Montabaur
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Nr. 10/96
zwar wünschenswert, aber bei der jetzigen Haushaltssituation nicht vertretbar.
Ratsmitglied Schweizer (FWG) signalisierte die Zustimmung zum kostenfreien Parken an Samstagen. Er zitierte aus dem Vertrag der Stadt Montabaur mit der KAS Bonn zum Haus Mons Tabor § 4 Abs. 4 »Die Stadt Montabaur beteiligt sich an den Bauunterhaltungskosten (die Kosten, die zur Werterhaltung der Bausubstanz erforderlich sind) einschließlich der Schönheitsreparaturen und den Bewirtschaftungskosten (Heizung, Elektrizität und Gas für die Beleuchtung, Heizung und sonstigen Energiebedarf, Reinigung, Müllabfuhr, Be- und Entwässerung, Feuerversicherung, Steuern und Abgaben, Geräte aller Art, soweit diese geringwertig sind) ausschließlich der Personalkosten in dem Verhältnis, das sich aus der Anlage I zu dieser Urkunde genommenen Aufstellung für die Baukostenaufteilung ergibt.«. In § 4 Abs. 4 sollte eingefügt werden: »Zuvor ist ein gegenseitiges Benehmen der beiden Vertragspartner herzustellen, dies insbesondere, wenn größere Bauunterhaltungskosten anfallen, die eine starke finanzielle Belastung darstellen können.« Die Verwaltung sollte weiterhin prüfen, ob die Stadt überhaupt beim Restaurationsbereich beteiligt werden könne. Dazu zitierte er § 4 Abs. 1 »Die KAS räumt der Stadt das Recht ein, die auf dem als Anlage II zu dieser Urkunde genommenen Hausgrundriß farblich gekennzeichneten Räumlichkeiten mitzubenutzen.«. Er monierte das Fehlen der Anlage II und bat ausdrücklich um Prüfung des Sachverhaltes.
Zum Abschluß der Haushaltsplanberatungen stellte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken die von den Fraktionen formulierten Anträge zur Abstimmung:
Antrag der CDU- und FWG-Fraktion
Bei Haushaltsstelle 7910.9300 »Geschäftsanteil für Stadtentwicklung GmbH« (Vermögenshaushalt) wird der Haushaltsansatz 200:000 DM gestrichen.
Abstimmungsergebnis: 25 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen
Antrag der CDU-Fraktion
Bei den Haushaltsstellen 6333.9506 und 6333.9507 »Ausbau Mühlrain in Ettersdorf« werden die Haushaltsansätze gestrichen und auf 1997 verschoben.
Abstimmungsergebnis: 26 Ja-Stimmen, 3 Enthaltungen
Antrag der SPD-Fraktion
Kostenfreies Parken an Samstagen als ständige Einrichtung der Stadt Montabaur beizubehalten - auf Wunsch der CDU- Fraktion soll dies nur für das Haushaltsjahr 1996, also bis 31.12.1996, ermöglicht werden.
Abstimmungsergebnis: 26 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme, 2 Enthaltungen
Antrag der CDU-Fraktion
Für den Ausbau des Wanderparkplatzes in Wirzenborn sollen 10.000 DM im Haushaltsplan eingestellt werden. Abstimmungsergebnis: 14 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen; damit ist der Antrag abgelehnt.
Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen«
Die Haushaltsmittel (1.500 DM) für den Papierbecherautomaten bei Haushaltsstelle 6351.5200 sollen gestrichen werden. Abstimmungsergebnis: 14 Ja-Stimmen, 12 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen
Gemeinsamer Antrag der CDU- und SPD-Fraktion
Weihnachts- und Schloßbeleuchtung sollen früher ausgeschaltet (23.00 oder 23.30 Uhr) und ein Gespräch mit der Akademie Deutscher Genossenschaften zwecks Kostenbeteiligung geführt werden; es erfolgte keine Abstimmung, da sich durch die vorgeschlagenen Maßnahmen automatisch die Kosten verringern werden.
Antrag der SPD-Fraktion
5.000 DM für die Herausgabe ^des Stadtplanes und kleinen Stadtführers (Haushaltsstelle 7900.6360) sollen gestrichen und über Werbung finanziert werden.
Abstimmungsergebnis: 10 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen; damit ist der Antrag abgelehnt.
Antrag der SPD-Fraktion
/Vermögenshaushalt - Haushaltsstelle 7601.9870 - 85.000 DM zur Mitfinanzierung im Haus Mons Tabor, Restaurationsbereich - Haushaltsansatz soll gestrichen werden. Abstimmungsergebnis: 12 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen; damit ist der Antrag abgelehnt.
Antrag der SPD-Fraktion
Info-Säule (Haushaltsstelle 7900.9350) - Haushaltsansatz soll gestrichen werden.
Abstimmungsergebnis: 13 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen; damit ist der Antrag abgelehnt.
Antrag der SPD-Fraktion
25.000 DM für die Entwicklung von Energiekonzepten für die Baugebiete »Christches Weiher« und »Verlängerte Südstraße« im Haushaltsplan bereitzustellen.
Abstimmungsergebnis: 10 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen; damit ist der Antrag abgelehnt.
Antrag der SPD-Fraktion
20.000 DM für ein Förderprogramm für Solaranlagen im Haushaltsplan einzustellen
Abstimmungsergebnis: 12 Ja-Stimmen, 14 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen; damit ist der Antrag abgelehnt.
Antrag der SPD-Fraktion
10.000 DM als Planungskosten für den Umbau der Aula der Joseph-Kehrein-Schule im Haushaltsplan bereitzustellen Abstimmungsergebnis: 7 Ja-Stimmen, 19 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen, damit ist der Antrag abgelehnt.
Antrag der FWG-Fraktion
Haushaltsstelle 6301.45.9500 - Verschiebung der Straßenbaumaßnahme Koblenzer Straße, damit die Haushaltsmittel nicht in vollem Umfange kassenwirksam werden; Verwaltung sagte zu, den Ablauf der Maßnahme zu strecken; daher erfolgte keine Abstimmung.
Antrag der FWG-Fraktion
Bei Haushaltsstelle 7500.9400 sollen zusätzlich 50.000 DM für das Vordach an der Friedhofshalle eingestellt werden. Abstimmungsergebnis: 26 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen Antrag der Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen«
Mittel im Vermögenshaushalt zum Ausbau des Radweges im Gelbachtal (Haushaltsstelle 7900.9501) sollen gestrichen werden.
Abstimmungsergebnis: 12 Ja-Stimmen, 17 Nein-Stimmen; damit ist der Antrag abgelehnt.
Antrag der Fraktion »BfM«
200.000 DM für eine Wartehalle an der Wilhelm-Mangels- Straße bereitzustellen
Abstimmungsergebnis: 2 Ja-Stimmen, 26 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung; damit ist der Antrag abgelehnt.
Antrag der Fraktion »BfM«
. 200.000 DM für eine Küche in der Dorfgemeinschaftshalle in Eigendorf bereitzustellen
Abstimmungsergebnis: 4 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen, 5 Enthaltungen; damit ist der Antrag abgelehnt.
N ach einer kurzen Sitzungsunterbrechung erklärten die Fraktionen SPD, »Bündnis 90/Die Grünen« und BfM, daß sie den Haushalt ablehnen.
Der Stadtrat beschloß mit 17 Ja-Stimmen und 12 Nein-Stimmen die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan der Stadt Montabaur für das Haushaltsjahr 1996. Gleichzeitig wurde das dem Haushaltsplan beigefügte Investitionsprogramm für die Jahre 1995 -1999 beschlossen.
Bau- und Nutzungskonzeption für die Überbauung der Tiefgarage auf dem Grundstück Wilhelm-Mangels-Straße/Hos- pitalstraße/Biergasse (ehemaliges Gelände Decker)
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken verwies auf die Vorberatung in den Fachausschüssen, die allen Ratsmitgliedem übersandte Beschlußvorlage und die zahlreichen Presseberichte in der Westerwälder Zeitung.
Er schilderte das bisherige Verfahren wie folgt:
Seit dem Jahre 1979 berät der Stadtrat die Planung und künftige Bebauung des Gebietes zwischen dem Kaufhaus His- gen/Konrad-Adenauer-Platz und der Biergasse/Hospitalstraße. In den Jahren 1984 bis 1987 wurde der Bebauungsplanentwurf »Altstadt I - Erweiterung« in mehreren Verfahrensabschnitten einschließlich mehrmaliger Bürgerbeteiligung beraten und bis zum Satzungsbeschluß zu einem Konzept gebracht, das - unter Berücksichtigung des damaligen Verlaufs der Wilhelm-Mangels-Straße (hinter dem Kaufhaus und Hospitalstraße) - ein großflächiges Kaufhaus auf diesem neu zu ordnenden Gelände vorsah.
Weil in Verbindung mit der Aussiedlung des Bauernhofes Decker sich die Möglichkeit eröffnete, die Wilhelm-Mangels- Straße zu verlegen und mit Zuschüssen zu erreichen, daß dieses Gelände fußläufig an das Stadtzentrum/Fußgängerzone mit zusätzlichen Parkplätzen angebunden und dieses Gelände damit noch attraktiver zur Stärkung des Mittelzentrums/Ein-

