Montabaur
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Nr. 11/93
Keine Angst vorm »Binnenmarkt« Tips für Verbraucher
Seit Januar 1993 ist er da - der Europäische Binnenmarkt. Auch für Lebensmittel gilt nun das Prinzip des »freien Warenverkehrs«: Alles was in einem Mitgliedsstaat der EG rechtmäßig hergestellt wird, darf in jedem anderen Mitgliedsstaat verkauft werden.
Für bestimmte Bereiche, wie Zusatzstoffe, Bestrahlung und neuartige Lebensmittel gibt es allerdings noch Regelungsbedarf. Besonders gegen die Einfuhr bestrahlter Lebensmittel wehrt sich die Bundesregierung. Schwierigkeiten könnten sich auch bei der Kennzeichnung gen technisch hergestellter Lebensmittel ergeben. Sie dürfen derzeit in Deutschland nicht in den Handel gebracht werden.
Beim Lebensmitteleinkauf ist es also besonders wichtig, genau hinzusehen!
Kritische Verbraucher werden jetzt noch sorgfältiger einkaufen, damit sie auch tatsächlich das auf den Tisch bringen, was sie wünschen.
Die Landwirtschaftliche Beratungsstelle Montabaur gibt dazu folgende Tips:
* Bevor Sie ein unbekanntes Lebensmittel in den Einkaufswagen legen, lesen Sie genau die Informationen auf der Verpackung
* Wichtigste Information ist die "Zutatenliste“, die (nach dem absteigenden Gewichtsanteil) angibt, welche Zutaten im Produkt enthalten sind
* ”E-Nummern” bezeichnen europaweit gültige, erlaubte Zusatzstoffe
* Personen mit Lebensmittel-Unverträglichkeiten sollten Zusatzstoffe meiden
* Bei Milchprodukten werden die meisten Imitationsprodukte erwartet. Wenn Sie echte Milchprodukte mit einem hohen Calciumgehalt wünschen, sollten Sie keine Soj aerzeugnisse kaufen. Soja-Produkte bieten jedoch den Vorteil, daß man mit ihnen tierische Fette und Cholesterin spart. Auch für Milcheiweiß-Allergiker sind sie sinnvoll.
* Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung ist ein Qualitätsmerkmal. Das Lebensmittel ist nach Ablauf des angegebenen Datums meist nicht verdorben, kann aber geschmackliche Einbußen aufweisen.
Weitere Informationen zum Lebensmitteleinkauf und über Zusatzstoffe erteilt die Ernährungsberatung der Staatlichen Beratungs- und Weiterbildungsstelle für Land- und Hauswirtschaft, Kirchstr. 45, 5430 Montabaur, Tbl. 02602/9228-16.
AOK
Die Gesundheitskasse.
Jahresmeldung fürs Rentenkonto
Damit das Rentenkonto auf den neuesten Stand kommt, stellt der Arbeitgeber in den ersten Wochen des neuen Jahres die sogenannte Jahresmeldung aus. Daraus gehen der Zeitraum der Beschäftigung und die Höhe des 1992 erzielten Arbeitsentgeltes hervor. Diese Jahresmeldung wird vom Betrieb über die Krankenkasse an den zuständigen Rentenversicherungsträger weitergeleitet. Der Arbeitnehmer erhält bis 31. März 1993 eine Durchschrift für seine Unterlagen, die er stets auf dem laufenden haben sollte.
Jeder Arbeitnehmer sollte die Höhe des vom Arbeitgeber eingetragenen Entgelts und die bescheinigte Dauer der Beschäftigung prüfen. Sofern einmal Unstimmigkeiten vorhanden sind, können diese durch Rücksprache mit A dem Personalbüro schnell geklärt werden - damit später die Rente stimmt. Hinsichtlich der Entgelt- höhe ist zu berücksichtigen, daß für 1992 nur Verdienste bis zu 6.800,- DM im Monats- durchschnitt eingetragen sind. Das war die Beitragsbemessungsgrenze der Renten- ASMmMT Versicherung des letzten Jahres.
Bei Zuckerkrankheit: Richtig rechnen! Zuckerkranke sollten gute Rechner sein, weil sie ihre Ernährung nach BE (Broteinheiten oder Berechnungseinheiten) zusäm- menstellen müssen. Hilfestellung liefert eine neue Kohlehydrat- Austauschtabelle für Diabetiker, die jetzt der VFED (Verein zur Förderungder gesundenErnährungund Diätetik e.V.) herausgegeben hat. Die Thbelle berücksichtigt exotische Obst- und Gemüsesorten, die noch nicht so lange auf dem deutschen Markt zu haben sind, genauso wie moderne Süßungsmittel, die Diabetiker als Zuckerersatz nehmen können. Dem erst im vorigen Jähre gegründeten VFED gehören Ernährungswissenschaftler, Ärzte und Diätassistenten als kompetente Ansprechpartner in Sachen gesunde “Ernährungund Diätetik” an. Die neue Kohlehydrataustauschtabelle kann kostenlos (11 x 22 cm Rückumschlag, frankiert mit DM 1,00) angefordert werden beim VFED e.V., Postfach 1928,5100 Aachen.
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Eine Milliarde DM Zuteilungen für die LBS-Bausparer in Rheinland-Pfalz .
Das Neugeschäft erbrachte 1992 erstmals seit 1980 wieder eine Bausparsumme von über 2 Mrd. DM / Geldeingang, Auszahlungen und Zuteilungen erreichten jeweils die Milliardengrenze / Die LBS-Immobilien GmbH vermittelte über 1.500 Objekte im Wert von DM 329 Mia / Mehr Genehmigungen im Wohnungsbau Ein »moderates Wachstum« konnte Hermann-Josef Bungar ten, Vorstandsmitglied der Landesbank Rheinland-Pfalz, bei einem Pressegespräch für die LBS Rheinland-Pfalz vermelden: Sie schloß das Geschäftsjahr 1992 mit einem neu hereingenommenen Vertragsvolumen von 2,06 Mrd. DM und damit einem Wachstum von 4,4 % (beim eingelösten Geschäft sogar 6 %) gegenüber dem Vorjahr ab. Die durchschnittliche Bausparsumme imNeugeschäfterhöhtesichum6,2 % von30.320,00 DM im Vorjahr auf 32.190,00 DM im laufenden Geschäftsjahr.
Der Geldeingang sowie die Auszahlungen an die Bausparer lagen jeweils um mehr als 3 % über dem Vorjahr und erreichten damit jeweils ca. 1 Mrd. DM. Mit den Zahlen des Geschäftsjahres 1992 verwaltet die LBS Rheinland-Pfalz insgesamt 566.000 Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 17,6 Mrd. DM, was einen Zuwachs von 3,5 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Für Hermann-J osef Bungar ten hat sich der »solide und kundenfreundliche Kurs« der LBS Rheinland-Pfalz auch 1992 bewährt: Zugunsten kontinuierlicher Zuteilungszeiten wurde weiter auf die Hereinnahme von Groß- und Sofortfinanzierungsverträgen verzichtet.
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