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Montabaur

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Nr. 35/98

schlossen worden. Erster Beigeordneter Edmund Schaaf begrüßte neben den Mitgliedern des Werksausschusses und Beigeordnpt die Ortsbürgermeister der Augstgemeinden sowie die am Projekt beteiligten Mitarbeiter der Energieversorgung Mittelrhein (EVM1 m h der Verbandsgemeindewerke Montabaur sowie den Initiator des Projektes, Beigeordneten a. D. Heinz Reusch. ' 1 und

Beigeordneter Schaaf betonte, die Wasserversorgung in der Verbandsgemeinde Montabaur sei gesichert. Durch die enormp Investitionen der Verbandsgemeindewerke Montabaur in den Jahren seit 1975 zur Erschließung neuer Quellen, aber auch zum Aufha eines die ganze Verbandsgemeinde umfassenden Ringleitungsnetzes sei ein Maß an Versorgungssicherheit erreicht worden vo dem man bei Übernahme der Wasserversorgung von den Ortsgemeinden durch die Verbandsgemeinde im Jahr 1975 eigentlich m träumen konnte. Das Wasser, das aus den Tiefbrunnen und Quellen der Verbandsgemeindewerke Montabaur gewonnen werden kann, reiche - so Schaaf - aus, um den »normalen« Bedarf der Haushalte und Gewerbebetriebe zu decken. Allerdings habe es in dem heißen und trockenen Sommer 1990 nach einem außergewöhnlich niederschlagsarmen Winter gewisse Engpässe gegeben Entscheidend dafür sei weniger der Mangel an Wasser als das Emporschnellen des Verbrauchs gewesen. Nach dem niederschiaas armen Winter 1995/96 habe sich diese Situation im Sommer 1996 wiederholt. y '

» Wasser marsch!« Die Schieber im Hochbehälter Hühnerberg wurden geöffnet, so daß Wasser aus dem Versorgungsnetz der Vereinigte Wassenverke Mittelrhein GmbH in s das Versorgungsnetz der Verbandsgemeindewerke Montabaur eingespeist werden kann (v. r. nach I. Jürgen Herz und Bernd Jösch, die beiden Projektleiter der VG- Werte i Montabaur und der EVM, erster Beigeordneter Edmund Schaaf, Betriebsdirektor Wolfgang Heuser, Beigeordneter a. D. Heinz Reusch, Ortsbürgermeister Fritz Roggenbach, Neuhäusel) Foto: Katja Korbach

Daraus hätten die Verbandsgemeindewerke zwei Konsequenzen gezogen: Die Verbandsgemeindewerke appellierten damals und : auch jetzt noch immer wieder an die Haushalte, mit Trinkwasser sparsam umzugehen, also selbstverständlich für die Gartenbewäs­serung Regenwasser zu sammeln, aber auch bei der Hausinstallation und den Hauswirtschaftsgeräten die Möglichkeiten des Wassersparens zu nutzen. Und die Verbandsgemeindewerke hätten Ausschau gehalten nach zusätzlichen Wasserbezugsquellen. Die Notwendigkeit, zusätzlich Wasser zu beschaffen, ergab sich primär aus dem Bau der ICE-Trasse. Die Arbeitsgemeinschaften, die mit dem Bau der Tunnel und Brücken in unserem Bereich beschäftigt sind, brauchen u. a. für die Beton-Mischwerke beträchtliche/ Wassermengen. Wasser aus Bächen und Weihern könne dafür nicht verwendet werden, weil für Spritzbeton Wasser benötigt wird,; das frei von tonhaltigen Schwebstoffen ist. »Wir hätten diesen temporären Spitzenbedarf nicht aus unserem Versorgungsnetz decken; können«, führte Beigeordneter Schaaf aus. Von mehreren geprüften Alternativen habe sich der Anschluß an das Versorgungsnetz! der Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein als wirtschaftlichste erwiesen. Andere Lösungen hätten erhebliche größere Investitionen] erfordert. Als günstige Voraussetzung habe sich erwiesen, daß die Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein GmbH, deren Versorgungs-j gebiet auch die Verbandsgemeinde Vallendar umfaßt, direkt an der Grenze schon in der Gemarkung Simmern den Hochbehälter; Hühnerberg hat, der relativ nahe an unserem nächsten Hochbehälter Steinrausch liegt. Es mußte eine Distanz von 6.940 m überwunden* und der Hochbehälter Hühnerberg entsprechend ausgerüstet werden. Und natürlich sei es eine günstige Grundvoraussetzung, daß] die Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein über ausreichende Wassermengen verfügen.

Durch den Vertrag zwischen den Vereinigten Wasserwerken Mittelrhein und den VG-Werken Montabaur wird eine Wasserlieferung von bis zu 800 m 3 täglich ermöglicht. »Das deckt unseren Spitzenbedarf, gerade auch für die ICE-Baumaßnahme«, bemerkte Schaaf. Da im Normalfall unsere Wasserversorgung gesichert ist, sei es günstig, daß keine Mindestmenge vereinbart wurde, sondern nuri täglich mindestens ca. 30 m 3 abgenommen werden müssen - was schon notwendig sei, um die Leitung keimfrei zu halten. < »Neben der Deckung des Spitzenbedarfs, der im Zusammenhang mit der ICE-Trasse steht, ermöglicht es die Verbindung zu Vallendar, den Privathaushalten und Ünternehmen ein größeres Maß an Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Und wir haben Vorsorge W, den künftigen Mehrbedarf an Wasser getroffen, der aus unseren Brunnen und Quellen möglicherweise nicht befriedigt werden kann«,: erläuterte Edmund Schaaf.

Er betonte, man erwerbe von den Vereinigten Wasserwerken Mittelrhein Wasser, das in jeder Hinsicht einwandfrei ist, nicht nun bezüglich der chemischen Zusammensetzung - hier gelten die strengen Voraussetzungen der Trinkwasserverordnung, die aaj Trinkwasser höhere Anforderungen als an Mineralwasser stellt -, sondern auch geschmacklich. I

Beigeordneter Schaaf führte aus: »Wir müssen aber in der Verbandsgemeinde Montabaur auch berücksichtigen, daß unsere Einwohnerzahl in den Jahren von 31.455 im Jahr 1972 auf 40.187 im Jahr 1997 gestiegen ist. Und wir haben ja auch Gewerbegebieie