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Montabaur

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Nr. 30/94

Die Verwaltung informiert

Öflhungszeiten der

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur

jeweils vormittags von.8.00 bis 12.00 Uhr

sowie donnerstags von.16.00 bis 18.00 Uhr

Telefonisch erreichen Sie uns zu den o.g. Öffnungszeiten sowie

montags- bis donnerstagsnachmittags

von.14.00 bis 16.00 Uhr

Stellenausschreibung

Die Verbandsgemeinde Monta­baur sucht zum 08.08.1994 für die »Betreuende Grundschule« an der

Grundschule Niederelbert zwei geeignete Personen zur Be­treuung der Schüler..

Aufgabe ist es, eine Gruppe von ca. 13 Schüler während den unterrichtsfreien Zeiten (in der Regel zwischen 07.30 bis 08.00 Uhr und 11.30 bis 13.00 Uhr) zu betreuen. Die Gruppenstärke ist stundenplanbedingt variabel.

Die Gruppe wird von zwei Betreuungspersonen geleitet, die in einem wöchentlichen Wechsel eingesetzt werden. Des­weiteren vertreten sich diese Personen bei evtl. Ausfällen wie z. B. Krankheit, Urlaub, etc.

Vergütet wird die Tätigkeit mit 15, DM pro Stunde.

Gesucht werden Personen, die eine pädagogische Ausbil­dung (z. B. als Erzieherin) haben, aber auch Väter und Mütter, die sich in der Lage sehen, die Kinder gut zu betreuen und pädagogisch geschickt bei Spielen anleiten können.

Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit bei Verei­nen, Kirchen, etc. wären vorteilhaft, sind aber nicht Vor­aussetzung.

Nähere Informationen können beim Schulleiter der Grund­schule Niederelbert, Herrn Jung, Telefon 02602/2929 oder bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Frau Kühlen, 02602/126-107 erfragt werden.

Die Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebens­lauf, evtl. Zeugnisse) sind bis spätestens 29. Juli 1994 an die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, z. H. Frau Kühlen, Konrad-Adenauer-Platz 8, 56410 Montabaur zu richten.

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur - Schulamt

Aus der Sitzung des Arbeitskreises Ausländer vom 5. Juli 1994

Zu der dritten Sitzung des Arbeitskreises Ausländer waren vier ausländische Teilnehmer sowie Mitglieder des Verbands­gemeinderates, Vertreter von Einrichtungen, die mit Auslän­derfragen beschäftigt sind und Vertreter der Verwaltung an­wesend. Den Vorsitz führte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken. Nachdem er die Gesprächsrunde eröffnet und die Anwesenden im Namen der Verwaltung begrüßt hatte, informierte er über die Wahl des Ausländerbeirates in der Stadt Montabaur. Er teilte mit, daß nach den neuen gesetzlichen Vorschriften in Gemeinden, in denen mehr als 1.000 ausländische Einwohner und Einwohnerinnen ihre Hauptwohnung haben, zukünftig ein Ausländerbeirat einzurichten ist. Er informierte darüber, daß die vom Einwohnermeldeamt ermittelte Statistik eine Zahl von 1.180 ausländischen Einwohnern und Einwohnerin­nen ausgewiesen hat und damit ein Ausländerbeirat in der Stadt Montabaur zu bilden ist.

Für den Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur, so erklär­te der Vorsitzende anschließend, liegt die Einrichtung eines Ausländerbeirates im Ermessen des Verbandsgemeinderates. Deshalb muß der derzeit existierende Arbeitskreis Ausländer

auf Verbandsgemeindeebene nicht zwangsläufig fortgeführt werden. Unter Berücksichtigung der relativ geringfügigen Ausländerproblematik, so hob Dr. Possel-Dölken vor, bietet es sich vielmehr an, den derzeit bestehenden Arbeitskreis von Verbandsgemeindeebene auf Stadtebene zu verlagern und in einen Ausländerbeirat umzuwandeln. Nachdem die ausländi­schen Vertreter ihr Einverständnis mit dieser Verfahrenswei­se erklärt hatten, erläuterte der Vorsitzende das für die Wahl im November vorgesehene Verfahren.

Sodann teilte er den Anwesenden mit, daß ein Ausländerbeirat für den Westerwaldkreis zu wählen ist. Er informierte die ausländischen Vertreter darüber, daß die Verbandsgemeinde­verwaltung derzeit Satzungen für die Bildung eines Auslän­derbeirates und die Durchführung der Ausländerbeiratswahl vorbereitet. Es gelte nun, so betonte der Vorsitzende abschlie­ßend, viele Ausländer für eine Teilnahme an der Wahl zu mobilisieren. Denn nach den gesetzlichen Bestimmungen ist der Ausländerbeirat nur dann gewählt, wenn sich an der Wahl mindestens 10 Prozent der wahlberechtigten ausländischen Einwohner beteiligen. Er appellierte an die Anwesenden, sich an der Vorbereitung und Durchführung zu beteiligen und allen Verwandten, Freunden und Nachbarn von der Wahl des Aus­länderbeirates zu erzählen. Die nächste Sitzung des Arbeits­kreise s_Ausländer findet am Dienstag, dem 16. August 1994, statt. ^ ^

Ausländer Beirat

27 . 11.94

IUS ARCHIVI

SM. 11 #

Archiv der Stadt Montabaur

Informationen zu Akten und Urkunden

Die Geschichte des durch die.Gassen Montabaurs fließenden Wassers ist noch nicht ganz beendet. Die 'Krönung' sind die 'Bächelchen', die beidseits der Kirchgasse rannen. Das Wasser wurde wohl vom 'Brandweiher' her durch das Peterstor in Richtung des Steinweg-Eingangs am 'Kleinen Markt' geführt. Ein Foto von 1888 (F. J. Löwenguth 'Montabaur anno dazu­mal') zeigt noch das Rinnsal vor dem Hotel 'Zur Krone'. Frei­burg im Breisgau läßt grüßen!

Martinus Neu, Vikar von St. Anna ab 1772 und 1813 in Montabaur gestorben, berichtet in seiner Chronik von Monta­baur, daß man 1764 in der Kirchgasse den Anfang zum neuen Pflaster gemacht hätte; »die Bach, welche sonsten in einem Strom mitten durch die Kirchgaß floß, wurde in zwei Flüsse geteilt.« Vier Jahre später (1768) stellte sich der Stadtrat gegen einen Wunsch der neu gewählten 'churfürstlichen Durchlaucht' Clemens Wenzeslaus. Der Kurfürst hatte den Auftrag gegeben, Wasser »längs der Kirchhofmauer... auf den Amtsplatz« zu leiten, um »einige churfürstliche Pferde« zu tränken, die dort »auf der Weyde gehen«. Der KirchhofiFriedhof befindet sich zu dieser Zeit bei St. Peter in Ketten und das Amtshaus der kurfürstlichen Zeit im Gebück an der Stelle, wo später das Seminargebäude stand und noch bis heute das unselige land- rätliche Verwaltungsgebäude steht. Neben dem erneuten Ver­lust an Wasser nennt der Stadtrat den Schaden, der durch die Schuljugend an der Kirchhofmauer entstünde, die »umb die Pferde zu sehen«-ständig die Mauer erstiege. Die Schuljugend aber war zu dieser Zeit in Gebäuden der 'Oberen Kirchgasse' in der Nähe des Peterstores zu Hause.

Durch Foto, Chronik und Akten ist also bezeugt, daß offenes Wasser durch die Hauptstraße der Stadt floß. Woher nun aber wurde der Brandweiher gespeist? Ein Hauptplan des Quell-