Einzelbild herunterladen

Montabaur

Seite 3

Nr. 1/2/91

Viele Ortsbürgermeister, Vertreter aus dem Verbandsgemeinderat, dem Stadtrat und anderen Gremien waren der Einladung des Bürgermeisters ins Haus Mons Thbor nach Montabaur ge­folgt.

'* T**"

Die gesamte zentrale Bedeutimg Monta­baurs für den unteren Westerwald als kur- trierischer undnassauischer Amtssitz, als preußischer Amtssitz, als Bezirkshaupt­stadt des Regierungsbezirks Montabaur, als heutige Kreisstadt des Westerwald­kreises, sei imdenkbar ohne' die Stadt­rechtsverleihung von 1291. Das sei, so Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, Anlaß genug, im neuen Jahr 1991 in vielfältiger Form auf das Ereignis vor 700 Jahren Be­zug zu nehmen.

Die Geschichte der Stadt Montabaur er­öffne historisch interessierten Mitbürgern der Stadt die Möglichkeit zur heimatge­schichtlichen Forschungsarbeit in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv. Sein Wunsch, so der Bürgermeister, sei da­her die Gründimgeines »Fördervereins zur Montabaurer Geschichte«.

Neben den Ausführungen zur Stadtge­schichte ging der Bürgermeister auch auf die Entwicklung in Ostdeutschland in den Jahren 1989 und 1990 ein.

In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Städtepartnerschaft Montabaur- Sebnitz, die man im August 1990 besiegelt habe. Der politischen Wiedervereinigung müsse die geistige und kulturelle Wieder­vereinigung folgen, so der Bürgermeister. Dabei sei der persönliche Kontakt und das persönliche Gespräch durch nichts zu er­setzen.

Geschichte und Zeitgeschehen bildeten oft ein Spiegelbild größter Kontraste Nach­dem man in Europa einem gesicherten Frieden ein großes Stück näher gekommen sei, drohe im Nahen Osten die Kriegsge­fahr alles zu überschatten. »Unseren Freunden vom Patenschiff »Westerwald«, das zur Zeit in Kreta im Nato-Einsatz ist, gilt in freundschaftlicher Verbundenheit unser Neujahrswunsch, daß sich der Golf­konflikt .in den nächsten Wochen doch noch in friedlicher Verständigung lösen läßt und die mit der Besetzung Kuwaits durch den Irak begonnene regionale Auseinandersetzung nicht zu einer weltweiten Katastrophe führt«, erklärte Dr. Possel-Dölken.

Nicht nur die historische Tradition solle im Jubiläumsjahr in den Blickpunkt rücken, so der Bürgermeister in seiner Ansprache Daher habe man bewußt das Motto »Tradition und Leben« gewählt.

Der Bürgermeister: »Ebenso wie viele Generationen unter dem Schutz des Stadtrechtes in heute oft nicht mehr vorstellbaren sozia­len Verhältnissen die LebensgemeinschaftStadt geprägt und gestaltet haben, ist auch das heutige Leben in der Stadt Montabaur von vielen günstigen Rahmenbedingungen abhängig. Die Lebensader unserer Stadt, die Grundlage für Arbeit und Leben in Gegen­wart und Zukunft, sind Handel, Gewerbe, Dienstleistungsbetriebe und die sozialen Einrichtungen«.

Zum Neujahrsempfang eingeladen hatte die Stadt Mon tabaur. Im Bild die Gastgaber Bürger­meister Dr. Possel-Dölken mit Gattin (Mitte), I. Beigeordneter Dr. Paul Hütte und II. Beigeord­neter Paul Thimm mit Gattin (links).

Moderne Jazz-Tänze in den Farben Schwarz-Rot-Gold der Gymnastik- gruppe Schröter vom S Montabaur waren ein Kontrast zu den folklori- stischen Darbietungen.

lim

Hier sehe man die Verpflichtung mitzuhelfen, auch über das Jahr 2000 hinaus die Weichen für den Erhalt und den Ausbau zentraler Arbeits-, Lebens-und Gemeinschaftsbedingungen zu stellen.

Schon immer hätten die Verkehrswege Schicksal und Entwick­lung der Stadt Montabaur stark beeinflußt. Auch in Zukunft werde dies so sein. Die Anbindung der Stadt, des Westerwald­kreises und der Region an das Schnellbahnnetz der Zukunft sei von herausragender Bedeutung.

Wer künftig für die Region Erträge ernten wolle, müsse zuvor das Feld richtig bestellen. Dies hätten bereits viele Generatio­nen in Montabaur so gehalten. »Dieser Verpflichtung für die Zu­kunft unserer Stadt dürfen wir uns nicht entziehen«, fügte der Bürgermeister hinzu.

***************

***************