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Montabaur

Nr. 39/93

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Natur & Umwelt Info

Gedanken zur Pflanzzeit

Mit dem Herbst beginnt wieder die Gartenarbeit und mit ihr auch die Gartenplanung. Das ein oder andere soll neu gemacht oder verändert werden. Bei vielen stellt sich der Gedanke, wie man möglichst naturgerecht gärtnern kann. In diesem Zusam­menhang sollen ein paar Tips und Hinweise für Gartenbesitzer gegeben werden.

Bei der Gartengestaltung spannt sich ein weiter Rahmen zwischen dem sogenannten Naturgarten und dem natumahen Garten, bis hin zum Nutz- und Bauerngarten, der ebenfalls naturgerecht sein kann. Ein Naturgarten wird sich in den wenigsten Fällen verwirklichen lassen, da er, um dem Begriff gerecht zu werden, nur die sich selbst am jeweiligen Standort entstehenden Pflanzen und Tierarten enthalten sollte. Dies wäre zwar aus Sicht der Natur sehr begrüßenswert, aber die wenigsten Gartenbesitzer können sich zu diesem Schritt durch­ringen. Soll der Garten doch neben seiner naturgerechten Funktion auch etwas für den Besitzer, hinsichtlich Aufenthalt und Freizeitgestaltung, bieten. Hier kann man einen Kompro­miß aus gestaltetem, aber mit Bedacht angepflanzten, natur­nahen Garten machen. Das bedeutet, daß man bei der Auswahl der einzusetzenden Pflanzen auf möglichst einheimische Ar­ten zurückgreifen sollte. Daß das nicht unbedingt monotones Grün, sondern zum Teil oft erheblicher Blüten- und Frucht­reichtum bedeutet, werden viele erst nach Umsetzung dieses Gedankens mit Erstaunen feststellen. Und mit dem Blüten- und Fruchtreichtum ziehen wir eine Menge von Tierarten in unseren Garten, die es sich lohnt zu beobachten und denen wir oft sogar eine neue und letztendlich notwendige Heimat bieten können.

Frühjahr

Angelehnt an den Rhythmus der Jahreszeiten soll im folgen­den versucht werden, ein paar Pflanzenarten und Gestaltungs­tips zu geben, die Ihnen helfen sollen, dem naturnahen Garten möglichst nahe zu kommen. Aus der Sicht der Tierwelt ist im Frühjahr ein möglichst frühes Nektarangebot wichtig, denn mit den ersten Sonnenstrahlen werden die ersten Insekten aus ihrer Winterruhe geweckt und gehen auf Nahrungssuche. Im naturnahen Garten finden sich dann möglichst schon folgende frühblühenden Pflanzen:

Weidenkätzchen (Salix caprea und Salix caprea mas), echter Jasmin (Jasminum nudiflorum), Schlehe (Prunus spinosa) und Weißdorn (Crataegus monogyna).

Diese Sträucher bieten nicht nur für die Insekten eine frühe Nahrungsquelle, sondern sie sind in ihrer Blüte auch für den Gartenbesitzer ein blühender Frühlingsgruß.

Da es den meisten Gartenbesitzern daran gelegen ist, mög­lichst viele blühende Pflanzen im Garten zu haben, sollen dazu im folgenden ein paar Empfehlungen von Zwiebelpflanzen, die besonders gut in den naturnahen Garten passen, gegeben werden

Doldiger Milchstern (Ornithogalum umbellatum), Salomon- siegel (Polygonatum odoratum), Schachbrettblume (F ritülaria meleagris), Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Märzbecher (Leucojum verum), Frühlingskrokus (Crocus albiflorus), Dich­ternarzisse (Narcissuspoeticus), Wildtulpe (Tulipa sylvestris), Blauglöckchen (Scilla bifolia), Traubenhyazinthe (Muscari racemosum) und die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Neben den Zwiebelpflanzen gibt es auch einige blühende Stau­den, die ebenfalls im naturnahen Garten sinnvoll gepflanzt werden können. Sie werden im folgenden ebenfalls aufgelistet: Lerchensporn (Corydalis cava), Maiglöckchen (Convallaisa majalis), Bärlauch (Allium ursinum), Buschwindröschen (Ane­mone nemorosa), Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris va. vernals), Akelei (Aquilegia vulgaris), Leberblümchen (Hepatica nobilis), Veilchen (Viola odorata, Viola carlina u.a.),'Frühlings­scharbockskraut (Ficaria verna), Primel (Primula elatior, P. veris), Trollblume (Trollius europaeus), Gänseblümchen (Bellis perennis).

Ein naturnah denkender Gartenbesitzer sollte nicht aus dem Auge verlieren, daß jede Pflanze ihre spezifischen Standortan­sprüche hat. Das bedeutet, daß es sinnvoll ist, sich beispiels­weise anhand geeigneter Literatur über die Ansprüche der einzelnen Pflanzenarten zu informieren und herauszufinden, ob sie auf den jeweiligen Gartenboden und zu den Klimabedin­gungen, die herrschen, letztendlich auch passen. Nur so wird

man langjährig Freude an den Anpflanzungen haben und unnötige Mißerfolge verhindern.

Die Umweltheraterin der Verbandsgemeinde Montabaur, Con­stanze Wunderlich, Telefon 02602/126196.

Informationen zur Rentenversicherung

Beratung-Auskunft

Sprechtage der Bundesversicherungsanstalt für Angestell­te (BfA) fiir den Bereich des südlichen Westerwaldkreises. Die Sprechtage der BfA finden in der Regel am ersten Montag im Monat bei der Verbandsgemeindeverwaltung Monta­baur statt.

Der nächste Sprechtag ist am Montag, dem 04.10.1993. Die Sprechstunden sind von 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr

Sprechtage der Landesversicherungsanstalt Rheinland- Pfalz (LVA) fiir den Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur.

Die Sprechtage der LVA Rhld.-Pfalz finden in der Regel am ersten Dienstag im Monat bei der Verbandsgemeinde­verwaltung Montabaur statt.

Der nächste Sprechtag ist am Dienstag, dem 05.10.1993. Die Sprechstunden sind von 08.30 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Für die Nachmittagssprechstunden ist für beide Sprechtage eine vorherige Terminvereinbarung notwendig.

Die Versicherten werden gebeten, ihre Rentenversicherungs­unterlagen, Nachweise über Krankheitszeiten, Zeiten der Ar­beitslosigkeit, militärischer Dienst, Zeiten der Schul-, Fach­schul- und Hochschulausbildung nach dem 16. Lebensjahr und ggf. den Flüchtlings- oder Vertriebenenausweis mitzubringen. Für die Anrechnung von Zeiten der Kindererziehung und Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung ist die Vorla­ge der Geburtsurkunden oder des Familienstammbuches er­forderlich.

Unbeglaubigte Fotokopien genügen nicht!

Sollte ein Versicherter nicht selbst vorsprechen können, kann er sich durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen.

Aus Gründen des Datenschutzes ist in diesem Fall jedoch die Vorlage einer Vollmacht, der Personalausweis in allen Fällen, erforderlich. Das gilt auch für Ehegatten!

Die Beratungen werden bei der Verbandsgemeindeverwal­tung, Montabaur, Rathaus-Altbau, I. Stock, Zimmer 11, durch­geführt.

Telefonische Terminvereinharungen unter Telefon 02602/ 126154.

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Erwachsenenbildung

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Wochenendfahrt nach Thüringen und ins Coburger Land

mit der VHS Montabaur

Programm:

Freitag, 12.11.1993

13.30 Uhr Abfahrt (ab Montabaur) nach Neustadt

(Führt am Berg)

Samstag, 13.11.1993

09.30 Uhr Stadtführung in Coburg

12.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Dt. Spielzeugmuseum, Sonneberg

16.00 Uhr Museum der dt. Spielzeugindustrie/Neustadt

Sonntag, 14.11.1993

09.30 Uhr Museum für Glaskunst (Lauscha)

15.30 Uhr Schloßmuseum Arnstadt

Die Kosten für Führungen, Eintritte, Fahrt und Hotel betragen 220,- DM.

Da die Option für das Hotel am 10.10.1993 ausläuft, bitten wir um umgehende Anmeldung an:

VHS-Geschäftsstelle, Rathaus Montabaur, Telefon 02602/ 126105 von mittwochs bis freitags.