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Montabaur

Schreibungen mit Nachrangabrede, die von der Volksbank noch im Mai '93 aufgelegt wurden, sind mit 7 Prozent Nominal­verzinsung ein sicheres Zinspolster für die Zeichner.

Dem positiven Geschäftsverlauf auch im Dienstleistungsge- ;schäfb entsprach ein »erfreuliches Provisions-Ergebnis«. Stark [geprägt war dieser Bereich durch erhebliche Steigerungsraten im Immobilien-, Vermittlungs- und Wertpapiergeschäft. Das Kursfeuerwerk an den deutschen Börsen mit über 40 Prozent Index-Anstieg haben die Anlageberater der Volksbank für gezielte Kaufempfehlungen genutzt und damit viele Aktien­käufer an diesen Steigerungen teilhaben lassen.

Absolute Renner, insbesondere in den letzten beiden Monaten, waren jedoch die steuersparenden Anlagen, der geschlossene Immobilienfonds. Die Sonderabschreibungen im Osten Deutsch­lands wurden damit voll ausgeschöpft, was vielen Anlegern zu erheblichen Steuervorteilen verholten hat.

Sehr erfreulich war auch die Entwicklung im Auslandsge­schäft, wo die Volksbank immer mehr zum geschätzten Part­ner ihrer Firmenkunden wird. Ein neues Zahlungssystem, TIPANET genannt, das den Kunden enorme Kostenvorteile bringt, ist neben der engagierten und fachmännischen Bera­tung mit ein Grund für diese Entwicklung.

Nahezu weitere 600 Kunden haben sich im vergangenen Jahr für eine Kapitalbeteiligung an ihrer Volksbank entschieden. Somit wird die Bank nun von insgesamt über 8.000 Teilhabern mit über 35.000 Anteilen getragen, die auch für 1993, vorbe­haltlich der Zustimmung der Generalversammlung, wieder mit einer Dividende in Höhe von 10,15 Prozent (incl. Körper­schaftssteuer-Guthaben) rechnen dürfen.

Für 1994 ist Hoher, trotz der zunächst noch anhaltenden rezessiven Wirtschaftsentwicklung und ungelöster Struktur­probleme verhalten optimistisch. Hauptsorge bereitet ihm primär die hohe Arbeitslosenquote, Tendenz weiter steigend, die auch mehr und mehr unseren Westerwälder Wirtschafts­raum erfaßt.

Die Volksbank rechnet deshalb für 1994 mit etwas geringeren Steigerungsraten in den einzelnen Geschäftssparten als im abgelaufenen Jahr '93.

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Informationsbeschaffimgüber die Grenzen hinweg ist oft noch Neuland

Unter dem Motto »Wirtschaftspartner Frankreich« stand die von der EG-Beratungsstelle der S-Finanzgruppe Rheinland- Pfalz durchgeführte Firmenkundenveranstaltung in Schloß Waldthausen bei Mainz. Der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Rheinland-Pfalz, Karl-Adolf Orth, konnte viele Gäste aus der heimischen Wirtschaft begrüßen. In seiner Eröffnungsrede. stellte er heraus, daß die Unternehmen ein Höchstmaß an Informationen benötigen, um die Risiken im europäischen Binnenmarkt erkennen und ihre Chancen nut­zen zu können, die mit dem Abbau der Handelsschranken entstünden. Detaillierte Kenntnisse über ausländische Märk­te, Konkurrenten und mögliche Kooperationspartner seien bisher eher ein Privileg von Großunternehmen. Orth: »Für mittelständische Unternehmen ist die Informationsbeschaf­fung über die Grenzen hinweg auch heute vielfach noch Neu­land. Sie ist im Alleingang nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand möglich und kann deshalb zu einer Marktbar­riere werden - einer Barriere, die in krassem Gegensatz zu dem Geist und den Zielen des Binnenmarktes steht.« Mitttelständische Unternehmen, die den französischen oder andere europäische Märkte erschließen wollen, können auf die Dienste der EURO-SOFAC zurückgreifen. Sie ist eine im Jahre 1984 gegründete Außenhandels- und Dienstleistungsgesell­schaft. Ursprünglich zu 100 Prozent einen Tochtergesellschaft der Banque Franco-Allemande (BFA), gehört die EURO-SOFAC heute dem französischen Sparkassenverband (35 Prozent), der BFA (33,4 Prozent), dem Rheinischen-Sparkassen- und Giro­verband (11,6 Prozent) und den Verbänden der italienischen sowie der belgischen Sparkassen (jeweils 10 Prozent). Einen Überblick über die Dienstleistungen der Gesellschaft gaben Bernard Bischoff, Directeur General Unique der EURO-SOFAC und Dipl. Oec. Cuno Güttler, Europa-Referent des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes. Als Schwerpunkte der Pro­duktpalette nannte Bischoff die Markterschließung, die Fis­kalvertretung und das Firmenmanagement. Der Markter­schließung sei die Marktanalyse vorgeschaltet. Informationen unter anderem über Preise, Qualität, Distributionskanäle, Hauptkonkurrenten etc. seien für die Entwicklung einer eige­nen Marktstrategie unabdingbar. Fachmessen und Ausstel­lungen böten eine erste Gelegenheit, die eigenen Produkte auf dem Markt zu präsentieren.

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Mit der Suche nach Handelsvertretern oder Kooperationspart­nern begänne dann die eigentliche Vermarktungsphase. Diese Komponenten - Informationsbeschaffung, Hilfe bei der Organi­sation von Ausstellungen sowie Personalrekrutierung - seien Schwerpunkte des Markterschließungs-Services der EURO- SOFAC. Wenn ein Exporteur seine Ausfuhren nicht über eine feste Niederlassung im Bestimmungsland abwickele, aber seine Rechnung mit der örtlichen Mehrwertsteuer ausstellen wolle, benötige er in Frankreich einen Fiskalvertreter. Die Fiskalvertretung habe den Vorteil, daß das Unternehmen seine Waren unter den gleichen Bedingungen wie die ortsan­sässigen Konkurrenten verkaufen könne. Gerade in Zusam­menhang mit den komplizierten Verkaufsformalitäten könn­ten die Vorteile einer Fiskalvertretung nach Ansicht von Bischoff nicht hoch genug eingeschätzt werden: »Im härter werdenden europäischen Wettbewerb spielen nicht nur der Preis und die Qualität eine Rolle, wichtig ist für die Kunden auch die Be­quemlichkeit bei der Abwicklung der Transaktion.« Habe die Geschäftstätigkeit einen gewissen Umfang erreicht oder sprä­chen strategische Gründe dafür, stelle sich die Frage nach der Gründung einer eigenen Niederlassung. In diesem Zusam­menhang müsse über die geeignete Rechtsform, die Domizilie­rung und die administrative Abwicklung entschieden werden. Das Produkt Firmenmanagement der EURO-SOFAC gäbe hierauf Antwort. Die Unternehmensanalyse münde in den Vorschlag einer bestimmten Untemehmensform (GmbH oder AG). Sämtliche Formalitäten, beispielsweise die Ausarbeitung der Satzung oder die Eintragung in Handelsregister, werden von der EURO-SOFAC in Zusammenarbeit mit einem Rechts­anwalt erledigt. Für Bischoff habe die bisherige Praxis unter­strichen, daß »die Leistungspalette der EURO-SOFAC exakt auf die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmens­kundschaft der Sparkassen ausgerichtet ist. Der Service er­möglicht deutschen Unternehmen eine hohe strategische Fle­xibilität und begrenzt gleichzeitig ihr unternehmerisches Risi­ko, das mit einer Expansion ins Ausland verbunden ist.«

Als weiterer Referent beleuchtete Giselher Schlebusch, Leiter des Referates Steuern der Deutsch-Französischen Handels­kammer in Paris die deutsch-französischen Handelsbeziehun­gen unter den Aspekten Wirtschaftslage in Frankreich, franzö­sische-Steuersysteme und Technik des innergemeinschaftli­chen Handels.

Wie Präsident Orth weiter ausführte, habe der Verband vor mehr als zwei Jahren zusammen mit der Landesbank Rhein­land-Pfalz eine EG-Beratungsstelle errichtet. Sie sei als eine regionale Anlaufstelle konzipiert, die insbesondere mit der zentralen EG-Beratungsstelle der Deutschen Sparkassenor­ganisation in Bonn zusammenarbeite. Beratung aus einer Hand hieße die Devise. Informationen zum europäischen Bin­nenmarkt würden mit Hilfe modernster Technologie, wie bei­spielsweise EG-Datenbanken, gesammelt, gebündelt und ge­zielt weitergeleitet. Die Beratungsstelle halte schwerpunkt­mäßig Informationen zu folgenden Themen vor:

- öffentliche Förderprogramme aus EG-Mitteln und aus na­tionalen Quellen,

- Vertriebs- und Kooperationspartner im Ausland, öffentliche Ausschreibungen in der EG,

EG-Richtlinien zu ausgewählten Branchen,

Länder- und Branchenportraits.

Nähere Auskünfte zur Veranstaltung erteilt die EG-Bera­tungsstelle der S-Finanzgruppe Rheinland-Pfalz in Mainz im Hause der Landesbank Rheinland-Pfalz, Tel. 06131/13-3408.

Deutscher Alpenverein - Sektion Koblenz Termine im Februar 1994 . Wanderprogramm

des Deutschen Alp envereins - Sektion Koblenz -- Donnerstag, 17. Februar 1994

Wanderung Horchheimer Höhe nach Lahnstein, Wanderfüh­rer H. Schubert, Telefon 0261/74714, Abfahrt 11.10 Uhr vom Zentralplatz mit KEVAG Linie 6 A

Sonntag, 20. Februar 1994

Wanderung Altwied - Laubachsmühle - Fockenbachtal -

Verscheid - Waldbreitbach, Wanderführer E. Dutz, Telefon

02638/1357, Abfahrt Koblenz Busbahnhof ab 09.30 Uhr mit

Fahrgemeinschaften

Sonstige Aktivitäten

Sonntag, 6. Februar 1994

Dianachmittag von Mitgliedern für Mitglieder, ab 14.30 Uhr in der Koblenzer Hütte in Ehrenbreitstein, Kolonnenweg 7, An­meldungen bei M. Patzak, Telefon 0261/46567 Dia-Vortrag

des Deutschen Alpenvereins - Sektion Koblenz, Dienstag, 22.