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Montabaur

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Nr. 1/94

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Ältester Münzfund in Montabaur

Volksbank ermöglicht Präsentation für die Öffentlichkeit

Hans Jürgen Höher, Vorstandssprecher der Volksbank Montabaur-Wallmerod (links) nimmt von Heinz Hahn, Rektor im Ruhestand, den Münzfund entgegen. Im Hintergrund der Wolfsturm in Montabaur, in dessen Umgebung sämtliche Münzen gefunden wurden.

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Das Auffinden von alten Münzen hat seit jeher alle Beteiligten mit Spannung erfüllt. Nicht umsonst sind in vielen Regionen Schatzsagen entstanden und werden bis an den heutigen Tag vermittelt.

Im Umfeld des Montabaurer Wolfsturms sind 13 Münzen gefunden worden, 11 davon in Talergröße und zwei halbe silberne Ecus mit dem Brustbild König Ludwig des XIV. von Frankreich (1643 bis 1715). Es handelt sich hier um den ältesten Münzfund in Montabaur. Die meisten Münzen stam­men aus dem 17. Jahrhundert und sind in den Münzstätten des habsburgischen Kaiserhauses und seiner Tiroler Nebenlinie geprägt worden: Kuttenberg in Böhmen, Ensisheim im Elsaß, Hall in Tirol und Kremnitz in Ungarn. Die jüngste Münze stammt von Erzbischof Guidobald von Tun und Hohenstein (1654 bis 1668) und die älteste vermutlich von Erzherzog Ferdinand aus Österreich (1564 bis 1595).

Die Münzen vom Wolfsturm lassen auf einen bewußt angeleg­ten Sparschatz schließen, der von seinem ursprünglichen Ei­gentümer nicht wieder aus dem Versteck hervorgeholt worden ist.

Die Sicherung der Fundmünzen verdanken wir heute Heinz Hahn, Rektor im Ruhestand, der sich um die "Bewahrung einheimischer Fundmünzen schon wiederholt verdient ge­macht hat.

Dem Wunsch von Herrn Hahn folgend, diese Münzen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, war die Volksbank Mon­tabaur-Wallmerod gerne bereit, den Münzfund anzukaufen

und durch einen Numismatiker aufarbeiten zu lassen. Martin Fornek aus Koblenz ist es ausgezeichnet gelungen, die genaue Herkunft und das Alter der Münzen herauszufinden.

Für Interessierte ist der Münzfund z. Z. in der Schalterhalle der Volksbank in Montabaur ausgestellt, wobei auch in einem entsprechenden Aufsatz von Herrn Fornek die gesamte Ge­schichte des Fundes dokumentiert ist.

Nach der Ausstellung in der Volksbank wird die Volksbank Montabaur-Wallmerod diesen Münzfund dem Heimatmuse­um in Hachenburg als Leihgabe zur Verfügung stellen.

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Volksbank Montabaur-Wallmerod fordert Mutter-Kind-Turnen in Nomborn

Eine stattliche Anzahl von Kindern und Müttern turnt regelmäßig montags in Nomborn im Rahmen des Mutter-Kind-Turnens. Heinz-Peter Weidenfetter, Marketingleiter der Volksbank Montabaur-Wallmerod (hinten links), überbrachte die Spende an die Verantwortlichen, Frau Roswitha Burkard aus Görgeshausen und Peter Oeske, 1. Vorsitzender des VfR Nomborn.

Grund zur Freude hatten jetzt viele Mütter von Kleinkindern in Nomborn. Auf Initiative des Sportvereins VfR Nomborn wurde in Nomborn eine Mutter-Kind-Turngruppe unter der Leitung von Roswitha Burkard aus Görgeshausen eingerich­tet.

Mit der Gründung der Gruppe jedoch war es nicht getan. Zwar war die Raumfrage schnell geklärt, indem die Gemeinde einen Raum in der ehemaligen Schule zur Verfügung stellt, doch mußten etliche Turngeräte für die Kleinen angeschaffi wer­den. Nachdem feststand, daß zunächst eine Gymnastikbank, entsprechende Turnmatten und ein Spielfallschirm benötigt werden, fanden die Verantwortlichen des VfR Nomborn in der Volksbank Montabaur-Wallmerod auch schnell einen Sponsor, der bereit war, das ganze finanziell zu unterstützen.

Gerade Jugendarbeit in Vereinen zu unterstützen, ist eines der Hauptsponsoringziele der Volksbank Montabaur-Wallmerod, so Marketingleiter Heinz-Peter Weidenfeller, bei der Spenden­übergabe.

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Ausgezeichnete neue Länder:

Minister Borchert:

Niveau westlicher Erzeugnisse erreicht

Nahrungsmittel aus den neuen Bundesländern sind auf dem Markt eindeutig im Vormarsch. Jochen Borchert, Bundesmini­ster für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, erklärt so­gar: »Die ostdeutsche Ernährungswirtschaft ist dank neuer Ausrüstungen und des unternehmerischen Ideenreichtums auf dem Wege, einer der modernsten und leistungsfähigsten im gemeinsamen Binnenmarkt zu werden...«

Solch Lob und Zuversicht wurde zu einem besonderen Termin verteilt: Bei der Verleihung des »Goldenen CMA-Gütezeichen- Bandes« in Bonn schnitten Produkte aus dem Osten Deutsch­lands hervorragend ab. Schon heute tragen in den neuen Bundesländern über 1.800 Erzeugnisse von 476 Firmen dieses Gütezeichen - und die Tendenz ist steigend. Fortschritte bei der Qualität des Produkts, bei der Sortimentvielfalt und der Ver­packungsgestaltung. Minister Borchert: »Die strukturellen Voraussetzungen sind auch für eine wettbewerbsfähige Wei­terentwicklung der Betriebe im EG-Vergleich günstig.«

Das Lob kam sogar noch dicker. Minister Jochen Borchert: