Montabaur
Nr. 51/52/95
kauf von Holz) sowie Einsparungen bzw. Verlagerung von Investitionen verantworten diese Entwicklung. Die ursprünglich vorgesehene Rücklagenentnahme (6.355,- DM) kann somit entfallen.
Die Gesamtverschuldung der Ortsgemeinde beläuft sich zum Jahresende auf 373.577,11 DM. Hieraus errechnet sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 455,02 DM, die immer noch über dem vergleichbaren Landesdurchschnitt von 392,- DM hegt. Die Ausgangslage für die Aufstellung des Etats 1996 ist insgesamt besser als dies nach den Zahlen des Haushaltes 1995 zu erwarten war.
Haushalt 1996
Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 937.000,- DM. Hiervon entfallen auf den ausgeglichenen Verwaltungshaushalt 755.000,— DM und auf den ausgeglichenen Vermögenshaushalt 182.000,- DM. Zur Finanzierung der anstehenden Investitionen werden keine Kredite benötigt. Um aber die Auftragsvergabe zur Fertigstellung des Baugebietes »Strüthehen« vornehmen zu können, sind Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 95.000,- DM veranschlagt.
Verwaltungshaushalt
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes sinkt von 763.000,- DM um 8.000,- DM auf 755.000,— DM.
Der deutliche Rückgang der Schlüsselzuweisungen gegenüber dem Vorjahr (./. 33.000,- DM) ist die Ursache dieses Volumenrückganges. Dieser Rückgang und die höheren Umlagen bewirken sogar, daß der Verwaltungshaushalt 1996 nur durch eine Zuführung vom Vermögenshaushalt in Höhe von 11.000,- DM ausgeglichen werden kann.
Im Einnahmenbereich des Verwaltungshaushaltes bildet der Unterabschnitt »Steuern, allgemeine Zuweisungen und allgemeine Umlagen« den Schwerpunkt der Einnahmen.
Neben dem Einnahmen-Soll des Steuerbereiches, das mit 85,17 % zu Buche schlägt, erwartet die Ortsgemeinde weitere Einnahmen aus folgenden Bereichen:
Erstattungen, Zuweisungen.0,40 v. H. .
Gebühren.1,06 v. H.
Einnahmen aus Verkauf, Mieten, Pachten und.6,62 v. H.
sonst. Verwaltungs- und Betriebseinnahmen
Sonstige Finanzeinnahmen.6,75 v. H.
(Konzessionsabgaben, Zinsen, Zuführung vom Vermögens- haushalt).
Die Ansätze für die laufenden Ausgaben des Verwaltungshaushaltes beruhen auf den Erfahrungswerten des Vorjahres oder sind aufgrund von Berechnungen ermittelt worden. Nachfolgend soll verdeutlicht werden, welchen prozentualen Anteil die einzelnen Ausgaben an den Gesamtausgaben des Verwaltungshaushaltes haben:
Personalausgaben. 6,49 v. H.
Verwaltungs- und Betriebsausgaben.22,38 v. H.
Zuschüsse für soziale Zwecke oder
ähnliche Einrichtungen. 6,23 v. H.
Umlagen.60,11 v. H.
Zinsausgaben.3,40 v. H.
Zuführung zum Vermögenshaushalt.1,39 v. H.
Vermögenshaushalt
Das vom Ortsgemeinderat am 19.05.1995 beschlossene Investitionsprogramm bildet die Grundlage für die Aufstellung des Vermögenshaushaltes. Aufgrund dieses Programmes sind für die nachfolgenden Maßnahmen und Ausgaben die erforderlichen Mittel bereitgestellt:
1. Sanierung des Feuerwehrgerätehauses.25.000,- DM
2. Anschaffung eines Grasaufnehmers.5.000,- DM
3. Zuweisungen für
Dorferneuerungsmaßnahmen.2.000,- DM
4. Bauausgaben bei Kanalerneuerungen.23.000,- DM
5. Erschließung »Strüthehen«.20.000,- DM
Damit in 1996 die Auftragsvergabe zur Fertigstellung des Baugebietes vorgenommen werden kann, sind Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 95.000,- DM veranschlagt.
6. Friedhofserweiterung.40.000,- DM
7. Bauausgaben Bürgerhaus.20.000,- DM
8. Erwerb von Grundstücken.25.000,- DM
9. Zuführung zum Verwaltungshaushalt.11.000,- DM
10. Zuführung zur allgemeinen Rücklage
(Planabrundungsbetrag).512,- DM
11. Tilgung von Krediten an private
Unternehmen.2.707,- DM
12. Tilgung von Krediten an Kreditmarkt.7.781,- DM
Ausblick 1997-1999
Zuweisungen für Dorferneuerungsmaßnahmen, die Erschließung »Am Strüthehen« (Fertigstellung), der Ausbau der
Mittelstraße, der Ausbau der Südstraße, die Friedhofserweiterung sowie die Erschließung »Vor der Kreuzwiese« bilden die Investitionsschwerpunkte der kommenden Jahre.
Die Berechnungen der mittelfristigen Finanzplanung signalisieren eine Finanzierung aller Vorhaben.
Genehmigung von überplanmäßigen Ausgaben für das Haushaltsjahr 1995
Der Ortsgemeinderat stimmte der Leistung einer überplanmäßigen Ausgabe bei Haushaltsstelle 5610.5100 »Unterhaltung des Sportplatzes« (Haushaltsansatz 1.000,- DM) in Höhe von 1.100,- DM zu. Die Ansatzüberschreitung wurde hervorgerufen durch ungeahnt hohe Kosten für Düngemittel.
Die Ratsmitglieder stimmten einer weiteren überplanmäßigen Ausgabe bei Haushaltsstelle 6308.9851 »Straßenoberflächenentwässerungsanteil Strüthehen« (Haushaltsansatz 14.000,- DM) in Höhe von 4.400,- DM zu. Da die Straßenführung nach Aufstellung des Haushaltsplanes geändert Wurde, entstand diese überplanmäßige Ausgabe.
Neuwahl des stellvertretenden Vorsitzenden des Umlegungsausschusses
Der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Umlegungsausschusses, Obervermessungsrat Hachenberg, ist aus dem Dienst des Katasteramtes Montabaur ausgeschieden. Daher war eine Nachwahl erforderlich.
Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte der Ortsgemeinderat Vermessungsrat Dietmar Tepper vom Katasteramt Montabaur.
Auftragsvergabe für die Erstellung des Bebauungsplanes »Vor der Kreuzwiese«
Der Ortsgemeinderat beauftragte ein in Höhr-Grenzhausen ansässiges Büro mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes im Gemarkungsbereich »Vor der Kreuzwiese«. Die Bearbeitungskosten betragen bei einer Planfläche von 3,2 ha 12.360,- DM zuzüglich 15% Mehrwertsteuer und 8% Nebenkosten.
Die Bildches Eich-Sage und Geschichte
Ungefähr zwei Kilometer südwestlich von Großholbach, an einem alten Pilgerweg zur W allfahrtskirche Wirzenborn, steht auf einer Lichtung am Holbach die Bildches Eich. Sie soll auf einem Ereignis um das Jahr 1826 beruhen. Vermutlich befand sich an dieser Stelle am Holbach aber schon zu früherer Zeit ein Marienbildstock. Darauf deuten die Sagen hin, die sich um den Bildstock ranken,
der ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte von Großholbach geworden ist. Dies wird deutlich, wenn man das Großholbacher Wappen betrachtet: Das grüne Eichenblatt weist auf die jahrhundertealte Bildches Eich mit der Mariengedenkstätte hin.
Den Sagen und der Geschichte der Bildches Eich hat jetzt Winfried Röther in kaum bekannten Quellen nachgespürt und diese in einer 21-seitigen, bebilderten Broschüre zusammengefaßt. Die Schrift kann in begrenzter Zahl beim Autor bestellt werden.
Katholisches Pfarramt Großholbach
Hallo Stemsinger!
Am Mittwoch, dem 27.12.1995, um 16.00 Uhr, treffen sich alle Sternsinger im Pfarrheim Großholbach. Keadilan- Gerechtigkeit für alle - so lautet das Thema der diesjährigen Sternsingeraktion. Bei Plätzchen und Tee wollen wir uns auf unsere Aussendung am Dreikönigstag vorbereiten.
Bitte, kommt alle!

