Montabaur
m
Nr. 43/91
Einnahmen
Veränderung
Begründung
1. Steuern, Schiasseizuweisungen
- 28.200
Nach dem derzeitigen Stand der Dinge Ist mit einem geringfügig rückläufigen Vergnügungssteuer-Aufkomner (- 11 TON) zu rechnen. Die SchlüsselZuweisungen liegen nach der endgültigen Festsetzung um 17 TOM unter dem kalkulierten Ansatz.
2. Verbandsgemeindeumlage
i- 64.400
Die Umlagegrundlagen haben sich durch höhere SchlUsselzuweisungen der Ortsgemeinden um rd.
188.000 DM erhöht.
3. Gebühren, Verkaufserlöse, Mieten, Pachten, sonst. Ver- waltungs- und Betriebseinnahmen, Ver- warnungs- u. Büßgelde
- 27.620
Insbesondere Rückgang der Verwaltungsgebühren Im Bereich des Einwohnermeldeamtes (- 12 TOM) sowie der Verwarnungs- und Bußgelder im Zusammenhang mit der Überwachung des ruhenden Verkehrs (- 15 TOM)
4. Erstattungen, Zuwei
sungen und Zuschüsse
+ 150.920
Die Ortsgemeinden, die Standort einer Schulturn
halle sind, beteiligen sich von 1991 an entsprechend Ihres gemeindlichen Nutzungsanteils an den Betriebsund Unterhaltungskosten. FUr 1991 wurden erstmals Abschlagszahlungen von 45 TOM eingesetzt. Die Lohnkostenerstattungen (Insbesondere der Stadt Montabaur) fUr die Arbeitseinsätze der Verbandsgemeindearbeiter erhöhen sich um 52 TOM. Letztlich sind die Zuweisungen der Arbeitsverwaltung für die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, vor allem fOr die neuen Maßnahmen "Asylantenbetreuung* und "Persorennahverkehr" mit einem Zuwachs vom 59 TOM zu erwähnen. Die sonstigen Veränderungen dieser Einnahmearten wirken sich mit - 5 TDM aus und können vernachlässigt werden.
5. Zinsen
+ 350.500
Die ROcklagenbestände der Ortsgemeinden sowie die eigenen Mittel werden unter Beachtung der Kassenliquidität ln Form von Termlngeldern angelegt. Insgesamt werden Im laufenden Jahr voraussichtlich 1.560.650 DM Zinsen erwirtschaftet. Ein beträchtlicher Teil davon, nämlich 1.070.050 DM, wird ah die Ortsgemeinden weitergeleitet.
zusamnen
+ 510.000
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Ausgaben
Veränderung
Begründung
1. Personalausgaben (ohne Deckungsreserve)
+ 314.015
Der Mehrbedarf Ist Ausfluß der diesjährigen Tarifrunde mit Lohnerhöhungen von 6 v.H. (kalkuliert waren 4,5 t) und weiteren strukturellen Verbesserungen. FUr die Betreuung der Asyl bewerber/Asyl berechtigten sowie die Verbesserung des Personennahverkehrs wurden mit finanzieller Beteiligung der Arbeitsverwaltung Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eingerichtet. Erstmals zu Buche schlagen Aufwendungen für grundschulbetreuende Maßnahmen.
2. Sachausgaben
* 115.393
Erwähnenswert sind die vielfältigen Untersuchungen und Maßnahmen zur Beseitigung der Geruchsprobleme ln der Augstschule (+ 82 TOM).sowie die notwendigen Arbeiten zur Substanzerhaltung des Hallenbades (+ 30 TDM). Die Übrigen Aufwendungen von + 3 TDM spielen keine Rolle.
3. Zinsen
+ 44.692
Ule bereits bei den Erläuterungen zu den Einnahmen erwähnt, werden die ROcklagenbestände der Ortsgemeinden verzinst. Dafür müssen 70 TOM zusätzlich bereitgestellt werden. Bel den Kreditzinsen werden Einsparungen erzielt, well vorsorglich kalkulierte Zinsausgaben für Kassenkredite nicht anfallen (- 26 TDM).
4. Sonstige Änderungen
48.100
Insbesondere Verminderung der Deckungsreserve für Personalangaben um 40 TDM.
5. Zuführung zum Vermögenshaushalt
+ 84.000
Bel Mehreinnahmen von 510.000 DM und Mehrausgaben von 426.000 0M erhöht sich unterm Strich der Uberschuß des Verwaltungshaushaltes um 84.000 DM auf nunmehr 1.653.100 DH.
zusamnen
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+ 510.000
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Ausgaben
Veränderung
Begründung
1. Gewährung von
Darlehen
15.000
Es handelt sich um die Weiterleitung von sogenannten Arbeitgeberdarlehen. Von der pauschal bereitgestellten Sumte von 50 TDM wurde nur ein Teilbetrag von
35 TDM ln Anspruch genommen.
2. Vermögenser- werb
+ 6.450
Geringer Mehrbedarf beim Beschaffungsprogramt für die Schulen
3. Bauausgaben
- 1.244.800
Für die Baumaßnahmen "Schulturnhalle Girod" und •Umbau der Grundschule Heischneudorf* liegen noch keine Bewilligungsbescheide vor. Beide Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 1,3 Mio DM müssen daher verschoben werden. FUr verschiedene Maßnahmen (Feuerwehrhaus Kadenbach, Grundschule Ruppach-Goldhausen, Sanierung der Wohnungen ln der Kantstraße) müssen zusätzliche Mittel von zusamnen 55 TDM bereitgestellt werden.
4. Sonstiges
6.400
Ergebnis der Änderungen bzw. Anpassungen der übrigen Ausgabearten (Tilgungen, Zuweisungen zu Investitionen).
zusamnen
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- 1.259.750
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Die Verbandsgemeinde spart Energie und Geld
Die Fraktion »Die Grünen« stellte den Antrag, die Verbandsgemeinde solle eine hauptamtliche Fachkraft für Energiefragen einstellen. Aufgabe dieser Fachkraft solle es vor allem sein, bei verbandsgemeindeeigenen Einrichtungen Energieeinsparungsmög- lichkeiten herauszufinden, anzuregen und umzusetzen, bei Neubauten der Verbandsge- meinde die Planung der Energieversorgung zu optimieren und private Hauseigentümer und Bauwillige sowie Firmen bei der Ener- gieeinsparung zu beraten. Als Alternative wurde der Antrag gestellt, ein Ingenieurbüro auf Erfolgshonorarbasis zu beauftragen, die Energieversorgung der verbands- gemeindeeigenen Einrichtungen zu untersuchen und zu optimieren. Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erklärte, daß die Verbandsgemeinde bereits einen Vertragmit einer Firma abgeschlossen habe. Gegenstand der Vereinbarung sei die Energiekostenkontrolle für die Energiearten Strom, Gas, Flüssiggas und Fernwärme im Rathaus, im Hallen- und Freibad, in allen Schulen, die in der Uräger- schaft der Verbandsgemeinde stehen sowie in den Dorf gemeinschaf tshäusem in der Verbandsgemeinde.
Die im Verbandsgemeinderat vertretenen Fraktionen vertraten zu diesem Antrag unterschiedliche Auffassungen. Ratsmitglied Kurt Schneider erklärte für die CDU-Frak- tion, daß die Einstellung eines eigenen Energieberaters für die Verb andsgemeinde zu unvertretbar hohen Personalkosten führe, aber auch die Einschaltung eines Ingenieurbüros Kosten verursachen würden, die nicht durch entsprechende Einsparungen ausgeglichen werden könnten. Man sollte in Zukunft weiterhin nach Energieeinsparungsmöglichkeiten suchen, aber zum jetzigen Zeitpunkt keine Aufträge vergeben. Für die SPD-Fraktion erklärte Ratsmitglied Rosemarie Lay, daß ihre Fraktion dem Antrag »Der Grünen« aus ökologischer und ökonomischer Sicht sehr positiv gegenüber stehe. Dem Antrag, eine hauptamtliche Kraft einzustellen, stimme man allerdings nicht zu, da man nicht davon ausgehen könne, daß diese Kraft arbeitsmäßig ausgelastet sei. Die SPD-Fraktion schlage deshalb vor, diesen Antrag an die Kreisverwaltung weiterzuleiten, damit die Kreisverwaltung eine Fachkraft einstellt, die für alle Verbandsgemeinden im Kreis tätig werden kann. Der Antrag, ein Ingenieurbüro auf Erfolgshonorarbasis zu beauftragen, wurde von der SPD-Fraktion begrüßt. Auch Ratsmitglied Kochern (FDP) und Ratsmitglied Bertsch (FWG) erklärten, daß man dem Antrag, ein Ingenieurbüro auf Provisionsbasis zu beauftragen, Energiesparmaßnahmen aufzuzeigen, zustimmen werde. Der Ver- bandsgemeinderat sprach sich anschließend mehrheitlich dafür aus, ein Ingenieurbüro auf Erfolgshonorarbasis zu beauftragen, die Energieversorgung der verbandsgemeindeeigenen Einrichtungen zu untersuchen und zu optimieren.
Änderung der Betriebssatzung für die Verbandsgemeindewerke vom 19. Dezember 1983 beschlossen
Einstimmig sprach sich der Verbandsge- meinderat dafür aus, die Betriebssatzung für die Verbandsgemeindewerke Montabaur vom 19. Dezember 1983 dergestalt zu ändern, daß der Wirtschaftsplan vom Werkleiter aufzustellen und vor Beginn des Wirtschaftsjahres über den zuständigen Beigeordneten nach Beratung im Werksausschuß dem Verbandsgemeinderat zur Feststellung vorzulegen ist.

