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Montabaur

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Nr. 11/95

Beratende Teilnahme der Stadtbeigeordneten und von Fraktionsvertretern des Stadtrates beschlossen Der Ausländerbeirat beschloß, in seinen Sitzungen den Stadt­beigeordneten sowie Vertretern der Fraktionen des Stadtrates grundsätzlich eine beratende Teilnahme einzuräumen. Hierdurch soll eine enge Zusammenarbeit mit den Gremien der Stadt erreicht werden.

Andrea Sigel neue Sachbearbeiterin für

Öffentlichkeitsarbeit

Zum 01.03.1995 wurde An­drea Sigel als neue Sachbear­beiterin für Fremdenverkehr und Öffentlichkeitsarbeit ein­gestellt. Sie tritt in diesen Funktionen die Nachfolge von Wilfried Noll an, der zum 01.03.1995 in die Finanzab­teilung gewechselt ist und dort für die Liegenschaftsver­waltung zuständig ist. Dane­ben nimmt er wie bisher schon - die Aufgaben der Wirtschaftsförderung wahr. Diese Aufgabe ist aus organi­satorischen Gründen von der Zentralabteilung in die Fi­nanzverwaltung verlagert worden.

Frau Sigel hat an der Fachhochschule Wiesbaden (Fachbereich Gestaltung) und an den Universitäten in Saarbrücken sowie Frankfurt Skandinavistik, Anglistik und Theater-/Film- und Fernsehwissenschaften studiert. Sie hat praktische Berufser­fahrung als Marketingassistentin und Redakteurin sammeln können.

Telefonisch ist Frau Sigel unter der Nr. 02602/126.111 zu erreichen. Bis zum Umzug in die neuen Räume des Verwal­tungsgebäudes ist Frau Sigel im 3. Stock des Rathaus-Altbaus (Zimmer Nr. 3.10) zu erreichen.

Natur & Umwelt Info

Fremdenverkehr

SHHK

Fleck weg...

... das erledigten unsere Großmütter ohne chemische Reiniger. Ihr »Geheimnis«: Die Flecken sofort entfernen. Alle Flecken sollten als erstes mit kaltem Wasser ausgewaschen werden.* Verschwindet der Fleck nicht, so sollte man ihn mit warmem Wasser, Seife oder Waschmittel behandeln.

Wer weiß, woher der Fleck kommt, kann ihn mit altbewährten Methoden beseitigen. Hier einige Tips:

Rotwein mit viel Kochsalz bestreuen, einwirken lassen und dann auswaschen.

Spinatflecken mit roher Kartoffel abreiben und dann auswa­schen.

Kaffee- und Kakaoflecken kalt (in Salzwasser) einweichen und dann auswaschen.

Heidelbeerflecken mit Zitronensaft beträufeln und lau­warm auswaschen.

Grasflecken auf empfindlichen Stoffen mit Spritius ausrei­ben, sonst kann man ihn mit heißem Wasser behandeln. Ältere Flecken werden mit Zitronensaft vorbehandelt und lauwarm nachgespült.

Blut sofort mit lauwarmer Seifenlauge entfernen; ältere Flecken in Soda oder Salzwasser kalt einweichen und dann auswaschen.

Kugelschreiberflecken mit Essig und Spiritus, zu gleichen Teilen vermischt, ausreiben; bei weißen Stoffen Zitronensaft benutzen.

Tintenflecken mit Salz bestreuen, mit Essig befeuchten und in Seifenlauge auswaschen.

Schmierfette mit Butter, Margarine oder Speiseöl behandeln und auswaschen.

Läßt sich das Kaugummi nicht einfach abziehen, so verpackt man das Kleidungsstück in einen Gefrierbeutel und legt es ins

Tiefkühlfach. Das tiefgefrorene Kaugummi wird dann einfach abgebrochen. Die Reste mit Reinigungsbenzin entfernen. Wachsflecken hingegen werden zuerst abgebrochen und dann zwischen Löschpapieren ausgebügelt. Lippenstiftflecke mit Alkohol, Reinigungsbenzin oder Gall­seife behandeln.

Überhaupt Gallseife: Sie wird aus Rindergalle hergestellt und beseitigt erstaunlich viele Flecken, z. B. Kleckse von Filzstif­ten, Kugelschreibern, Tinte, Obstsaft, Wein, Tee, Kaffee und Fett. Aber Vorsicht: Alle Mittel erst an einer versteckten Stelle prüfen.

Die Umweltbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, Constanze Wunderlich, Durchwahl 02602/126.215.

Artenschutzmaßnafimen im Westerwald zum Laubfroschvorkommen

Der Laubfrosch wird aufgrund der Zerstörung seiner Lebens­räume in seinem Bestand immer mehr bedrängt. Um hier die letzten Lebensräume und Bestände zu .sichern, bearbeitet der Dipl. Geogr. Elmar Schmidt seit 1993 im Auftrag der Bezirks­regierung Koblenz/Obere Landespflegebehörde des Arten­schutzprojekt »Laubfrosch im Westerwald«.

Die hierbei gemachten Beobachtungen ergaben, daß auch in­nerhalb der Verbandsgemeinde Montabaur Vorkommen des Laubfrosches nachgewiesen wurden. Die Ergebnisse seiner Arbeit stellt Herr Schmidt allen interessierten Bürgern in einem Dia-Vortrag am

Donnerstag, dem 16.03.1995, um 18.00 Uhr, in der Bürgerhalle des alten Rathauses, Montabaur vor. Wir würden uns freuen auch Sie begrüßen zu können.

IUS ARCH1VI

Archiv der Stadt Montabaur

Informationen zu Akten und Urkunden

Die Polis und ihr Boulevard - Kirchgasse (-Straße), Teil II Sechs Märkte wurden noch gegen Ende der kurtrierischen Zeit in Montabaur gehalten, wie der Hofrat und Amtsverwalter Damian Linz 1786 in seiner Amtsbeschreibung berichtet. CO Daneben fanden zwei Wochenmärkte statt; hier war das An­gebot gering. Gasthaltereien für die fremden, dieausländi­schen Händler waren also notwendig. Platz für die Verkaufs­stände boten der Große Markt und die Kirchgasse. In der Marktordnung vom 27. September 1603 heißt es: »Und sollen die Leinentuchkrämer nächst unter den Salzkarren oben in der Kirch anstehen, darnach die Pfennwerkskrämer (Tuchkrä­mer) und andere. ®

Im Hänselbuch der Stadt Montabaur wird »anno 1660 gegen den Christmarkt geordnet..., daß diejenigen, so wirken, ... feil haben dasselbe obig den Krämern die Kirchgaß hinaus...« Und auch die einzelnen Stände waren zu den jeweiligen Märkten der einzelnen Jahre genau festgelegt. So ließ »anno 27. Mai 1681 ...Jörg Laux von Limburg ...seinen Stand beschreiben ober der Gaß zum Kloster zugehend« (= Kirchgasse). ( 4 ) Daß Jörg Laux aus Limburg kommt, zeigt an, wie die Montabaurer Märkte nicht nur lokale Bedeutung haben, sondern aus der ganzen Region hier Waren angeboten wurden. Aber nicht nur Händler vom Mittelrhein und der Unterlahn finden sich ein. »Anno den 18. September 1688 ließ Leonardt Martini von Lüttich, Schnurkrämer, seinen Stand ... oberhalb zur Kirch­gasse zu an seinen Schwager Hans Caspar Ortheißen ...be­schreiben.« ©

Die Beziehungen Montabaurs ins Bistum Lüttich, also auch nach heutigem Stand ins Ausland, waren älteren Datums. Schon 1639 waren die Marioths ins Amt Montabaur gekom­men, hatten hier und an anderen Orten ihre Eisenproduktion begonnen.

Aus dem Hänselbuch der Stadt läßt sich auch die Vielfalt der Händler und Handwerker entnehmen, die ihre Waren auf den Jahrmärkten in Montabaur anboten. Da waren Eisenkrämer, Schnurkrämer, Schneider, Weißgerber, Hosenstricker, Ge-