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Montabaur

»Ostdeutsche Produkte haben hinsichtlich ihrer Qualität und Aufmachung das Niveau westlicher Erzeugnisse erreicht.« Doch einen Wermutstropfen konnte er auch den Herstellern von Nahrungsmitteln aus den neuen Bundesländern nicht

ersparen. Borchert: »Leider läßt die Präsenz ostdeutscher »Produkte in den westdeutschen Regalen noch zu wünschen übrig. Hierbei bedarf es noch großer Anstrengungen, um ost- I!deutsche Nahrungsmittel in den Läden der Handelsketten im

alten Bundesgebiet zu etablieren...«

1 Und weil in diesem Punkt auch der Zeitfaktorkeine unwesent- jliche Rolle spielt, initiierte Minister Borchert, daß im Bundes- haushalt 1993 drei Millionen Mark bereitgestellt wurden, um

durch die CMA geeignete Marketingmaßnahmen einleiten zu lassen, die die Chancen ostdeutscher Produkte auf dem west- I liehen Markt vergrößern. Sogar ein Schlagwort gibt es schon für diese Aktion: »Einkaufsoffensive Ost«.

I Unnauer Patenschaft zur Unterstützung I krebskranker Kinder und Jugendlicher

I Eine sehr schöne, vorweihnachtliche Überraschung erlebten I einige Mitglieder der Unnauer Patenschaft in Niederelbert. 1 Dort traf man sich zur Spendenübergabe des 3. Almabtriebes 1 zugunsten der Unnauer Patenschaft.

I Aller guten Dinge sind drei, meinte die »Goldene 7« und I organisierte zum dritten Mal einen Almabtrieb mit geliehenen I Kühen von der »Hähnschen-Alm« durch die Ost-Garten-Kirch- I Straße ins Elberttal zum Rathausplatz. Da dieser Almabtrieb I nach 1990 und 1991 nun schon bekannt war, hatte man sich 1 1993 auch wieder viel vorgenommen.

1 Zu dieser Gaudi konnten verpflichtet werden:

I - die Blaßkapelle des DRK aus Daubach 1 - die Blaßkapelle aus Salz 1 - die Tanzgruppe aus Kadenbach I - die Tanzgruppe aus Gackenbach I - das Rundfunkprogramm von RPR I - das Fernseh-Team des Südwestfunk I - die Alphornbläsergruppe »Kroppacher Schweiz« aus I Marzhausen

1 - eine Kunststoffkuh der Schwälbchen Molkerei Bad-Schwal- I bach

I - und eine Trachtengruppe aus Heuthen, der Partnerge- I meinde der Gemeinde Niederelbert.

I Leider spielte das Wetter nicht mit, denn es war naß-kalt und I regnete während des Abtriebes meistens. Dadurch war zwar I der Verkauf an alkoholischen Getränken mager, dafür aber die I Spendenbereitschaft der Besucher, Unternehmen aus Nieder- I elbert, Besucher aus dem Ort und aus den Nachbargemeinden I umso größer.

Der Almabtrieb in Niederelbert hat inzwischen einen solchen Stellenwert, daß viele Einwohner spontan zur Mitarbeit an i diesem Fest bereit waren. Ein großes Lob an Gertrud Roth für den Schmuck der Kühe, den Turner-Frauen für den Verkauf von Kaffee und Kuchen, sowie der Wurstbudenmannschaft j und den Bedienungen. In der Spitzenzeit des Festes sind ca. 40 ) bis 50 Personen im Einsatz, die Bauern stellen ihre Kühe | uneigennützig zur Verfügung und übernehmen die Betreuung.

( Der Erfolg des Festes allerdings zeigt wohl, daß alle Arbeit und i Mühen nicht umsonst waren, denn es konnten insgesamt 16.200,- DM als Reinerlös an die Unnauer Patenschaft über­geben werden. Diese Summe wurde noch durch eine großzügige Spende des Gewinnsparvereins der Sparda-Bank in Mainz in | Höhe von 3.000,- DM erweitert, sodaß Manfred Franz als Vorsitzender der Unnauer Patenschaft, mit fast 20.000,- DM | Niederelbert wieder verließ. Mit den Erlösen aus 1990 und 1991 ergibt sich so eine Spendensumme von annähernd 50.000,- DM!! Ein Riesenerfolg, den die »Goldene 7« zugunsten der Unnauer Patenschaft zur Unterstützung krebskranker Kinder und Jugendlicher erzielt hat.

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j LBS-Studie »Altersgerechtes Wohnen

in Rheinland-Pfalz«

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Nr. 1/94

»Alarmierend und damit hoffentlich mobilisierend« wertet das Vorstandsmitglied der LandesbankRheinland-Pfalz, Hermann- Josef Bungarten, die Ergebnisse einer Studie über »Altersgerechtes Wohnen in Rheinland-Pfalz«, die von der LBS Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben und gestern über 400 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Finanzgewerbe und aus sozialen Organisationen bei einer Veranstaltung in Mainz vor gestellt wurde.

Die Studie, die von dem renommierten Bonner Forschungsin­stitut empirica erstellt wurde, konnte auf der Basis einer vorausgegangenen bundesweiten Erhebung zum gleichen The­ma auch in Rheinland-Pfalz durchgeführt werden. Die Ergeb­nisse sind besorgniserregend: Die künftige Altersstruktur in Rheinland-Pfalz führt zu allgemeinen Engpässen auf dem Wohnungsmarkt, konventionelle Alternativ-Angebote zur an­gestammten Wohnung sind häufig nicht bedarfsgerecht und innovative Lösungen durch die Kombination von Wohn- und Serviceangeboten sind kaum vorhanden.

Im Jahre 2030 ist jeder dritte Rheinland-Pfälzer 60 Jahre und älter

»Zunehmende Probleme für das Wohnen und die Vorsorge im Alter« prognostiziert die Studie »aufgrund der rheinland-pfäl­zischen Alterspyramide«. Bereits heute hat das Bundesland nach den Stadtstaaten Bremen und Hamburg die dritthöchste Zahl an über 59jährigen. Bis zum Jahr 2030 wird diese Alters­gruppe jeden dritten Einwohner in Rheinland-Pfalz stellen. Bis zum gleichen Zeitraum wird die Zahl der über 70jährigen überproportional ansteigen mit einem Zuwachs, der um 50 Prozent höher sein wird, als bei den 69- bis 70jährigen.

Diese Altersverschiebung führt - so die Studie - zu »Engpässen auf dem Wohnungsmarkt in Rheinland-Pfalz« durch einen drastischen Anstieg der Wohnungsnachfrage.

Verschiebung der Altersstruktur in Rheinland-Pfalz 1990-2030

unter 20 Jahre

1990

2030

Quelle Suiinkte Buodwot

o LBS Rbeiutatf-P&tt 093

Dabei wird dieses Problem noch kumuliert: Eine »hohe Expan­sion der Wohnflächennachfrage durch jüngere Haushalte« geht einher mit einem gleichzeitig erhöhten Wohnflächenver­brauch bei älteren Haushalten. Der Grund: Auch wenn die' Kinder ausgezogen sind, bleiben ältere Bürger in der an­gestammten Wohnung. Rheinland-Pfalz hat die größte Steige­rungsrate aller Bundesländer bei der Wohnflächenversorgung. Die über 59jährigen liegen dabei noch mit fast 44 qm Wohnflä­che pro Person um 6 qm über der gesamten rheinland-pfälzi­schen Bevölkerung.

zeigt große Probleme in der Zukunft:

Zunehmender Bedarf

aber wenig Lösungsansätze für das Wohnen im Alter

»Zunehmende Probleme für das Wohnen und die Vor- | sorge im Alter« durch die Altersentwicklung/Engpässe i auf dem Wohnungsmarkt nehmen weiter zu/Die kon- J ventionellen Alternativen zur angestammten Wohnung j sind häufig nicht bedarfsgerecht/Es fehlt an altenge- I rechten Wohnanlagen mit flankierenden Serviceange- ! boten

Eine Modellrechnung zeigt: In zehn Jahren knapp 16 Mio qm mehr Wohnflächenbedarf für Ältere Bei der zunehmenden Anzahl der älteren Menschen und der gleichzeitig zunehmenden Wohnflächenbeanspruchung im Al­ter ergibt eine Modellrechnung, daß die Gruppe der über 59jährigen in den nächsten zehn Jahren eine rund 15,7 Mio qm größere Wohnfläche beansprucht. Dies entspricht ungefähr 166.000 Wohnungen.

Schon aufgrund dieser Zahl - so die Studie - stoße das in Rheinland-Pfalz dominante Verhalten »Weiterleben wie bis­her« an Grenzen. Heute würden nur rund 4 Prozent der über