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Montabaur

Seite 19

Nr. 30/91

Spendenkonto 020 002200, Kreissparkasse Westerwald, BLZ 670 610 01, Kennwort: Tiere in Not.

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Food- und Beveragemanager

Am 11. Oktober 1991 beginnt ein berufsbegleitender Studien­gang in Wochenendseminaren im Gastronomischen Bildungs- Zentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Koblenz. In zwei Semestern werden Führungskräfte für den Food- und Beveragebereich ausgebildet. Nähere Informationen unter Tbl. 0261/12132.

Mikrocomputer im Mittelstand

Die Wissenschaftliche Hochschule für Untemehmensführung (WHU) Koblenz und die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Koblenz haben unter dem Arbeitstitel »Mikrocomputer im Mittelstand« ein Forschungsprojekt durchgeführt. Um bei mit­telständischen Unternehmen eine methodische Unterstützung beim Ein- oder Umstiegin die Mikrocomputertechnik zu gewäh­ren, wurden die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt jetzt in einem Leitfaden zusammengefaßt.

Den von Dr. Armin Heinzl und Prof. Dr. Jürgen Weber ent­wickelten Leitfaden gibt es als rund 60 Seiten starke Hochglanz­broschüre im taschengerechten Format. Er eignet sich als stän­diger Begleiter im Auswahlprozeß und kann bei der Industrie- und Handelskammer zu Koblenz, Tbl. 0261/106-242, gegen eine Schutzgebühr von 10,-DM (zzgL Versandkosten) bezogen werden.

Wohnraum für Asylbewerber dringend gesucht

Die Kreisverwaltung und die Verbandsgemeindeverwaltungen rufen die Bevölkerung des Westerwaldkreises auf, Unterkunfts­möglichkeiten für Asylbewerber bereitzustellen. Der Zustrom der Asylbewerber hat in den letzten Wochen so stark zugenom­men, daß ihre Unterbringung nicht mehr sichergestellt werden kann.

»Wir sind für jedes Angebot dankbar«, erklärt Erich Rinker, Lei­ter der Sozialabteilung der Kreisverwaltung. Die Zentrale Auf­nahmestelle für Rheinland-Pfalz in Ingelheim platze aus allen Nähten. Sie sei gezwungen, die Asylbewerber sofort an die Krei­se weiterzuleiten. In den nächsten Tagen wird im Bundeszen­trum der St. Georgspfadfinder in Westernohe Vorsorge getrof­fen, um 40 Asylbewerber vorläufig unterzubringen. Dort wür­den sie aber nur kurze Zeit bleiben können, da für weitere Asyl­bewerber Platz gemacht werden müsse.

Der Westerwaldkreis muß für den Monat Juli rund 100 Asylbe­werber aufnehmen. Das ist mehr als die doppelte Zahl gegen­über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Alles deutet darauf hin, daß der Zustrom in den Kreis, wie auch anderswo, in den kommenden Wochen eher noch zunehmen wird. Die Verbands­gemeinden, denen die Asylbewerber vom Kreis zur Unterbrin­gung zugewiesen werden, sind bereits jetzt am Ende ihrer Mög­lichkeiten.

Die großen Probleme mit der Aufnahme der Asylbewerber sind nicht zu lösen mit der Bereitstellung vorläufiger Notunterkünf­te für wenige Tage. Es müssen alle Anstrengungen gemacht wer­den, diese Menschen für die D auer des Asylverfahrens angemes­sen mit Wohnraum zu versorgen. Wer Unterbringungsmöglich­keiten gegen Bezahlung - anbieten möchte, wird gebeten, sich mit der zuständigen Verbandsgemeindeverwaltung umgehend in Verbindung zu setzen. Eine zusätzliche Möglichkeit könnte die Unterbringung und Verpflegungin Gaststätten und Pensio­nen sein.

Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Frauen

»Frau angegriffen, Kind sexuell belästigt...«, Schlagzeilen wie diese waren in den letzten Wochen häuf iger zu lesen. £ie betrafen nicht nur Städte wie Koblenz oder Limburg, sondern auch das Kreisgebiet. Sexuelle Belästigungen bestanden zum Tfeil in Form von Handgreiflichkeiten, versuchten Vergewaltigungen und obszönem Tblefonterror.

Beider Kreisverwaltungin Montabaur wollen sich die Kriminal­polizei, die Gleichstellungsstelle, die Volkshochschule und das Jugendamt gemeinsam dieses Problems annehmen. Sie haben sich vorgenommen, Kinder und Frauen mehr zu schützen und auf unliebsame Situationen »vorzubereiten«.

Nach dem Motto »Vorbeugen ist besser als Heilen« werden in nächster Zeit Selbstverteidigungskurse / Selbatbehauptungs- kurse für Frauen angeboten. Wie gehe ich mit Sprayund anderen Verteidigungswerkzeugen richtig um, soll dabei auch erlernt werden können.

Das erste Angebot wird zur Zeit von der Kreisvolkshochschule vorbereitet. Der Kurs »Selbstverteidigung für Frauen« soll am 4. September starten. In zehn Doppelstunden können Frauen Verteidigungsstrategien in Notlagen mit waffenloser Selbstver­teidigung erlernen.

Was die Jüngsten und Wehrlosesten, nämlich die Kinder anbe­langt, streben Kriminalpolizei, Gleichstellungsstelle und Kreis­jugendamt einen Erfahrungsaustausch mit Kindergartenleite­rinnen und Kinderschutzdienst an. Ziel ist, Kinder vor unliebsa­men und zweideutigen Situationen besser zu schützen.

Zu den Themen »Hilfe für Frauen und M ädchen in Problem- und Gewaltsituationen und Vergewaltigung« hält die Gleichstel­lungsstelle Informationsmaterial bereit, das unter der Rufnum­mer 02602/124-301 angefordert werden kann.

Neue Regelsätze für die Sozialhilfe

Die Sozialhilferegelsätze zur Hilfe zum Lebensunterhalt wur­den zum 1. Juli 1991 den gestiegenen Lebenshaltungskosten an­gepaßt.

N ach der Neuregelung erhalten nun Alleinstehende und Haus­haltsvorstände, die Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt haben, monatlich einen Betrag von 474 M ark. Für Haushaltsan­gehörige bis zum 7. Lebensjahr beträgt der Sozialhilferegelsatz grundsätzlich 237Mark, bis zurVollendung des 7. Lebensjahres erhalten Kinder von Alleinerziehenden 261 Mark.

308 Mark beträgt der Regelsatz für Haushaltsangehörige vom 8. bis zum 14. Lebensjahr. Vom 16. bis 18. Lebensjahr beträgt der Regelsatz 427 Mark, für Haushaltsangehörige vom Beginn des 19. Lebensjahres 379 Mark.

Zinszuschüsse

für betrieblichen Umweltschutz

Industrie- und Handwerksbetriebe, die in die Vermeidung oder Verringerung von Umweltbelastungen und Umweltschäden in­vestieren, können in den Genuß eines Zinszuschusses kommen. Auf eine entsprechende Änderung des Zinszuschußprogramms des Landes weist die WirtschaftsförderungsgeseUschaft des Westerwaldkreises im Pressedienst der Kreisverwaltung hin. Eine weitere Änderung, auf die die Wirtschaftsförderungsge­sellschaft die Westerwälder Unternehmen hinweist, betrifft die Förderungsvoraussetzungen für Rationalisierungs-, Moderai- sierungs- und Umstellungsinvestitionen. Bisher mußten zwi­schen Beginn des alten und neuen Vorhabens mindestens drei Jahre liegen. Dies sei jetzt nicht mehr der Fall.

Der Zinszuschuß beträgt 3,5 Prozent pro anno. Er wird bis zur Dauer von fünf Jahren bewilligt. Das Darlehensvolumen, das zinsverbilligt werden kann, beträgt 50 Prozent der Gesamtko­sten. Förderfähige Kosten werden bis zu einem Betrag von 300.000 Mark berücksichtigt.

Interessierte Unternehmen können sich unter der Tfelefon-Nr. 02602/124-333 näher über das Programm informieren und die neuen Richtlinien abrufen. Die Wirtschaftsförderungsgesell­schaft informiert nicht nur, sondern sie ist auch bei der Antrag­stellung gerne behilflich. Zu beachten ist die Antragsfrist. Bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft gilt generell: Erst infor­mieren und den Antrag stellen, dann investieren.

Kultur im Buchfinkenland

Zu einer richtungweisenden kulturellen Initiative haben sich die Ortsgemeinden des Buchfinkenlandes zusammengeschlos­sen: in Zusammenarbeit mit der Kleinkunstbühne Mons Tabor aV. wollen sie zunächst befristet bis 1993 jährlich u einer ge­meinsamen Kulturveranstaltung einladen. Unter dem Motto »Kleinkunst im Dorf« sollen dabei die Veranstaltungsorte Hü­bingen, Gackenbach undHorbach wechseln. Als weiterer Veran­stalter neben Ortsgemeinden und Kleinkunstbühne kann noch je ein örtlicher Verein hinzukommen. Start der neuen Kulturrei­he ist am Mi., 2. Okt. in der Hübinger Buchfinkenlandhalla Am Vorabend des künftigen Nationalfeiertages wird dort die Come- dy-Gruppe »Double u.c.« gastieren. Sie bietet den sicher zahlrei­chen Buchfinken ein irrwitziges und atemberaubendes Num- memprogramm.