Montabaur
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Nr. 38/94
Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
der Stadt Montabaur am Donnerstag, dem 15.09.1994
1. Schließung der Ausfahrt B 255/Goethestraße
Der Ausschuß entschied, diesen Tagesordnungspunkt im öffentlichen Sitzungsteil zu behandeln.
Zunächst wurde das Ergebnis einer Zählung der Verkehrsbewegungen und der Geschwindigkeitsmessung im Bereich der Ausfahrt B 255/Goethestraße bekanntgegeben. Danach wurde die Hauptbelastung in der Zeit zwischen 17.00 bis 10.00 Uhr mit 63 Fahrzeugen festgestellt.
Die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der einfahrenden Autos unterschritten wurde, hegt bei 34 km/h. Während des gesamten Erfassungszeitraums — 24 Stunden — wurden lediglich 3 LKWs registriert.
Im Anschluß an die Vorstellung dieser Verkehrsdaten wurde das pro und contra einer Schließung der Ausfahrt engagiert und kontrovers diskutiert. Von Seiten der SPD- Fraktion wurde dabei insbesondere die in der Westerwälder Zeitung veröffentlichte Stellungnahme des Bürgermeisters zu der eigenmächtigen Schließung der Ausfahrt durch die Kreisverwaltung des Westerwälderkreises kritisiert. Dr. Possel-Dölken erläuterte daraufhin, wie sich die rechtliche Situation aus seiner Sicht im Zeitpunkt des Interviews dar stellte.
Intention des Ausschusses war es, eine Lösung herbeizuführen, die möglichst umfassend eine Gefährdung der Benutzer der B 255 bzw. der Goethestraße und eine Belästigung der übrigen Anheger ausschheßt.
Von Seiten der CDU-Fraktion wurde daher beantragt, ein Fachbüro einzuschalten, um Pläne für eine Verbesserung der Verkehrssituation durch die Einrichtung einer Abbie- gespur ausarbeiten zu lassen.
Der Antrag wurde jedoch mit Stimmenmehrheit abgelehnt, da eine Realisierung dieses Vorhabens sehr unwahrscheinlich ist und ein Ausbau außerdem zu einer Zunahme der Fahrzeugbewegungen führen würde.
Letzthch wurde die Verwaltung beauftragt, weitere Gespräche mit dem Westerwaldkreis zu führen und den Ausschuß vom Fortgang der Verhandlungen zu informieren.
2. Bauvoranfragen/Bauanträge
Die vorhegenden Bauvoranfragen bzw. Bauanträge wurden vom Ausschuß beraten und jeweils positiv entschieden, so daß jeweils das für die Baugenehmigung erforderhche Einvernehmen erteilt wurde.
3. Vergabe von Aufträgen
3.1 Sanierung der Stadtmauer
Der Ausschuß beschloß mehrheithch, der Firma Diel, Stahlhofen, den Auftrag für die Sanierung des Mauerwerks der Stadtmauer an der Biergasse zu vergeben. Die Kostenabrechnung wird auf Grundlage des notwendig werdenden Zeit- und Materialaufwandes erfolgen.
3.2 Bau eines Rad- und Gehweges entlang der Alleestraße, Montabaur
Der Ausschuß erteilte dem billigsten Anbieter, der Firma Sauer, Koblenz, den Auftrag für den Bau eines Rad- und Gehweges und die Erneuerung des Straßenbeleuchtungskabels. Die Auftragsvergabe soll jedoch erst dann erfolgen, wenn die Eigentumsverhältnisse geklärt sind. Im Rahmen dieser Arbeiten wird auch gleichzeitig eine Verbesserung der Kanalleitung vorgenommen. Die unumgänghch notwendig werdende Entfernung von Bäumen soh - soweit möghch — durch Neuanpflanzungen aufgefangen werden.
3.3 Sanierung der Giebelwand am Rathaus-Altbau (Nordseite) Der Haupt- und Finanzausschuß beschloß, den Auftrag zur Verfügung von Teilbereichen des Nordgiebels des Rathaus- Altbaues an die Firma Kästner, Rengsdorf, zu vergeben.
3.4 Vergabe eines Ergänzungsauftrages für die Durchführung von Vermessungsarbeiten im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme
Zunächst stimmte der Ausschuß einer Ergänzung der Tagesordnung zu diesem Punkt zu und erteilt den Auftrag zur Erstellung einer Höhenaufnahme rund um den bestehenden Bahnhof an das Vermessungsbüro Neuroth, Montabaur.
Öffentliche Bekanntmachung
Versammlung von Wahlberechtigten für die Ausländerbeiratswahl des Westerwaldkreises am 27.11.1994
Aus dem Arbeitskreis »Ausländer« der Verbandsgemeinde Montabaur hat sich eine Wählergruppe gebildet, die Bewerber
für die Wahl zum Ausländerbeirat des Westerwaldkreises aufstellen möchte.
Die Kandidaten sind in einer Versammlung der wahlberechtigten Ausländerinnen und Ausländer des Westerwaldkreises zu wählen. Zu einer solchen Versammlung werden hiermit alle wahlberechtigten Ausländerinnen und Ausländer zum 27.09.1994, um 18.00 Uhr, ins Haus Mons-Tabor, Koblenzer Straße 1, 56410 Montabaur, eingeladen, gez. Cafer Carpaz, Alleestraße 5, 56410 Montabaur
Stellenausschreibung
Die Verbandsgemeindewerke Montabaur stellen zum nächstmöglichen Termin einen
Ver- und Entsorger oder
Handwerker mit abgeschlossener Ausbildung
möglichst in den Berufen Schlosser, Elektriker oder Installateur
zur selbständigen Wartung und Betreuung von Kläranlagen ein.
Vorausgesetzt werden:
- einschlägige Berufserfahrungen,
— die Fähigkeit zum selbständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten,
- den Besitz des Führerscheins der Klasse III,
— die Bereitschaft zum Wochenenddienst.
Weiterhin wird bei Einstellung eines Handwerkers vorausgesetzt, daß berufsbegleitend eine Qualifizierung zum Klärfacharbeiter erfolgt.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisse) werden bis zum 15. Oktober 1994 erbeten an die
Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur — Personalamt —
Postfach 12 62 56402 Montabaur
Nähere Auskünfte können erfragt werden unter der Rufnummer: 02602/126.161 oder 126.131.
Haben Sie Anzeigenaufträge für eine Chroniktafel erstellt?
Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge!
Im Sommer diesen Jahres ist ein Fachverlag für Historie und Wirtschaft an Unternehmen in der Stadt Montabaur (wahrscheinlich auch in anderen Orten) herangetreten. Dieser Verlag hat unter dem Namen »Gemeinde Montabaur« den Eindruck erweckt, für die Stadt oder mit Unterstützung der Stadt Chroniktafeln anzufertigen, die im Rathaus Montabaur aufgestellt werden sollen.
Ziel des Verlages war es, Gewerbetreibende gegen Entgelt Anzeigenflächen an diesen Chroniktafeln zu verkaufen. Mittlerweile hat sich herausgestellt, daß einzelne Unternehmen die Rechnungsbeiträge in den letzten Monaten zum Teil bereits doppelt abgebucht wurden, ohne daß eine Chroniktafel erstellt bzw. eine Leistung erfolgt ist.
Die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur hat bereits im Mai d. J. dem Fachverlag gegenüber schriftlich mitgeteilt, daß ein Auftrag der Stadt für eine Chroniktafel nicht erteilt worden ist und man sich ferner verbittet, daß bei Gewerbetreibenden der Eindruck erweckt wird, die Stadt bzw. Verbandsgemeinde Montabaursei an dem Vorhaben beteiligt und/oder unterstütze die Angelegenheit.
Es ist nicht auszuschließen, daß bereits mehrere Firmen getäuscht wurden und (doppelt) bezahlt haben, ohne daß eine Leistung erfolgt ist bzw. ein Auftrag der Stadt vorliegt.
Wir bitten-Sie in diesem Falle, sich mit uns in Verbindung zu setzen.
Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Herr Noll, Telefon: 02602/126.111

