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Montabaur

Nr. 11/93

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Natur- und Umwelt-Info

Recyclingfahiqe Videocassetten

Ein bekannter Magnetbandhersteller aus Ludwigshafen leistet mit der Entwicklung einer neuen Generation von Videocassetten, die vollständig recyclierbar sind, einen Beitrag zur Verringerung des Mül laufkommens.

Das auf die neue VHS-Cassetten-Generation zugeschnittene Recyclingverfahren sieht zunächst Identifikations- und Sortiervorgänge vor. Die Kunststoffteile der Cassette werden anschließend regranuliert. Das gewonnene Material geht in die Produktion neuer Cassettenteile. Auch Papier- und Metallteile werden wiederverwertet. Die gebrauchten Magnetbänder sind nach dem Recycling nicht mehr als Bild- oder Ton­träger geeignet. Der wirtschaftliche und ökologische Aufwand wäre zu hoch. Doch in einem speziellen Verfahren lassen sich beispielsweise daraus hochwertige Spezial­teile für den Transport empfindlicher Geräte herstellen. Zum Abschluß wird aus dem Granulat das Chrom zurückgewonnen.

Durch eine neuentwickelte Verpackung, die wie üblich - Staubfreiheit und Originalität des Produktes gewährleistet, kann bei dieser Cassettengeneration auf die Einschlag­folie verzichtet werden. Der Kunde erhält eine Videocassette, die am Ende ihrer Lebenszeit nicht auf knappem Deponieraum entsorgt, sondern vollständig stofflich wiederverwertet werden kann und damit Ressourcen schont. Solange es noch kein flächendeckendes SammelSystem gibt, können die neuen recyclingfähigen Videocassetten einfach mit der Post zurückgeschickt werden.

HEIMISCHE GARTENPFLANZEN

Bei der Gestaltung Ihres Gartens können Sie etwas für den Naturschutz in Ihrem ganz persönlichen Bereich tun. Achten Sie darauf, einheimischen Pflanzen den Vorrang zu geben, die viele Vorzüge gegenüber den "Exoten" haben. Sie sind an Klima und Bodenbedingungen ange­paßt, und sie verkraften besser den Angriff durch Schäd­linge, die wiederum Nahrungsgrundlage für zahlreiche Nützlinge sind. Einheimische Bäume, Sträucher und Stauden sind Lebensraum für unzählige Insekten, viele Singvögel und Kleinsäuger.

Das Pflanzgut ist zudem in der Regel billiger, weil die Pflanzen noch in ihrer ursprünglichen, nicht züchterisch veränderten Form vorliegen. Schließlich ist der Pfle­geaufwand für viele heimische Arten wesentlich gerin­ger. Pflanzen Sie in Ihren Garten zum Beispiel Holun­der,Vogelbeere, Schwarz- und Weißdorn, Wildrose, Traubenkirsche, Brombeere, Liguster und Flieder.

Als Lebensraum für viele Vögel und Insekten sind übri­gens auch Obstbaumhochstämme geeignet, die außer­dem frisches Obst aus dem eigenen Garten liefern, aller­dings einen regelmäßigen Schnitt erfordern.

VERPACKUNGSMÜLL

Spätestens seit Inkrafttreten der neuen Verpackungs- Verordnung ist das Thema Abfall in aller Munde. Stei­gende Müllberge und sinkende Deponiekapazitäten zwingen zum Überdenken unseres Konsum Verhaltens und der damit verbundenen "Abfallproduktion". Jeder Einzelne kann etwas tun gegen die zunehmende Um­weltbelastung durch Abfall. Hier nur ein paar Anregun­gen:

- Abfall entsteht durch Konsum, überlegen Sie also, ob Sie die Ware oder das Produkt wirklich brauchen.

- Achten Sie beim täglichen Einkauf auf die Verpak- kung, weniger ist hier mehr; damit erzeugen Sie we­niger Verpackungsmüll und gehen so mancher "Mo­gelpackung" nicht auf den Leim.

- Kaufen Sie Lebensmittel möglichst als Frischware . beim Bäcker, Metzger und auf dem Wochenmarkt

oder beim Gemüsehändler. Dort sind die Verpackungen in der Regel weniger aufwendig, und zudem sind frische Lebensmittel gesünder als auf­wendig verpackte und konservierte..Vermeiden Sie auch Fertiggerichte, sie sind der Erzfeind einer um­weltgerechten Ernährung.

- Langlebige Produkte sind zwar oft etwas teurer, doch die Investition lohnt sich, und Sie entlasten da­mit unseren Müllberg.