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Montabaur

Nr. 46/94

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SteUenausschreibung

Die Ortsgemeinde Heiligenroth sucht für den kommuna­len Kindergarten zu Anfang des Jahres 1995

eine/n vollzeitbeschäftigte/n Erzieher/in.

Die Einstellung erfolgt zunächst befristet (Schwanger­schaftsvertretung). Die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis kann derzeit nicht zugesagt werden, wird jedoch wenn möglich in Aussicht gestellt.

Bei dem Kindergarten handelt es sich um eine dreigrup- pige Einrichtung. Die Vergütung erfolgt nach dem BAT. Es werden die im öffentlichen Dienst üblichen Soziallei­stungen gewährt.

Wenn Sie an dieser Stelle interessiert sind, richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Zeugnisse, Lebenslauf, Lichtbild) bitte bis spätestens 30. November 1994 an

Ortsbürgermeister Paul-Günter, Zerfas, Breslauerstraße 22, 56412 Heiligenroth Nähere Auskünfte können erfragt werden bei der Ver­bandsgemeindeverwaltung Montabaur, Telefon 02602/ 126.131 oder 12.6.217.

Katze als Fundsache

In der Gemeinde Heiligenroth wurde ein weiß/grau/schwarzer Kater mit schwarz/weißem Halsband aufgefunden.

Der rechtmäßige Verlierer kann sich unter folgender Telefon- Nummer 02623/5236, melden.

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& KULTUR

ER VERBANDS GEMEINDE MONTABAUR

An alle

Vereine, Veranstalter und Organisatoren

von Festen, Feiern und kulturellen Veranstaltungen

in der Verbandsgemeinde _

Montabaur

Redaktionsschluß

für die Ausgabe Januar - März 1995 ist der 18. November 1994

bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Montabaur.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an. Die Redaktion »AKTUELL« - Tel.: 02602/126.111 oder 126.192 gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte.

Natur & Umwelt Info

Künstliche Mineralfasern

Kaum scheint die Gefahr von Asbest und asbesthaltigen Produkten einigermaßen gebannt, verunsichern Mel­dungen über die krebserregende Wirkung von künstli­chen Mineralfasern Hausbesitzer, Heimwerker und Ar­beitnehmer. Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Anwendung

Im Gegensatz zu natürlich vorkommendem Asbest werden künstliche Mineralfasern (KMF) aus verschiedenen Ausgangs­stoffen hergestellt. Zu den KMF gehören Steinwolle, Glasfa­sern, Glasmikrofasern sowie Keramikfasern. Sie sind tempe­raturbeständig, haben einen guten Isolationswert und sind leicht zu verarbeiten. Nicht zuletzt sind sie recht kostengün­stig. Im Privatbereich kommen sie zur Wärme-, Kälte- und Schalldämmung, als Filze, Matten, Schüttung, Platten sowie als Mineralwolle an Wänden, Decken und Rohren zur Anwen­dung.

Gesundheitsfragen

Mineralfasern sind nach heutigem Kenntnisstand nicht so riskant wie Asbestfasern, da sie weniger Feinstaub entwickeln und die Längsspaltung der Fasern, die die Gefährlichkeit erhöht, bei ihnen nicht auftritt.

Die Gefahr von Mineralfasern geht nicht von ihren chemischen Inhaltsstoffen aus, sondern von den Fasern selbst. Die sehr kleinen Fasern passieren die Filter in den menschlichen At­mungsorganen relativ leicht und lagern sich dann in der Lunge ab. Dort können sie Lungenkrebs auslösen. Über den eigentli­chen krebsauslösenden Mechanismus ist allerdings noch we­nig bekannt. Nicht alle Fasern eines Materials sind gefährlich. Ihre krebserzeugende Wirkung von Fasern, hängt davon ab, wie lang, wie dick und wie beständig sie sind. Fasern mit einer Länge von über fünf Tausendstel Millimeter (5 gm), einem Durchmesser von 2 bis 3 pm und einer gewissen »Biobeständig­keit« werden von Wissenschaftlern als krebserzeugend einge­stuft. Die Biobeständigkeit beschreibt die Fähigkeit der Faser, über viele Jahre in der Lunge zu haften. Zwischen dem krank­machenden Einatmen der Fasern und dem Ausbruch der Krankheit können mehrere Jahrzehnte liegen. Keramikfasern können auch die Bildung von Tumoren im Brust- und Bauchfell (Mesotheliom) hervorrufen. Nachdem die Gefährlichkeit bei Asbest schon seit längerem bekannt war, haben Tierversuche die Vermutung bestätigt, daß auch künstliche Mineralfasern krebsauslösend sein können. Deshalb hat die Senatskommis­sion der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Prüfung ge­sundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, die sogenannte MAK-Kom- mission, im September 1993 die meisten Mineralfasern als krebserzeugend eingestuft oder sie dieser Stufe gleichgestellt. Bislang waren KMF lediglich als krebsverdächtig bewertet worden.

Risiko

Vor allem ap Arbeitsplätzen, an denen Mineralfasern herge­stellt oder verarbeitet werden, ist die Konzentration der Fa­sern so hoch, daß vorbeugende Schutzmaßnahmen unbedingt notwendig sind. In Innenräumen, die mit Mineralfasern sach­gemäß gedämmt wurden, ist eine erhöhte Faserbelastung meist nicht meßbar. Sachgemäß heißt, daß zwischen der Mine­ralwolle und dem Innenraum eine dichte Kunststoffolie und Gipskartonplatten oder Holzpaneele angebracht sind. Sanie­rungsaktionen sind hier nicht notwendig. Hier sind vor allem der nachträgliche Einbau von Mineralfasern oder Wartungsar­beiten mögliche Gefahrenquellen. Wartungsarbeiten in öffent­lichen Gebäuden sollten auf jeden Fall außerhalb der Benut­zungszeiten erfolgen.

Bei unsachgemäßer Installation können allerdings Fasern freiwerden und so das Risiko erhöhen. Das ist vor allem dort der Fall, wo Mineralfaserprodukte lose verlegt wurden und wo keine oder keine ausreichende Abdichtung zum Innenraum vorgenommen wurde, zum Beispiel bei abgehängten Decken mit lose verlegter Mineralwolle.

Abhilfe und Schutz

Grundsätzlich sollte die Belastung mitMineralfaserstäuben so gering wie möglich gehalten werden. Es gibt keine »Grenzwer­te« für .Faserkonzentrationen, unterhalb denen keine Gefahr besteht.

Reißen Sie deshalb bestehende Mineralwolleisolierungen nicht heraus, solange Sie keine erhöhte Faserbelastung feststellen. Die dann herumfliegenden Fasern sind gefährlicher als die ursprüngliche Belastung. Stellen Sie eine Faserbelastung fest, können Sie diese verringern, in dem Sie eine Polyethylenfolie zwischen der Isolierung und demlnnenraum anbringen. Wenn Sie Ihr Haus oder einzelne Bauteile isolieren wollen, was im Hinblick auf die deutliche Energieeinsparung durchaus sinn­voll ist, sollten Sie prüfen, ob Sie nicht weniger gesundheitsge­fährdende Dämmstoffe verwenden können. Alternativen sind zum Beispiel Zellulose aus Altpapier, die mit Borax feuersicher gemacht wurde, Perlite, Blähton, Kork,Kokos, Schafwolle oder Schaumglas. Diese sind zwar teurer, die Entsorgung bei einer zukünftigen Renovierung ist aber einfacher, ungefährlicher und billiger, da Mineralfasern als Sondermüll gelten.

Auch bei Verwendung von Styropor treten keine Gesundheits­gefahren auf. Im Brandfall kann es aber giftiges Styrol freiset­zen.

Wenn Sie Mineralfaserprodukte verwenden, sollten Sie die Staubbelastung gering halten. Verwenden Sie möglichst ferti­ge Materiahen, die nur wenig zugeschnitten werden müssen. Tragen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit staubdichte Kleidung, Handschuhe und eine Schutzbrille. Besonders wichtig ist eine P2-Feinstaubmaske.

Anschließend sollten Sie die Räume gründlich reinigen und naß auswischen. Wiederholen Sie die Reinigung gegebenen­falls, nachdem sich die in der Luft befindlichen Fasern abge­setzt haben.