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Montabaur Seite 24__Nr. 3/91

Wer sich für den Kabelanschluß entscheidet, spart nicht nur Wartungs- und Reparaturkosten, er ist auch unabhängiger von Witterungseinflüssen, da eine normale Parabolantenne nicht beheizt werden kann.

Der Vorteil eines Kabelanschlusses liegt nicht zuletzt in seinem optischen Vorteil gegenüber einer Schüssel, die sich städtebau­lich weniger harmonisch ins Bild fügt, als das in der Erde verleg­te Kabel.

In den Genuß des Kabelfemsehens kommen Fernsehzuschauer in Girod, Großholbach, Kleinholbach, Ruppach-Goldhausen und Reckenthal schon seit einiger Zeit. Bis Juni 1991 sollen nun auch mit Holler, Niederelbert und Heiligenroth drei weitere Ge­meinden rund um Montabaur ans Kabelnetz angeschlossen sein.

Wie die Verkabelungsfirma, die SÜWEDA, mitteilte, soll die Verkabelung in der Kemstadt Montabaur aufgrund der bevor­stehenden Feierlichkeiten bis April abgeschlossen werden. Wenn möglich, wolle man bis Juni 1991 auch die Orte Wirzen­born, Horressen, Eigendorf, Boden und Eschelbach ans Netz anschließen.

In der Verbandsgemeinde Montabaur, so die SÜWEDA, soll die Verkabelung bis Februar 1993 abgeschlossen sein. Demnächst werde man auch den südlichen Tteil der Verbandsgemeinde ab der Achse Untershausen, Bladernheim, Nombom in Angriff neh­men. Die genaue Abfolge des südlichen Teilabschnittes werde man zur gegebenen Zeit bekanntgeben.

An dieser Stelle teilt die SÜWEDA noch einen für die Kunden wichtigen Punkt mit: Ab sofort ist auf Sonderkanal 10 der Sen­der BR III und auf Kanal 9 der Sender SWFIII zu empfangen. Die bisherige Kanalbelegung für Sonderkanal 10 und Kanal 9 entfällt.

Verein zum Schutze der Katze e.V. in Neuwied

Alle Jahre wieder - so auch in diesem Jahr - rufen Tierschützer dazu auf, das Katzenelend zu mindern.

Der Verein zum Schutze der Katze appelliert daher wiederholt an alle Katzenhalter und Fütterer, sich ihrer Verantwortung zu stellen und die Winterzeit unbedingt zu nutzen, ihre (noch im­mer) nicht unfruchtbar gemachten Tiere von einem Tierarzt ope­rieren zu lassen.Dieser Eingriff, sowohl bei weiblichen als auch männlichen Tieren Kastration genannt, verhindert grenzenlo­ses Leid durch uferlose Vermehrung der Katzen und ist für die Tiere und die mit ihnen lebenden Menschen nur von Vorteil. Nur kastrierte Kat zen sind für eine Wohnungshaltung geeignet; und auf dem Lande können kleine aber gesund gehaltene Katzenbe­stände sich der ihnen abverlangten Aufgabe, Ratten und Mäuse kurz zu halten, viel besser widmen, als wenn sie dauernd mit Paa­rungsproblemen, Jungenaufzucht oder der Suche nach ihren er­mordeten Katzenkindern beschäftigt sind. Das nach wie vor exerzierte Ermorden kleiner Kätzchen ist nicht nur gewissenlos, sondern verstößt gegen das Tierschutzgesetz und ist somit bei Strafe bis 20.000 DM verboten.

Da kastrierte Tiere häuslicher werden, lauern weniger Gefahren wie Erschießen, Überfahren, Vergiften, Einfangen für Laborver­suche oder Pelzgewinnung auf sie.

Die seltsamerweise immer wieder auf gestellte Behauptung, ka­strierte Katzen würden keine Mäuse mehr fangen, ist absolut imsinnig und längst widerlegt. Die Wintermonate sind zur Ka­stration besonders geeignet, da die Katzen ausnahmsweise mal nicht trächtig sind, und die Jungkatzen des vergangenen J ahres bereits geschlechtsreif werden. Sie sind somit auch »reif« für die Operation. Dies sollte bereits vor dem ersten Wurf erfolgen, denn für »wenigstens einen Wurf« besteht keinerlei medizini­sche Notwendigkeit, und erst recht keine für die Bestandserhal­tung der Katzen. Ein Besuch im Tierheim beweist dies.

Halter von scheuen, nicht handzahmen Katzen können für die Fahrt zum Arzt Lebend-Fallen ausleihen, um die Tiere einzufan­gen. Auch TVanspor tboxen stellen wir zur Verf ügungund gewäh­ren finanzielle Unterstützung durch Zuschüsse zu den Kastra­tionskosten.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie bitte an:

Tfel. (02632) 71799/72175 - (02654) 6814 - (02604) 7172 abends.

Kontaktgruppe für ausländische Flüchtlinge beim Bezirkscari­tasverband auch in 1991 verstärken.

Entsprechende Deutsch- und Orientierungskurse werden in fol­genden Orten an geboten: Montabaur, Welschneudorf, Eitel- bom, Gackenbach-Dies.

Unter qualifizierter Leitung lernen die Teilnehmer in diesen Kursen an konkreten, alltäglichen Situationen, z. B. einkaufen, auf der Sparkasse, bei der Behörde, in der Schule, im Straßenver­kehr, sich zu verständigen und zu orientieren.

Nähere Informationen, wann und wo die einzelnen Kurse durch­geführt werden, sind zu erhalten beim katholischen Bildungs­werk Westerwald, Auf dem Kalk 11, 5430 Montabaur, Tblefon 02602/2051 oder bei der Kontaktgruppe für ausländische Flüchtlinge, Bezirkscaritasverband, Phüipp-Gehling-Straße 4, 5430 Montabaur, Telefon 2602/16060.

EG - Prämie für Schaffleischerzeuger

Schaffleischerzeuger können wieder in den Genuß einer EG- Prämie kommen. Anträge müssen bis spätestens 31. Januar bei der Kreisverwaltung in Montabaur eingegangen sein. Antrags­vordrucke mit dem dazugehörenden Merkblatt können bei der dortigen Abteilung Landwirtschaft und Umweltschutz ange­fordert werden: Tblefon-Nr. 02602/124271 oder 124371. An­tragsberechtigt sind all diejenigen, die mindestens zehn Mutter­schafe halten.

Body-talks

Die Arbeitsgemeinschaft der Kreisjugendämter im geographi­schen Westerwald veranstaltet vom 18. bis 20. Januar ein Wo­chenendseminar zum Thema Körperkontakt. Die Tbilnehmer sollen auf Entdeckungsreise gehen und ihren Körper neu begrei­fen lernen. Eingeladen sind die Interessenten zwischen 15 und 25 Jahren, vor allem auch ehrenamtliche Mitarbeiter der Ju­gendarbeit, die für neue Impulse offen sind.

Veranstaltungsort ist das Kreisjugendheim des Kreises Neu­wied in Urbach. Anmeldungen nimmt »auf dem schnellsten We­ge« das Kreisjugendamt in Montabaur, Tblefon 02602/124-317, entgegen.

Bilanz 90: Lebensmittel sind besser als ihr Ruf

Veterinäramt sorgt für Verbraucherschutz Die Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen der Kreisverwaltung (Veterinäramt) in Montabaur zieht Bilanz über die Ergebnisse der ständigen Überprüfung von Lebensmit­telbetrieben. In 1990 wurden insgesamt 1.500 Kontrollen in Metzgereien, Bäckereien, Gaststätten, Märkten und anderen Betrieben durchgeführt sowie rund 1.000 Proben von Lebens­mitteln und Bedarfsgegenständen untersucht. Das Fazit ist, daß unsere Lebensmittel besser als ihr Ruf sind.

Auf das ingesamt positive Bild werfen jedoch auch in 1990 wie­der einige gravierende, zum Tbil spektakuläre Beanstandungen ihre Schatten.

So wurden in einer Schweinskopf-Sülze in erheblicher Menge Glassplitter und Schweinezähne festgestellt, in einer Konser­vendose mit Brechbohnen fand sich eine tote Maus. Während diese Vorkommnisse als unabsichtliche, wenn auch vermeidbare Mißgeschicke zu werten sind, zeugt ein anderer Befund von ei­ner bewußten Manipulation zu Lasten des Verbrauchers, näm­lich der Nachweis von Nortestosteron, einem EG-weit verbote­nen Hormonpräparat in französischem Bullenfleisch. In diesem Zusammenhang betont das Veterinäramt, daß bei Schlachttie­ren aus dem Kreisgebiet die Untersuchungen auf Rückstände von Tierarzneimitteln durchweg negativ verlaufen sind. Ledig­lich bei einer Kuh, die mit Antibiotika behandelt und vor Ablauf der vorgeschriebenen Wartezeit geschlachtet worden war, wur­den Reste dieser Substanz in den Nieren nachgewiesen. Insge­samt wurden 1990 im Westerwaldkreis fast 51.000 Tiere, über­wiegend Schweine und Rinder, geschlachtet, die allesamt auf er­kennbare Krankheitserscheinungen sowie stichprobenweise auf Rückstände untersucht worden sind.

Deutsch- und Orientierungskurse für Asylbewerber/Ausländer

Die soziale und sprachliche Eingliederung der ausländischen Flüchtlinge, die in den verschiedenen Orten im Westerwald un­tergebracht sind, will das katholische Bildungswerk mit der

Anlaß zu Beanstandungen gab mitunter die Hygiene in den Be­trieben. So mußte eine Backstube vorübergehend geschlossen werden, nachdem dort in erheblicher Menge Schaben, Käfer und Mäusekot vorgefunden worden war. In einem anderen Fall wa­ren aus einer Speiseeisprobe Schimmelpilze und Eitererreger angezüchtet worden.