mittelwert aus Lufttemperatur und der inneren Oberflächentemperatur der Wände, die bei einer ungenügenden Wärmedämmung recht niedrig sein kann. Das hat zur Folge, daß bei kalten Wänden eine höhere Lufttemperatur für ein angenehmes Raumklima nötig ist und damit mehr Heizenergie verbraucht wird. Aucji deshalb sollten Sie immer auf eine ausreichende Wärmedämmung der Außenwände und der Fenster achten.
Weitere Fragen dazu, wie zu allen Bereichen des Energiesparens, beantworten Ihnen gerne kostenlos und anbieterunabhängig die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.
Termin: Die nächste kostenlose Energieberatung ist am 28.11.1996 in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr. Terminabsprache erbeten unter Tel.: 0261/12727. Verbraucherberatung Koblenz, Pfuhlgasse 11.
Restschuldversicherung zur Absicherung von Darlehen - Bei Vorerkrankung keine Zahlung
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. bietet Hilfe
Viele Verbraucher schließen gleichzeitig mit der Aufnahme eines Darlehens eine sogenannte Restschuldversicherung zur Absicherung ihrer Angehörigen ab. Diese Versicherung soll bei vorzeitigem Tod des Darlehensnehmers die ausstehenden Raten tilgen, um so die Familie vor zusätzlichen finanziellen Schwierigkeiten zu schützen.
Der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. werden jedoch immer wieder Beschwerden vorgelegt, weil Gesellschaften nach dem Tod des Versicherten Auszahlungen verweigern. In
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