Montabaur
Nr. 39/93
JE
Neubau einer Phosphatliminationsanlage in der Kläranlage Montabaur
Nachdem sich das Verfahren für die Behandlung des Abwassers mit Eisen-III-Chlorid bewährt hat, soll nunmehr durch den Einbau eines entsprechenden größeren Tankes und der Dosieranlage ein noch wirtschaftlicheres Verfahren ermöglicht werden. Die Einrichtung ist so ausgelegt, daß sie auch bei der ersten Ausbaustufe verwendet werden kann. Auftragssumme: 124.000,- DM
Die Vergabe erfolgte an die mindestbietende Firma.
Nitrifikationsanlagen in Nentershausen und Niedererbach
Neben der mechanisch-biologischen Reinigung wurde als »Pilotprojekt« eine Nitrifikationsstufe für eine weitergehende Abwasserreinigung gebaut. Die eingebaute Nitrifikationsanlage erbrachte zwar eine Teilreinigung, nicht jedoch den vertraglich geforderten Wert. Aus diesem Grund war zu entscheiden, ob eine weiterentwickelte Anlage für mehrere hunderttausend Mark eingebaut wird oder eine Erstattung des Kaufpreises verlangt wird.
Da die Werte der Einleiterlaubnis eingehalten werden und die Anlage in den sonstigen Teilen gut arbeitet, entschied sich der Werksausschuß für die Rückerstattung des Kaufpreises. Das gleiche gilt für die Anlage in Niedererbach.
Anschlußmöglichkeit von Hübingen und Dies an die neu zu errichtende Kläranlage im Gelbachtal Nach dem Abwasserbeseitigungskonzept sollen für die Gemeinden Hübingen und Dies eigene Kläranlagen gebaut werden, weil dies nach den gegenwärtigen Erkenntnissen kostengünstiger ist. Auftragsgemäß hat das Ingenieurbüro untersucht, wie hoch die Kosten sind, wenn Hübingen und Daubach an die gemeinsame Gruppenkläranlage im Gelbachtal angeschlossen werden. Die Kostenberechnung ergab, daß für den Anschluß von Hübingen und Dies an die vorgesehene Kläranlage unterhalb von Giershausen mit dem zu bauenden Regenüberlaufbauwerk in Hübingen, dem Pipeline-Kanal, der Pumpstation in Dies, der Druckleitung von Dies bis zum Standort der Kläranlage und der entsprechenden größeren Kostenbeteiligung an der Anlage im Gelbachtal mit Aufwendungen von ca. 3.950.000,- DM zu rechnen ist, so daß diese Überlegung ausscheidet.
Kanalerneuerungsmaßnahme in der Bahnhofstraße in Niedererbach
Durch den Neuausbau der Mittelstraße einschließlich der Kanalisation und dem Anschluß der Gartenstraße war es mehrfach zu Überschwemmungen und Rückstauungen in Kellern gekommen. Eine Beseitigung dieses Zustandes war nur möglich, wenn in der Bahnhofstraße in einem Teilstück der Kanal erneuert wird. Aus diesem Grunde wurden Verhandlungen über den gemeinsamen Ausbau aufgenommen, weil beim Ausbau der Bahnhofstraße (Kreisstraße) die ca. 30 Jahre alten Straßenkanalrohre nicht erneuert worden waren. Das Straßenbauamt und der Kreis lehnten jedoch zu diesem Zeitpunkt einen gemeinsamen Ausbau ab. Daher entschied das Verbandsgemeindewerk, den Ausbau durchzuführen und die Kosten allein zu tragen, obwohl mit 91.000,- DM für nur 65 m Länge ein außerordentlich hoher Aufwand anfiel.
Im Abschnitt zwischen der Einmündung der Mittelstraße in die Bahnhofstraße und der Steinstraße wurden drei Verbesserungen vorgesehen:
- es wurde ein neues Schachtbauwerk angeordnet, damit die Wassermengen in Fließrichtung besser ablaufen, es wurde die Bahnhofstraße aus Richtung Bürgerhalle neu angebunden, damit ein Abdrücken vermieden wird, es wurde eine neue 800 0 Leitung verlegt.
Bei dieser Entscheidung verbleibt es auch nach nochmaliger Beratung im Werksausschuß, weil
a) keine der Verbesserungen zurückgenommen werden und
b) ab Steinstraße ein Kanal mit einem Eilprofil von 500 mm Breite und 750 mm Höhe vorhanden ist, der mit den verbesserten Anschlüssen eine mehr als doppelt so hohe Abflußleitung erbringt wie die alte 500 0 Leitung.
Die Weiterführung auf den nächsten 70 m hätten noch einmal 100.000,- DM an Kosten verursacht, die wir allein zu tragen gehabt hätten.
Sobald der Kreis die K 161 unterhalb der Einmündung der Steinstraße ausbaut, werden auch die Verbandsgemeindewerke die vorhandene Kanalisation erneuern.
Im übrigen muß darauf verwiesen werden, daß jeder Grundstückseigentümer sein Haus gegen Rückstau von Abwasser aus dem Entwässerungsnetz durch den Einbau einer Rückstauklappe zu schützen hat.
Wasserqualität auf der Montabaurer Höhe Ausgelöst durch zwei Zeitungsberichte war eine Diskussion um die Qualität des Wassers entstanden, weil in diesem Bericht der Pfälzer Wald, Teile des Hunsrückes und die Montabaurer Höhe benannt worden waren. Es erfolgte ein Hinweis, daß Quellen in diesem Gebiet geschlossen worden wären und teilweise die Meßwerte überschritten würden. Durch einen umfänglichen Bericht konnte klargestellt werden, daß
a) im Bereich der gesamten Montabaurer Höhe (von Höhr- Grenzhausen bis Montabaur) keine Quelle oder Tiefbrunnen geschlossen werden mußten, sondern daß es sich hierbei um Vorhaben im Hunsrück bzw. des Pfälzer Waldes gehandelt hat,
b) unser Trinkwasser allen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht,
c) die Meßwerte regelmäßig veröffentlicht werden, damit sie alle Abnehmer auch nachlesen können und
d) der in dem Zeitungsbericht besonders angesprochene Grenzwert für Aluminium 0,2 mg/1 beträgt, der in einigen Bereichen nicht eingehalten werden kann, während der Meßwert bei uns nur 0,02 mg/1 also einen Bruchteil des zulässigen Grenzwertes ausmacht.
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Wenn Sie vorher mehr wissen wollen, rufen Sie bitte an! Telefon: 02602/126.102 oder 131. Ende der Bewerbungsfrist: 15.10.1993!

