Montabaur
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Nr. 1/2/91
Mit Neujahrsempfang Jubiläumsjahr 1991 eröffnet
Montabaur feiert die 700jährige Wiederkehr der Stadtrechtsverleihung
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700 JAHRE STADTRECHTE
Der Anfangzu einem großen Ereignis in Montabaur ■ der 700jährigen Wiederkehr der Stadtrechtsverleihung im Jahre 1291 - ist gemacht. Pünktlich zum Jahresbeginn eröffnete Bürgermeister Dr. Paul-Josef Possel-Dölken mit dem Neujahrsempfang im Haus Mons Ihbor am 3. Januar 1991 offiziell das Fest jahr »700 Jahre Stadtrechte Montabaur», das unter dem Leitwort» Leben und TVa- dition« steht. Über das ganze J ahr 1991 soll in Montabaur gefeiert werden. Höhepunkte im Jubiläumsjahr sind der Rheinland-Pf alz-Thg am 25. und 26. Mai 1991 und die historische Festwoche vom 16. bis 22. September 1991. Rechtzeitig zum Beginn des Festjahres ist der »Jubiläumsfahrplan ‘91« der Stadt Montabaur erschienen, der im Rathaus, in den B anken und in den Geschäften zu erhalten ist.
Zum Neujahrsempfang geladen waren Vertreter aus Politik, Handel, Handwerk und Gewerbe, Behörden, Schulen, Kirchen und Westerwaldkasema Daneben umfaßte die Einladungsliste des Bürgermeisters all diejenigen, die sich an den Jubiläumsveranstaltungen, deren Vorbereitungund Ausführung beteiligen. Die Einladungzum Auftakt des Jubiläumsjahres hatten auchBundes- und Landespolitiker wie Gudrun Weyel (MdB), Staatssekretär Karl Hoppe und die Abgeordneten Ulla Schmidt (MdL) und Harald Schweitzer (MdL) angenommen. Als Vertreter des Westerwaldkreises war stellvertretend für den Landrat der 1. Kreisdeputierte Erich Immel erschienen.
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Des Geyer‘s schwarzer Haufen, Spielleute in historischen Kostümen und alten Instrumenten stimmten die Gäste auf das 700jährige Fest ein.
Tbachtentänze zeigte die Tanzgruppe des Verkehrsvereins Kadenbach, die zugunsten der Rumänienhilfe auf ihre Gage verzichtete
Aber auch an diejenigen, die sich schon in früheren J ahrzehnten für eine positive Entwicklung der Westerwälder Kreisstadt einsetzten, hatte man gedacht. So ging ein besonderer WUlkommensgruß an August Hanz (MdB a.D.), Julius Decker (MdL a.D.) und an den Landrat a.D. Dr. GeorgKlinkhammer. In Erinnerung an seine beiden verstorbenen Amts vorgänger, die sich in besonderer Weise um die Stadt Montabaur verdient gemacht haben, begrüßte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken Gertrud Roth und Annette Mangels.
Die wechselvolle Geschichte der Stadt, die weit über die 700jährige Stadtratsverleihung hinaus geht, nahm einen breiten Raum in der Neujahrsansprache des Bürgermeisters ein. Gleich zu Beginn stellte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken die Frage, ob die Stadtrechtsverleihung vom 29. Mai 1291 ein so besonderes Ereignis gewesen sei, daß man dieses Ereignis 700 Jahre später mit einem Jubiläumsjahr feiere.
Diese Frage beantwortete er mit einem klaren »J a«. Die Verleihung der Stadtrechte von 1291 sei ein so wichtiges Ereignis gewesen, daß die heutige Situation der Stadt Montabaur ohne die damals verliehenen Stadtrechtsprivilegien - Marktrecht, dem Recht und der Pflicht zur Stadtbefestigung, der eigenen Gerichtsbarkeit, dem Steuererhbungsrecht, einer vom Kurfürst beeinflußten eigenen Verwaltung und anderes mehr - nicht denkbar wäre. Diese Privilegien hätten erst die Grundlage in den folgenden Jahrhunderten geschaffen, von denen man heute noch zehre, erklärte der Bürgermeister.
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