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Montabaur

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Nr. 42/94

zu. Hier liegt eine wichtige Aufgabe staatlicher Sozialpolitik - einschließlich einer attraktiven Unterstützung der Vermö­gensbildung. In erster Linie muß die Problemlösung aber bei der Schaffung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze Hegen. Dazu ist ein richtiger PoHcy-Mix von Wirtschafts-, Finanz- und Tarifpolitik ebenso notwendig wie eigenständige Problem­lösungskompetenz in den Regionen, zu der auch die Sparkas­sen beitragen können. Nicht zu vergessen eine Geldpolitik, die die fürs Sparen notwendige Grundlage sichern muß, das Ver­trauen in die StabiHtät des Geldes.

Der insgesamt vorhandene Wohlstand auch in breiten Bevöl­kerungsschichten ist nicht von gestern auf heute entstanden. Dahinter stehen viele einzelne Sparentscheidungen, die nicht immer leichtgefalle'n sind, und dies über Jahre hinweg. Subjek­tiv und kurzfristig birgt Sparen gerade in einer »Ich will alles

und das gleich«-Generation durchaus Unangenehmes, näm- Hch Verzicht. Objektivundlangfristig aber bietet es Sicherheit, Zinserträge und die Genugtuung, sich später mehr leisten zu können.

Die Zahlen der Vergangenheit zeigen: Sparen lohnt sich. Einen immer wichtigeren Beitrag zum Einkommen und- zur Vermö­gensbildung tragen inzwischen die Zinsen und Erlöse aus Geldvermögen bei. Betrugen sie 1970 nur etwa 21 Mrd. DM und damit knapp 4 Prozent des Volkseinkommens, so sind sie 1992 auf etwa 173 Mrd. DM gestiegen. Damit erreichten die Erträge des Geldvermögens einen Anteil von über 8 Prozent am Volkseinkommen. Einkommen aus Geldvermögen wird damit ein immer wichtigerer Bestandteil des Gesamteinkommens von privaten Haushalten. Es ist heute schon absehbar, daß Erträge aus Geld und Immobüienbesitz in Zukunft immer größere Flexibifität bei der Erzielung von Arbeitseinkommen ermöglichen.

Vermindert wird die Freude an den Kapitalerträgen durch deren Besteuerung. Mit den relativ hohen Sparfreibeträgen hat der Gesetzgeber deuthch gemacht, daß Sparen für ihn eine wünschenswerte Aktivität ist. Man könnte aber weiterdenken: Die Steuersystematik, die von der tatsächhch nie erreichten

- Gleichbehandlung aller Einkunftsarten ausgeht, sollte mög- Hcherweise dahingehend überprüft "werden, ob es nicht sinn­voller ist, Steuern auf den gegenwärtigen Konsum zu erhöhen und Steuern auf Ersparnisse, Zinsen und Gewinne als »Steu­ern auf die Zukunft« eher zu verringern.

Der Weltspartag ist ein sinnvoller Anlaß, auch über eine grundlegende Veränderung der Anreizsysteme zugunsten der Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft nachzudenken.

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Kreativer Puppenmarkt am 23. Oktober in der Stadthalle Ransbach-Baumbach

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Am Sonntag, dem 23. Oktober findet in Ransbach-Baumbach der 4. kreative Puppenmarkt statt. Die gesamte Stadthalle verwandelt sich für einen Tag in eine riesige Puppenstube. Über fünfzig Puppenmacher/-innen haben ihr Kommen zuge­sagt, darunter Spitzenkünstler ihres Fachs. Vor den Augen des Publikums werden sie ihr vielseitiges Können demonstrieren und vorführen, wie eine Puppe bzw. ein Teddybär entsteht. Gezeigt wird die Herstellung der unterschiedlichsten Puppen­arten. So werden Künstlerpuppen aus Porzellan, Ton. Papiermachee, Cernit und anderen Materialien zu sehen sein. Ferner Marionetten, Puppen zum Spielen und Liebhaben, Teddybären, Reproduktionen antiker und neuzeitficher Pup­pen, Puppenkleidung, Puppenmöbel und vieles mehr. Alle Puppen und Teddies wurden von den Ausstellernin Hebevoller Arbeit selbst gefertigt.

Die ausgestellten Puppen nebst Zubehör können natürHch

auch gekauft werden. Doch daneben sollen viele wertvolle Tips und Anregungen zum Selbstbasteln und modelHeren mit nach Hause genommen werden. Das Puppenmachen ist in den letzten Jahren zu einer sehr behebten Freizeitbeschäftigung geworden.

Der Puppenmarkt ist von 11.00 bis 17.30 Uhr geöffnet.

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Trend zur Erdgasheizung hält an

Beheizungsstruktur der zum Bau genehmigten neuen Wohnungen 1993

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Quelle: Statistisches Bundesamt

Rheinland-Pfalz

II Gas

Öl

Strom

Fernwärme

Sonstige

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BGWDO

Keine Trendwende am Wärmemarkt: Die Beheizungsstruktur der zum Bau genehmigten Wohnungen in Rheinland-Pfalz im Jahr 1993 (QueUe: Statistisches Bundesamt) bestätigt nach­drücklich die in den letzten Jahren zu beobachtende Tendenz. Erdgas wird von über 70 Prozent aller Bauherren bevorzugt. Dagegen sind die Anteile von Heizöl (25 Prozent), Fernwärme (2 Prozent) und Strom (1 Prozent) weiter rückläufig.

Im Versorgungsgebiet der Gasversorgung Westerwald ist eine ähnfiche Entwicklung zu beobachten. Im Jahr 1993 haben sich rund 80 Prozent aller Bauherren im Westerwaldkreis sowie in den Verbandsgemeinden Dierdorf und Puderbach für eine Erdgasheizung entschieden..

Den hohen Anteil der Erdgasheizung im Neubaubereich - aber auch den wachsenden Anteil bei Heizungsmodernisierungen in Altbauten - führt die Gasversorgung Westerwald auf die unbestrittenen Anwendungsvorteile, die Umweltverträglich- keit des Erdgases sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Erdgas- preise zurück.

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Das Konto, das zu Ihnen kommt

Kreissp arkasse Westerwald bietet als erste Sp arkasse in Rhein­land-Pfalz Telefon-Banking mit Spracherkennung an.

»Guten Tag, wülkommen beim S -Telefon-Service der Kreis­sparkasse Westerwald«-seit 1. Oktober können Inhaber eines Girokontos bei der Kreissparkasse Westerwald sich so von ihrem Konto begrüßen lassen. Im weiteren »Gespräch« mit seinem Konto kann der Kunde den Kontostand erfragen. Über­weisungen in Auftrag geben, Nachrichten hinterlassen und Informationen abrufen.

Der wesentfiche Vorteil dieser neuen Serviceleistung der Kreis­sparkasse ist, daß Kunden zu jeder Zeit, ohne Anfahrtsweg, Parkplatzsuche und Wartezeit einfache Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen können. Routinearbeiten können so vom Telefon aus, ohne Zusatzgeräte, mit wenig Aufwand erledigt werden. Der Sparkassenmitarbeiter bleibt der Ansprechpart- ner.für Beratungen. Die Technik schafft ihm mehr Freiräume für persönfiche Gespräche.

Inzwischen gibt es in der gesamten Bundesrepublik 40 Spar­kassen, die Telefon-Banking anbieten. In der Regel sitzen mehrere Mitarbeiter/innen tagsüber an Computern und beant­worten Kundenanfragen z.B. nach dem Kontostand oder füh­ren für den Kunden Überweisungen aus. Der Nachteil dieser Telefon-Banking-Variante ist der hohe Personalaufwand, die beschränkten Bedienungszeiten und die Gefahr des Mißbrauchs von Kundendaten. Deshalb ist die Computer-Variante auf dem Vormarsch. Ein Computer nimmt die Eingaben des anrufen­den Kunden auf, fiefert aus einem Sprachbausteinkasten die passenden Antworten und veranlaß die weitere Bearbeitung. Der Computer ist rund um die Uhr zu erreichen, verwaltet das Kundenpaßwort sicher. Bislang mußte der Anrufer dem Com­puter per Telefontastatur seine Informationen mitteilen (z.B.