Montabaur
te Anlagezeit einen festen Zinssatz. Bei den Zinszahlungen kann der Anleger zwischen zwei Varianten wählen. Wer sich für den normalverzinslichen Sparkassenbrief entscheidet, dem werden die Zinsen halbjährlich oder jährlich gutgeschrieben. Am Ende der Laufzeit erhält der Kunde den Nennwert. Beim abgezinsten Sparkassenbrief profitiert er schon beim Kauf von dem Zinsertrag, denn der wird sofort vom Kaufpreis mit Zinseszinsen abgezogen. Bei einer vierjährigen Laufzeit und einem Zinssatz von 5 % kostet der abgezinste Sparkassenbrief beispielsweise 82 DM. Am Ende der Laufzeit wird dann der Nennwert von 100 DM ausgezahlt. Diese Varianten bieten je nach aktueller Lebenssituation besonders unter steuerlichen Gesichtspunkten Vorteile. So wird beispielsweise bei der Normalausstattung der Freibetrag für Einkünfte aus Kapitalvermögen jedes Jahr gleichmäßig ausgenutzt. Bei der Abzinsungsvariante wird die Versteuerung der Erträge dagegen auf das Fälligkeitsjahr verschoben. Sie bietet sich dann an, wenn der Käufer dann bereits in den Ruhestand getreten ist. Die Inhaberschuldverschreibung ist ein festverzinsliches Wertpapier mit einer Laufzeit von meist fünf öder zehn Jahren. Für den Kunden erweist sie sich als ein flexibles Anlageinstrument, da sie während der gesamten Laufzeit verkauft oder übertragen werden kann. In den Genuß der Zinserträge kommt der Käufer Jahr für Jahr, entweder werden.sie ausgezahlt oder dem Konto gutgeschrieben. Der Anlagebetrag beträgt in der Regel mindestens 10.000 DM. Börsenfähige Inhaberschuldverschreibungen der Sparkasse können an den Wertpapierbörsen gehandelt werden. Somit kann ein Verkauf dem Anlager einen zusätzlichen Gewinn, aber auch einen Verlust bescheren, je nachdem, wie sich die Zinsen während der Laufzeit entwickelt haben.
Auch wenn die Varianten bei den sparkasseneigenen Wertpapieren auf den ersten Blick kompliziert erscheinen - ein Beratungsgespräch bei der Sparkasse hilft auf jeden Fall, die richtige Auswahl und Anlageentscheidung zu treffen.
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Außenputz von illegalen Polen wurde hart
Arbeiten auf Westerwälder Baustelle abrupt gestoppt
Auf einer Baustelle im Oberwesterwald griff das Ermittlungsteam des Arbeitsamtes und des Hauptzollamtes dieser Tage drei illegal arbeitende Polen auf. Die ausländischen Bauarbei-
Nr. 48/96
ter trugen gerade den Außenputz an einem Wohnhaus auf. Wie sich schnell ergab, hatte die ausführende Firma aus dem Westerwald die Ausländer eingestellt, obwohl sie keinerlei Genehmigungen hatten. Weder eine Aufenthalts- noch eine Arbeitserlaubnis lagen vor. Da solche illegalen Beschäftigungen den heimischen Arbeitnehmern die Arbeitsplätze wegnehmen und - so das Arbeitsamt Montabaur - keine Nachsicht verdienen, wurden die Außenputzarbeiten mit Unterstützung der Polizei vorübergehend stillgelegt. Die drei polnischen Verputzer sind inzwischen bereits von der Ausländerbehörde abgeschoben worden. Das Kuriose war, daß der Bauherr den Außendienstmitarbeitern des Arbeitsamtes und des Hauptzollamtes wütend Steuerverschwendung vorwarf, da sich vier Prüfer um die Baustelle kümmerten. Er ging zu den einzelnen Beamten und zählte sie demonstrativ ab. Das Arbeitsamt fragt sich aber, wer hier den Staat schädigt und müßte den Bauherrn wegen des möglichen Schadens durch die abgebrochenen Verputzerarbeiten an die beauftragte Baufirma verweisen.
Das Arbeitsamt bedauert ein immer mehr schwindendes Unrechtsbewußtsein zur illegalen Beschäftigung. Illegale Beschäftigung sei unsozial und vernichte weitere Arbeitsplätze in der ohnehin schon gebeutelten Bauwirtschaft.
Bürgerinitiative »Natalie«
Opfer gegen Gewalt e.V.
Wir fahren nach Bonn
Mahnwache für alle Opfer von Sexualverbrechen am 11.12.1996,11.00 Uhr in Bonn, Parkgelände am alten Wasserwerk, Stadtteil Beuel
Als Zeichen der Anteilnahme am Schicksal sexuell mißbrauchter und ermordeter Ehnder soll jeder Teilnehmer eine weiße Blume mitbringen, die im Anschluß in den Rhein geworfen wird.
Als Fahrtmöglichkeiten stehen zwei Busunternehmen bereit. Mit ca. 10,- DM pro Person wären Hin- und Rückfahrt bezahlt. Näheres unter Telefon 02662/50346 oder/und 02661/40977. Auch Selbstfahrer sind herzlich eingeladen.
Kunsthandwerk-Ausstellung in der Brunnenhalle im Gästezentrum Bad Ems
Echt Erzgebirge - Holzkunst mit Herz vom kleinen Reiter, der großen Liebe und einer gewachsenen Tradition und 160 Jahre Tradition der Oberlausitzer Kunsttöpferei Aus der Geschichte der Keramik-Töpferei in der Oberlausitz im Südosten Sachsens, zwischen Elbe und Oder reizvoll eingebettet, erstreckt sich eines der größten und beeindruckendsten Granitmassive Mitteleuropas, die Oberlausitz. Ihr geschichtsträchtiges und zugleich lebendig pulsierendes Zentrum, die 1000jährige Stadt Bautzen, liegt dem Oberlausitzer Bergland zu Füßen, das sich etwa 15 km südlich von der Kreisstadt bis an die tschechische Grenze erstreckt. Das typische Granitbergland beschert eine malerische Mittelgebirgslandschaft, in der sanfte Bergrücken und ruhige Täler stimmungsvoll einander abwechseln.
Drei lange, dicht bewaldete Höhenzüge verlaufen in West-Ost- Richtung, dazwischen schlummern die vielen lauschigen, einladenden Täler. Der Granit, die Seele der Oberlausitzer Ge- birgswelt, ist ein geschätzter Werkstein mit großer wirtschaftlicher Bedeutung. Ausgewogene Laubwälder überziehen die Höhen zwischen 300 und fast 600 m und öffnen den Blick in eine wahre Schatzkammer artenreicher Tier- und Pflanzenwelt. Im niederschlagsreichen Westen gesellen sich Buche, Tanne, Fichte, Bergahorn, Bergulme und Bachesche zu einem vielfältigen Bergmischwald zusammen.
Die ersten Siedler verschlug es bereits vor 4.500 Jahren in die Oberlausitzer Region, wie archäologische Funde beweisen. Aber erst im 7. Jahrhundert nach Christus brachten die Mi- lenzer Slaven die Geschichte ins Rollen, sie waren Vorfahren der Sorben, die bis heute als nationale Minderheit in der Oberlausitz leben und dabei ihre eigene Kultur pflegen. Um die Jahrtausendwende begannen deutsche Könige und Fürstenhäuser, die Oberlausitz zu erobern. Lange brodelte der Streit, welcher Krone das Land angehören sollte. Kriegerische Auseinandersetzungen im Mittelalter stürzten die Bevölkerung in unendliches Leid. 1635 wurde die Oberlausitz der sächsischen Herrschaft angegliedert. Kaum zur Ruhe gekom-

