Montabaur
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Gründe fiir’s Sparen gibt’s genug. Natürlich kann man sich
manche Wünsche auch erfüllen, indem man einen Tfeil des Preises oder der Kosten durch einen Kredit finanziert. Aber auch die Kreditfinanzierung setzt voraus, daß dieser Kapitalstock durch Ersparnisse geschaffen worden ist. Das gilt für den Privathaushalt ebenso wie für die Wirtschaftsunternehmen und den Staat. Um sein Sparziel zu erreichen, muß man allerdings auch die richtige Sparform wählen. Dazu gibt es heute eine breite Palette van Möglichkeiten, sowohl für die regelmäßige monatliche Rücklage wie für die Anlage größerer Beträge. Diese große Auswahl für sich richtig zu nutzen, ist ein wichtiger Informationspunkt des Weltspartages. Der Geldberater der Sparkasse kann für den Einzelfall den geeigneten Vorschlag machen.
Sparkassenwertpapiere - eine gute Anlage
Sparen ist einfach. Man braucht nur weniger auszugeben, als man einnimmt. Auf Knopfdruck läßt sich das allerdings nicht bewerkstelligen. Man muß schon ein wenigplanen und überlegt disponieren, imnötige Ausgaben vermeiden und bei größeren Anschaffungen intensive Preisvergleiche anstellen. Dann wird sich am Monatsende ein Betrageinstellen, überden man frei verfügen kann und der am besten auf’s Sparkonto wandert. Auch das Geld für geleistete Überstunden, eine unerwartete Prämienrückzahlung oder das 13. Monatsgehalt zahlt man am besten gleich ebenfalls dort ein und bildet so eine Rücklage.
N ach einer gewissen Zeit wird man auf den Geschmack kommen und sich Gedanken darüber machen, wie man das Geld einer Anlageform zuführen kann, die das Rücklagenpolster mittels Zins und Zinseszins schneller wachsen läßt. Die Auswahl ist so groß und für den Laien verwirrend, daß man sich am besten bei seiner Sparkasse beraten läßt. Mit Sicherheit wird zu den Empfehlungen dann auch der Sparkassenbrief oder die Sparkassenobligation, auch die Gewinnobligation gehören. Diese Papiere bieten eine Reihe von Vorteilen. So ist der Zinssatz für die Dauer der Laufzeit garantiert. Damit entfallen auch die sonst bei börsennotierten festverzinslichen Werten üblichen Kursschwankungen. Die Laufzeiten bewegen sich zwischen einem und drei Jahren bei der Sparkassenobligation und gehen bis zu 10 Jahren beim Sparkassenbrief. Besonders vorteilhaft ist, daß Kauf, Verwahrung und Verwaltung dieser Papiere kosten- und gebührenfrei erfolgen, der Zinsertrag also dem Kunden ungeschmälert zugute kommt.
Bei den Sparkassenbriefen gibt es darüber hinaus noch eine spezielle Variante: Neben der jährlichen Zinszahlung kann man auch ein abgezinstes Papier erwerben. Unterstellt man einen Zins von 7,6 %, dann sind lediglich knapp 760,00 DM einzuzahlen, um nach vier Jahren mit Zins- und Zinseszins 1.000,00 DM zurückzubekommen. Und was besonders sympathisch ist: man muß kein Krösus sein, um die Papiere zu kaufen. Der Mindestbetrag lautet häufignur über 500,00 DM, nach oben hin sindkeine Grenzen gesetzt.
Sparkassenbriefe und -Obligationen bewegen sich hinsichtlich der Verzinsung immer in der unmittelbaren Nähe des geltenden Kapitalmarktzinses. Dies ist in der gegenwärtigen Situation für den Anleger ein besonderes Plus, kann er doch mit Zinsen um etwa 8 % für mehrere Jahre rechnen. Bei diesem Zinssatz verdoppelt sich eine Mark einschließlich Zins und Zinseszins in knapp 10 Jahren. Immer mehr Kunden der Sparkassen wissen alle genannten Vorteile wohl zu schätzen.
Immerhin haben Privatpersonen im ersten Halbjahr mehr als 11 Mrd. DM in diesen Papieren angelegt. Ein Jahr zuvor sind es lediglich 6,2 Mrd. DM gewesen. Bezieht man diesen Betrag auf die in diesem Zeitraum insgesamt gebildete Ersparnis, dann ergibt sich dafür ein Anteil von 38 %. Der Bestand erreichte allein bei den Sparkassen knapp 142 Mrd. DM.
BAFöG-Leistungen an 26.000 Schüler und Studenten
Im Jahre 1989 wurden in Rheinland-Pfalz 119 Millionen Mark für die Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) verausgabt. Das sind fünf Millionen Mark mehr als im Jahr zuvor. Nach Auskunft des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden 31 Millionen Mark (27 Prozent) als Zuschüsse und 87 Millionen Mark (73 Prozent) als unverzinsliche Darlehen geleistet.
Von 26.000 geförderten Personen waren 7.700 Schüler und 18.300 Studenten. Der durchschnittliche monatliche Förderungsbetrag je Student lag bei 602 Mark und je Schüler bei 547 Mark.
Eine Milliarde Mark Exportüberschuß i
Im Juli 1990 exportierte die rheinland-pfälzische Ww Waren im Gesamtwert von 3,1 Milliarden Mark. Das' Berechnungen des Statistischen Landesamtes in b!hp* Prozent mehr als im Juli 1989. Gleichzeitig wurriJf w Wart von fast 2,1 Milliarden Mark eingeführt, was t wachs von nahezu 15 Prozent gegenüber dem Voria altspricht. Damit wurde ein Exportüberschuß von i m » Mark erzielt. 1MÜ
Im Zeitraum Januar bis Juli 1990 lag der Wert der rhi pfälzischen Ausfuhr bei 21,7 Milliarden Mark (plus 2 91
und der Wbrt der Einfuhren bei 14 Milliarden Mark (piui
zent).
Nahezu 6 Millionen Tbnnen Steine und Erden umgeechlagen Im ersten Halbjahr 1990 wurden in den rheinland-pfüL, Häfen 14,8 Millionen Tbnnen Güterumgeschlagen, 137 000 nen mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Var jahrestob Prozent). N ach Auskunft des Statistischen Landesamtes in Ems waren Steine und Erden mit fast 40 Prozent amGe schlag beteiligt. Der Umschlag von Düngemitteln stärksten ausgedehnt (plus 11,1 Prozent). Auffällig“^ Rückgang bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen (i 8,6 Prozent).
Von Januar bis Juni 1990 liefen 15.776 Güterschiffe diel und Moselhäfen zum Be- und Entladoi an. Das sind 362 S mehr als im Vorjahreszeitraum.
Zahl der Adoptionen 1989 rückläufig
Im Jahre 1989 wurden in Rheinland-Pfalz 470 Mind«,. davon 104 mit ausländischer Staatsangehörigkeit, adoi ein Sechstel weniger als im Vorjahr. Verwandte oder Stiel adoptierten nach Angaben des Statistischen Landesau Bad Ems über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, j 60 Prozent der deutschen Adoptivkinder waren nicht« Prozent kamen aus geschiedenen Ehen und 3 Prozent i Voll- oder Halbwaisen. In Heimen lebten 10 Prozent unding lienpflege 52 Prozent aller Adoptierten.
Von den an Kindes statt angenommenen Minderjähriges b den sich 57 Prozent noch nicht im schulpflichtigen AlterJ zent gehörten zu der Altersgruppe zwischen sechs undü| zwölf Jahren, 11 Prozent zu den unter 18 Jahren.
Ende 1989 lagen den Vermittlungsstellen 1.854 Bewerkij vor. Das sind rund ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Zud Adoption vorgemerkten Personenkreis zählten 69 Hindi Jugendliche, so daß auf ein vor gemerktes Kind 31 Bewerb fielen.
590 Millionen Mark für die Jugendhilfd
Im Jahre 1989 wurden in Rheinland-Pfalz 590 Millionen!] für die Jugendhilfe auf gewendet. Nach Angaben des SU sehen Landesamtes in Bad Ems entspricht dies einer Zuni von rund 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von den Auajj entfielen drei Viertel auf die Jugendämter und das Land gendamt, ein Viertel auf die kreisangehörigen Kommunen] Jugendamt sowie die Zweckverbände als Kindergartenti Den Ausgabenschwerpunkt bildeten die Kinderta mit 387 Millionen Mark (plus 8,4 Prozent). Davon erbrach! öffentlichen Tkäger da Jugendhilfe jeweils rund 50 P ~ eigene Einrichtungen bzw. als Zuschüsse für Kind ten da freien Tkäga da Jugendhilfe.
Die Heimpflege verursachte Aufwendungen in Höhe von 81 lionen Mark, die Erholungspflege und Freizeithilfen v on 2] lionen Mark. Für freiwillige Erziehungshilfe und Füno"”^ hung wurden 20 Millionen Mark, für Beratung in Fn Ehe, Familie und Jugend 15 Millionen Mark und für au lische Jugendbildung 8 Millionen Mark verausgabt.
Umsätze mit Kraftwagen schnellten im Juli in die Höhe
Im Juli, dem ersten Monat da Währungsunion mitdern
mit anderen Bundesländern größeren Entfernung zu chen Bundesländern.

