Montabaur
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Nr. 9/96
Das Gewerbesteueraufkommen basiert im wesentlichen auf dem voraussichtlichen Ergebnis von 1995 und den sich hieraus ergebenden Vorauszahlungen. Die Auswirkungen des Jahressteuergesetzes 1996 (Familienleistungsausgleich, Erhöhung des Existenzminimums) führen zu deutlichen Verlusten bei der Einkommensteuer. Zum Ausgleich hierfür werden entsprechende Anteile der Umsatzsteuermehreinnahmen an die Gemeinden weitergeleitet.
Der Anstieg der Einwohnerzahl (1995 - 1.479; 1996 - 1.554 = 75) sowie die Anhebung des Schwellenwertes von 71 v.H. auf 73 v.H. (in DM von 751,55 DM auf 766,- DM) bewirken den Zuwachs bei den Schlüsselzuweisungen.
Neben dem Einnahmen-Soll des zuvor erläuterten Unterabschnittes, das mit 69,72 % zu Buche schlägt, erwartet die Ortsgemeinde weitere Einnahmen aus folgenden Bereichen:
Erstattungen, Zuweisungen.17,68 v.H.
Gebühren. 3,24 v.H.
Einnahmen aus Verkauf, Mieten, Pachten und
sonst. Verwaltungs- und Betriebseinnahmen.2,83 v.H.
Sonstige Finanzeinnahmen (Konzessionsabgaben,
Zinsen, Zuführung vom Vermögenshaushalt).6,53 v.H.
Die Ansätze für die laufenden Ausgaben des Verwaltungshaushaltes beruhen auf den Erfahrungswerten des Vorjahres oder sind aufgrund von Berechnungen ermittelt worden. Nach- folgend soll verdeutlicht werden, welchen prozentualen Anteil die einzelnen Ausgabearten an den Gesamtausgaben des Verwaltungshaushaltes haben:
Prozentanteil 1996
1. Personalausgaben....31,73 %
2. Verwaltungs- und Betriebsausgaben.11,56 %
3. Zuschüsse für soziale Zwecke oder ähnliche
Einrichtungen. 1,62 %
4. Umlagen.49,66 %
5. Zinsausgaben.3,76 %
6. Zuführung zum Vermögenshaushalt.1,67 %
Die freie Finanzspitze der Ortsgemeinde Simmern für das Haushaltsjahr 1996 errechnet sieh mit einem Fehlbedarf von 22.000,- DM. Für die kommenden Haushaltsjahre wird wieder mit einer positiven freien Finanzspitze gerechnet.
Vermögenshaushalt
Das vom Ortsgemeinderat am 08.05.1995 beschlossene Investitionsprogramm bildet die Grundlage für die Aufstellung des Vermögenshaushaltes. Nach den Vorgaben dieses Programmes sind für die folgenden Investitionen. InvestitionsfÖrde- rungsmaßnahmen und Ausgaben entsprechende Haushalts
mittel bereitzustellen:
1. Aufstellung eines Spielgerätes.3.000,- DM
2. Sanierung des Kindergartens.50.000,- DM
3. Zuweisung an den Tennisverein.2.500,- DM
' 4. Ortsdurchgrühungsmaßnahmen.5.000,— DM
5. Bau eines Dorfplatzes (Planungskosten).5.000,- DM
6. Bau eines Rad-/Fußweges.86.000,- DM
7. Verkehrsberuhigende Maßnahmen.40.000,- DM
8. Erschließung »Aufm Rauenstück«.63.000,- DM
9. Friedhofserneuerung. 20.000,- DM
10. Bauausgaben - Haus Siebenborn -. 10.000,- DM
11. Erwerb von Geräten.2.000,- DM
12. Obstbaumanpflanzungen.1.000,— DM
13. Zuführung zum Verwaltungshaushalt.22.000,- DM
14. Zuführung zur allgemeinen Rücklage
(Planabrundungsbetrag).828,- DM
15. Tilgung von Krediten an den Kreditmarkt... 28.672,- DM. Zur Finanzierung der anstehenden Ausgaben dienen die nachfolgenden Einnahmen:
1. Ausbaubeiträge Kleringstraße.45.000,- DM
2. Zuweisung des Landes zum Ausbau des
Rad- und Fußweges.79.000,- DM
3. Investitionsschlüsselzuweisungen. 17.000,-DM
4. Zuführung vom Verwaltungshaushalt.28.672,— DM
5. Entnahme aus der allgemeinen Rücklage... 169.328,- DM.
Ausblick 1997 bis 1999
Bauausgaben für den Kindergarten, Zuweisungen an den Tennisverein, Ortsdurchgrünungsmaßnahmen, Zuweisungen für Dorferneuerungsmaßnahmen, die Erschließung »Aufm Rauenstück«, Ergänzungsbeschaffungen für das Haus Siebenbom, der Erwerb von Geräten, der Wirtschaftswegebau, Obstbaumanpflanzungen, der Ausbau des Dorfplatzes, die Friedhofserneuerung sowie der Kostenanteil für die Anbindung der Industriestraße/Kreisstraße) sind die Vorhaben der kommenden Jahre. Die Finanzplanung signalisiert eine Finanzierung aller Vorhaben, wenn auch in den Jahren 1998 und 1999 mit Neuverschuldungen gerechnet werden muß. Hier kann allerdings der Ortsgemeinderat korrigierend einwirken, in dem er Maßnahmeverlagerungen beschließt.
Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«
Mehrheitlich beschloß der Ortsgemeinderat, bis zur 800-Jahr- Feier im Jahr 1998 auf die Teilnahme am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« zu verzichten.
Erstellung einer Gesamtkonzeption zur Sanierung der vorhandenen Sportanlage des SC Simmern 1946 e.V.
Der Ortsgemeinderat lehnte den Antrag der CDU-Fraktion zur Erstellung einer Gesamtkonzeption zur Sanierung der vorhandenen Sportanlage des SC Simmern 1946 e.V. ab.
Antrag des Pfarrgemeinderates auf einen Zuschuß durch die Ortsgemeinde für den Kauf einer neuen Kirchenorgel
Mehrheitlich beschlossen die Ratsmitglieder, der Pfarrge- meinde einen einmaligen Zuschuß in Höhe von 15.000 DM zum Kauf einer neuen Kirchenorgel zu gewähren.
Fotoausstellung zur 800-Jahr-Feier
der Ortsgemeinde Simmern im Jahre 1998
Die erste Sitzung des Arbeitskreises zur Durchführung einer Fotoausstellung anläßlich der bevorstehenden 800-Jahr-Feier der Ortsgemeinde fand am 23. Januar 1996 statt. Eingeladen hatte der 1. Ortsbeigeordnete Richard Bertram. Die weiteren Teilnehmer waren: Ortsbürgermeister Erich Schmidt, Eduard Schönau, Dr.
Thomas Trumpp, Edgar Witsch und Paul Fischer.
Nach ersten Vorüberlegungen des Ortsgemeinderates und des Arbeitskreises soll im Januar 1998 als Auftaktveranstaltung zum Festjahr ein öffentlicher Empfang für die Simmerner Bevölkerung - verbunden mit einer Fotoausstellung, die eventuell durch eine Diaschau ergänzt wird - durchgeführt werden.
Es sollen Bilddokumente aus Privatbesitz gezeigt werden, die einen vielfältigen und interessanten Einblick in die Gegenwart und die Geschichte unseres Dorfes und seiner Menschen - bis zur letzten Jahrhundertwende und vielleicht sogar darüber hinaus - gewähren können. Gefragt sind Fotografien über dörfliches und bäuerliches Leben, kirchliche Festtage, Schule (Klassenfotos), Handwerk und Erwerbstätigkeit, Vereinsleben und Ansichten vom Dorf, Straßenbilder, Siedlungstätigkeit, Gebäude u.a.m.
-feste,

