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Montabaur

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Nr. 25/94

meister Walter Hümmerich für den Ortsgemeinderat Eitel­born an.

Risiko vermeiden - Schaden verhüten - Hilfe ermöglichen

Ein gestellter Mofa-Unfall unter Berücksichtigung von fal­schem Überholen, Trunkenheit am Steuer sowie fahrlässiger Körperverletzung wurde unter Gesamtleitung der Modellver­fasser Karl Vater und Kurt Feilen auf dem Schulhof der Hauptschule in Nentershausen demonstriert.

Klar gegliedert waren die Einzelphasen der Hilfeleistung nach Unfan unter Mitwirkung der Polizei und des Rettungsdienstes des DRK.

Die Vorführung forderte volle Aufmerksamkeit der Schüler - sie wurde erläutert von Pol.-Hauptkommissar Mang, Dr. med. Schlaudt, DRK-Ausbilder Singer sowie dem Rektor der Haupt­schule Vogel.

Auf diese Weise wurden die Schüler auf Aspekte im Straßen­verkehr aufmerksam gemacht, die ihnen bisher kaum oder nicht bekannt waren. Die Demonstration führte das Unfallge­schehen greifbar vor Augen und Heß nachfolgende Vorgänge und Maßnahmen deutlich miterleben - damit wurden theore­tische Kenntnisse in WirkHchkeit mit- und nachvollziehbar. In den nachfolgenden Informationsstunden griffen die Refe­renten Aspekte der praktischen Darstellung auf und machten sie zum Gegenstand ihrer Fachinformation und ihres Gesprä­ches. Sechs Referenten zeigten Wege, mit den Fehlern und Schwächen der anderen Verkehrsteilnehmer zu rechnen, da­mit umzugehen und eigenes Verhalten zu organisieren. Hierzu halfen die vielfach gegebenen eindrucksvollen Beispie­le. Besondere Aufmerksamkeit und großes Interesse erfuhr das Referat von Herrn Prof. Dr. Wiegner vom TÜV Rheinland zum Thema »Frisieren von Kraftfahrzeugen«. Verkehrswirkhchkeit und Erfahrung forderten mehr denn je eine Auseinandersetzung, da jeder Dritte der verunglückten

Mofafahrer mit einem veränderten, frisierten Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehme.

Dank der Unterstützung des Sponsors Kreissparkasse Wester- wald konnte der stellv. Vorsitzende der Bezirksverkehrswacht, Karl Vater zur Freude der Schüler ein neues Mofa mit Helm und Handschuhen für den aktiven Mofa-Unterricht überge­ben.

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Die abschließende Gesprächsrunde mit Gästen, Lehrern und Mitwirkenden ergab die uneingeschränkte Befürwortung die­ser beispielhaften Veranstaltung der Bezirksverkehrswacht. An der Veranstaltung nahmen neben den Beteüigten an der Modellvorführung .auch Verbandsbürgermeister Dr. Possel- Dölken, Konrektor Wagner, Beauftragter für Verkehrserzie­hung an der Schule und Marktbereichsdirektor Werner Normann von der Kreissparkasse Westerwald teil.

Die Klasse 3 a der Grundschule Ruppach-Goldhausen ist Sieger bei den Waldjugendspielen 1994

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Etwa 700 Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen nahmen an den vom Forst- amt Neuhäusel organisierten Waldjugend- spielen in Ransbach-Baumbach teil. Die Kinder mußten verschiedene Fragen zum Thema Wald und Flur beantworten und die unterschiedhchsten Aufgaben lösen.

So sollten z. B. Pilze, Greifvögel und Baum­arten benannt oder Geweihe erkannt wer­den. Da waren Tiere vom Hochsitz aus zu erkennen.

Beim Holzstoß-Umstapeln, Holzsägen, Zapfenwerfen und Baumscheibenspiel war Schnelligkeit gefragt, die von der Klasse 3 a hervorragend bewältigt wurden.

Die Sieger erhielten 200 DM für die Klas­senkasse und eine Fahrt mit dem Oldie- Bus der KEVAG in den Eifelpark.

Auf den weiteren Plätzen folgten die Grund­schule Niederelbert, die Klasse 3 c der Joseph-Kehrein-Schule Montabaur und die Klasse 3 b der Grundschule Ruppach-Gold­hausen.

Die Preise für die Schüler wurden von der Kreissparkasse Westerwald und der Nassauischen Sparkasse.zur Verfügung gestellt.

Natur & Umwelt tnfo

Die Haustaube

Städte mögen von Smog, wachsendem Verkehr und tosendem Lärm geplagt sein, sie mögen geradezu le­bensfeindlich wirken, dennoch ziehen einige Tiere das Häusermeer dem ursprünglichen Wohnort vor: verwil­derte Haustauben zum Beispiel, die Nachfahren der wilden Felsentaube. Die Brutplätze an Steilufern, in Höhlen und Felswänden haben Haustauben gegen Sim­se, Stuckfassaden und Dachrinnen, eingetauscht. Tauben stellen keine großen Ansprüche an den Nestbau. Ein

paar Halme und Zweige finden sie überall, um daraus den flachen Haufen aufzuschich­ten, der in ihren Kreisen das Nest darstellt. Taubeneltern brüten zweieinhalb Wochen im Schichtdienst. Der Nachwuchs erin­nert eher an Greise als an Jungvögel. Die noch bhnden Jungen, mit schütterem Dunenbesatz, könnten ohne die Wärme ihrer Eltern ihre Körpertemperatur nicht halten. Gefüttert werden sie Zeichnung: J. Markusch während der ersten zehn Tage mit Kropfmilch. Das ist eine nahrhafte Masse die, von einem Milchbildungshormon angeregt, im Kropf der Taube abgesondert wird. Erst später füttern die Eltern Vorgeweichtes. Nach etwa einem Monat sind die Jungen flügge.

Tauben in der Stadt

Während die wilde Felsentaube dem Wanderfalken in waghal­sigen Flugmanövern mit Geschwindigkeiten von über 185