Montabaur
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Nr. 14/92
Für die SPD-Fraktion erklärte Ratsmitglied Kurt Vetter, daß der vorliegende Haushaltsplan von der SPD-Fraktion mit Erwartung zur Kenntnis genommen worden sei, weil der Haushaltsplan gegenüber dem bisherigen einige Veränderungen aufweise, die zwar gewollt seien, aber in ihren Auswirkungen ein ungewohntes Bild darstellen. In diesem Zusammenhang müßte der Ausgleich des Verwaltungshaushaltes im Jahre 1992 sei u.a. eine Folge von Personalmaßnahmen wie z.B. Neueinstellungen oder tarifliche Verbesserungen des Pflegepersonals, die auch den Bewohnern des Altenheimes zugute kämen. Dennoch werde nach Auffassung der SPD-Fraktion die Tätigkeit des Pflegepersonals nach wie vor in ihren tariflichen Auswirkungen nicht entsprechend gewürdigt. Die SPD-Fraktion hingegen erkenne auf jeden Fall die Leistungen des Personals im Alten- und Pflegeheim Montabaur in besonderem Maße an. In diesem Zusammenhang dankte Ratsmitglied Vetter im Namen der SPD-Fraktion dem Personal im Alten- und Pflegeheim für die geleistete Arbeit. Auch soll nicht unerwähnt bleiben, daß im Altenheim vier Zivildienstleistende ihren Dienst verrichten, da die Vergangenheit zeigte, daß gerade auf die Mitarbeit dieser Menschen großen Wert gelegt worden sei, sowohl seitens der Heimleitung als auch in besonderem Maße von den Bewohnern selbst. Durch die Ausweitung des Pflegedienstes sei auch zu ersehen, daß sich der Aufgabenbereich des Heimes immer mehr auf den Pflegedienst konzentriere. Dies werde in Zusammenhang mit anderen notwendigen Maßnahmen zwangsläufig zu einer Erhöhung der Pflegesätze führen. Da diese Kosten von dem Renteneinkommen der Betroffenen selbst nicht getragen werden können, müsse der größte Tfeil durch das BSHG abgedeckt werden. Hier sehe die SPD-Fraktion in der Umsetzung einer gesetzlichen Pflegegeldversicherungden einzigen Ausweg aus der sich anbahnenden Misere und der damit einhergehenden Diskriminierung alter, pflegebedürftiger Menschen.
Des weiteren müßten auch vordergründig die Maßnahmen durchgeführt werden, die zur Erhaltung der baulichen Anlagen erforderlich seien. Eine Kürzung hier würde einhergehen mit einer Gefährdung der vorhandenen Bausubstanz. Andererseits sei zu bedenken undzu berücksichtigen, daß die im Vordergrund der Finanzplanung stehenden Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen gefährdet werden, wenn entsprechende Rücklagen fehlen und die Pflegesätze nicht kostendeckend seien. Hier sei eine Gemeinsamkeit aller Fraktionen gefordert, und bedeute auch, trotz vielleicht verschiedener Auffassung, die Bereitschaft zu Kompromissen. Zielvorstellung sei nach wie vor die autonome Verwaltung im Alten- und Pflegeheim mit eigener Festlegung von Stellenschlüssel und Pflegesätzen. Wenn nun das Alten- und Pflegeheim Montabaur unter diesen Voraussetzungen Bestand haben wolle, dann nur, wenn die Heimleitung mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet werde. Abschließend stellte Ratsmitglied Vetter (SPD) fest, daß die SPD-Fraktion diesen Haushaltsplan, der beeinflußt sei durch die Strukturänderung und dem damit verbundenen Neuaufbau imLeitungs-, Verwaltungs-und Wirtschaftsbereich, zustimmen werde. Zu dem vorhin ausgesprochenen Dank an die Bediensteten des Heimes wünscht Ratsmitglied Vetter auch im Namen der SPD-Fraktion dem neuen Heimleiter alles Gute sowie dem Stiftungsausschuß bei der Umsetzung neuer Ideen viel Erfolg.
Ratsmitglied Günter Höhn (FWG) teilte mit, daß zur Zeit etwa 90 alte Menschen im Altenheim Montabaur untergebracht seien. Wenn man diesen 90 alten Menschen den Lebensabend angenehm gestalten wolle, dann sollte dies jedoch nicht auf Kosten der anderen alten Menschen geschehen, die in der Stadt Montabaur wohnen. Er regte an, wie in der Vergangenheit, äußerst sparsam zu wirtschaften und von dem Wünschenswerten immer nur das Bezahlbare zu erwerben. Ratsmitglied Reinhard Lorenz (BfM) und Ratsmitglied Hugo Kochern (F.D.P.) stimmten dem Haushaltsplan des Hospitalfonds zu und schlossen sich dem Dank an die Bediensteten des Altenheimes Montabaur an.
Heimleiter Renfe Pydd teilte mit, daß sich die Steigerung der Personalkosten zum größten Tfeil aus der strukturellen Heimbewohnerbelegung ergebe. Ursprünglich sei das Altenheim in Montabaur ein reines Altenheim gewesen, wo rüstige alte Menschen ihren Lebensabend verbracht hätten. Inzwischen aber habe man im Altenheim Montabaur über 50 % reine Pflegefälle, mit der Folge, daß sich hieraus ein viel höherer Personalaufwand ergebe, der sich auch im Personalschlüssel niederschlage. Dies bedeute weiterhin, wenn es zu einer Änderung der Bewohnerstruktur komme, auch in den Jahren 1993,1994 und 1995 mit einer Anhebung des Personalschlüssels und damit einer Steigerung der Personalkosten zu rechnen sei.
Anschließend stellte der Vorsitzende zunächst die Anträge des Stiftungsausschusses und der CDU-Fraktion zur Abstimmung. Diesen Anträgen wurde mehrheitlich vom Stadtrat zugestimmt. Abschließend wurde dem Haushaltsplan und Haushaltssatzung mit den vorangegangenen Änderungsanträgen einstimmig zugestimmt.
Nachstehend werden einige Eckdaten zum Haushalt des Hospitalfonds zur Kenntnis gegeben. Die Haushaltssatzung weist u.a. folgende Festsetzungen aus:
Verwaltungshaushalt:
Einnahmen / Ausgaben.je 4.513.240 DM
Vermögenshaushalt:
E innahm en / Ausgaben. je 495.240 DM
Kredite zur Finanzierung des Haushaltes sind nicht veranschlagt.
Stellenausschreibung
Die Stadt Montabaur sucht für die Sommerferien Betreuerinnen) zur Organisation und Durchführung der Sommerfreizeit in der Freizeitanlage Quendelberg.
Gesucht werden
ein(e) Betreuer (in) mit Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit
sowie
ein(e) Betreuer(in) mit der Fähigkeit, selbständig eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zu betreuen.
Es geht darum, Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitaktivitäten in den Sommerferien zu ermöglichen.
Aufgabe der Betreuer(in) wird es sein, eigene Ideen zur Erarbeitung eines ansprechenden Programmes zu entwickeln, sowie die Organisation und Durchführung eigenverantwortlich und selbständig zu übernehmen.
Die Arbeitszeit beträgt 19,5 Stunden pro Woche. Der Einsatz erfolgt an Werktagen (nachmittags). Die Arbeitszeit ist - entsprechend den Bedürfnissen der Kinder - flexibel zu gestalten.
Bewerbungen können gerichtet werden an die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Personalamt, Konrad-Ade- nauer-Platz 8, 5430 Montabaur. Tfelef. Auskünfte werden unter der Nummer 02602/126.131 oder 132 erteilt.
Schließung der Schulturnhalle an der Waldschule in Horressen
In der Zeit vom 13. bis 20. April 1992 (einschließlich) ist die Schultumhalle an der Waldschule wegen Anstreicherarbeiten geschlossen.
Verbandsgemeindeverwaltung - Schulamt -
Sperrung der Klostergasse
am 13. April 1992
Wegen Umbaumaßnahmen an der Volksbank muß die Klostergasse am 13. April 1992 ganztägig gesperrt werden. Wir bitten an diesem Tag die Fußwege über das Ählchen bei der G aststätte Krolikowski zum Steinweg und beim Hotel Schlemmer zum Konrad-Adenauer-Platz zu benutzen.
Verbandsgemeindeverwaltung - als Ortspolizeibehörde -
Bekanntmachung des Fundamtes
Folgende Fundgegenstände sind beim Fundamt Montabaur
abgegeben worden:
1 Damenfahrrad Clipper. Fd.-Nr. 44/91
1 Kinderfahrrad Kalkhoff .. Fd.-Nr. 45/92
1 goldener Ehering. . Fd.-Nr. 2/92
1 silbernes Kettchen mit Anhänger. Fd.-Nr. 3/92
1 rotbraune Damenlederhandschuhe .. Fd.-Nr. 4/92
1 Armbanduhr Cartier. Fd.-Nr. 6/92
1 Armband oder Fußkettchen. Fd.-Nr. 7/92
1 goldene Brosche.. FcL-Nr. 9/92
1 Damenring mit Stein. Fd.-Nr. 10/92
13 verschiedene Geldscheine . Fd.-Nr. 5/92 u. 8/92
Die rechtmäßigen Verlierer können sich bei der Verbandsgemeindeverwaltung -Fundamt- Zim.-Nr. 120, TfeL: 02602/126124, 5430 Montabaur melden.

