Montabaur
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Nr. 37/94
Dr. Possel-Dölken hob hervor, daß der raumordnerische Bescheid nach dem Raumordnungsverfahren, der bereits im März d. J. bekanntgegeben worden war, nach wie vor Grundlage aller Verhandlungen sei. Über den Umweg der Ortgemeinde Heiligenroth hatte er erfahren, daß im Zusammenhang mit Bodenbohrungen Änderungen inder Trassenführung vorgesehen sind. Daraufhin, so betonte der Bürgermeister, habe seitens der Verwaltungsleitung und dem Ortsbürgermeister von Heiligenroth ein gemeinsames Gespräch mit der Neubaustreckenleitung stattgefunden, in dem vom Leiter der Neubaustreckenleitung bestätigt worden war, daß eine Alternative entwickelt wird, einen Streckentunnel südlich von Heiligenroth zu vermeiden. Folge sei, so führte Bürgermeister Dr.
Possel-Dölken fort, daß sowohl die Orts- als auch die.Verbands- gemeinde Protest gegen die beabsichtigte Änderung erhoben haben. Weitere Gespräche mit der Landes- und Bezirksregierung haben dazu beigetragen, das Anhegen der Ortsgemeinde zu unterstützen und an der vorgeschlagenen Tunnellösung festzuhalten.
Abschließend wurde von seiten der CDU-Fraktion der Wunsch an den Bürgermeister herangetragen, diese Auffassung in der nächsten Ratssitzung auch den Vertretern der Presse noch einmal vorzutragen, um den Bestrebungen, wie sie in den letzten Presseveröffentlichungen zum Ausdruck gebracht wurden, vehement entgegenzuwirken.
Urkunde, Wappenschild und Geldprämie für Preisträger
Verbandsgemeindewettbewerb unterstütz privates Engagement
Die Preisträger und ihre meist mit eigenen Händen und viel persönlichem Engagement renovierten Wohngebäude und Hofanlagen standen im Mittelpunkt einer kleinen Feier im Rathaus Montabaur, zu der die »Jury« unter der Leitung von Heinz Reusch, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur, ins Rathaus eingeladen hatte. Die Eigentümer alter erhaltenswerter Gebäude und Hofanlagen in der Verbandsgemeinde Montabaur hatten an dem vom Verbandsgemeinderat Ende 1988 ins Leben gerufenen Wettbewerb zur Gestaltung, Instandhaltung, Pflege und Verschönerung erhaltenswerter Gebäude und Hofanlagen im Jahre 1994 teilgenommen und sich der kritischen Bewertung unterzogen.
6 Bewerber konnten neben Urkunde und Keramikschild Geldpreise entgegennehmen. Zusätzlich vergab die Bewertungskommission einen Sonderpreis. Die Bewertung selbst erfolgte im Punktesystem unter Einbeziehung der Kriterien:
- Gestaltung der Bauwerkfassaden unter Berücksichtigung von Form, Material und Farbgebung,
— Renovierung und Pflege der Bauwerkfassaden,
— Auffrischung alter Inschriften und Blumenschmuck,
- Anpassung der Anwesen an die Umgebung und das Ortsbild.
Den ersten Preis erhielten die Eheleute Heidi und Erich Sabel für die hervorragend und mit hohem persönlichen Einsatz durchgeführte Renovierung der Goldhäuser Mühle in der Gemeinde Ruppach- Goldhausen. Doppelt vergeben wurde von der Bewertungskommission der zweite Preis. Peter-Jürgen Knoll wurde für die Sanierung der Dorfmühle in Niederelbert ausgezeichnet; Klaus-Peter Meuer erhielt den Preis für die Renovierung einer Gebäudegruppe in Heiligenroth. Die Plätze drei bis fünf wurden an Manfred Leonhard für sein Fachwerkhaus in Welschneudorf, an Christian Pickel in Niedererbach und an Manfred Müller in Daubach vergeben. Weitere Preise erhielten Dieter Herz aus Görgeshausen und Tony Christensen aus Heilberscheid. Die Sieger erhielten jeweils zwei Ehrenplaketten der Verbandsgemeinde Montabaur aus Wäller Keramik und Urkunden.
Den diesjährigen Sonderpreis vergab die Jury für die aufwendige Sanierung eines ursprünglich als Westerwälder Bauernhaus genutzten Fachwerkgebäudes in Heilberscheid an Arnold Lupp.
Der Wettbewerb, mit dem die Verbandsgemeinde das Bewußtsein und die Bereitschaft der Bürger für die Instandhaltung, Sanierung und Verschönerung erhaltenswerter Bauten auch durch die Gewährung von Zuschüssen fördert, soll auch in 1995 fortgesetzt werden.
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Sitzung des Stadtrates der Stadt Montabaur am 8. September 1994
Bericht des Bürgermeisters
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erklärte, daß der Verwaltung keine weiteren Informationen zum Thema »Schnellbahn« vorlägen. Das Planfeststellungsverfahren werde voraussichtlich Ende dieses/Anfang nächsten Jahres beginnen.
Der Bürgermeister berichtete, daß er zusammen mit weiteren Vertretern des Stadtrates am 9. September 1994 das Patenschiff »Westerwald« besuchen werde.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken übermittelte dem Rat Grüße aus der Partnerstadt Tonnerre, wo er am letzten Augustwochenende an der Eröffnung der »Foire« teilgenommen habe. Er berichtete, daß die Feierlichkeiten zum 25jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Montabaur und Tonnerre im kommenden Jahr in Tonnerre stattfinden sollen.
Ferner gab Bürgermeister Dr. Possel-Dölken bekannt, daß er von Herrn Mohamed Moshefy die Büste des verstorbenen Bürgermeister Heinrich Roth als Geschenk erhalten habe. Diese sollte in einer Feierstunde an die Hauptschule Heinrich- Roth-Schule Montabaur übergeben werden.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken teilte mit, daß am 24. September 1994,11.00 Uhr, die Einweihung des Kindergartens im Baugebiet »Himmelfeld« stattfinden werde. Verabschiedung ausgeschiedener Ratsmitglieder Bürgermeister Dr. Possel-Dölken verabschiedete die ausgeschiedenen Ratsmitglieder Fritz Schwind und Werner Diel, die beide 15 Jahre lang Mitglied im Stadtrat und verschiedenen
Ausschüssen waren. Er dankte ihnen für die engagierte Mitarbeit und überreichte ein Präsent.
Wahl des Stiftungsausschusses des Hospitalfonds Der Stadtrat wählte aufgrund eines gemeinsamen Wahlvorschlages folgende Personen zu Mitgliedern ünd Stellvertretern des Stiftungsausschusses:
Gruppe Mitglied Stellvertreter(in)
Ratsmitglieder Diehl,
Hildegard Hebgen, Markus
Vetter, Kurt Schwarz, Wiltrud Schweizer,
Paul Heinz Groth, Jürgen sachkundige Schmidt,
Bürgerinnen) Hans-Jürgen Dr. Vogel, Rüdiger Alt, Toni Weber Heidi
bis 31.12.1996: Perez, Renate Storm, Uwe ab 01.01.1997: Wolf, Ursula Klöckner, Horst
Wahlvorschlag
CDU ,
SPD
FWG
Bündnis 90/Grüne B£M
Bei einer Sitzverteilung nach dem Verfahren der mathematischen Proportion war auszulosen, ob die Fraktion »Bündnis 90/ Die Grünen« oder »Bürger für Montabaur« im Stiftungsausschuß mit einem Sitz vertreten sind. Beide Fraktionen verständigten sich darauf, daß in der Mitte der Wahlzeit getauscht werden soll. Wer zuerst im Stiftungsausschuß vertreten sein sollte, darüber sollte das Los entscheiden. Der in der Sitzungspause von Bürgermeister Dr. Possel-Dölken vollzogene Losentscheid ergab, daß zunächst (bis Ende 1996) die Fraktion »Bündnis 90/Die Grünen« mit einem Sitz vertreten ist. Die auf Vorschlag dieser Fraktion als Mitglied und Stellvertreter ge-

