Einzelbild herunterladen

Montabaur

Seite 14

Die Aufstellung des N achtragshaushaltsplanes wurde erforder­lich aufgrund der nachfolgenden Kriterien:

1. Ttotz Ausnutzung aller Sparmöglichkeiten entstand ein er­heblicher Fehlbetrag. Der Haushaltsausgleich war nur durch die Änderung der Haushaltssatzung zu erreichen.

2. Bei einzelnen Haushaltsstellen waren Ausgaben zu leisten, die im Verhältnis zu den gesamten Ausgaben einen erhebli­chen Umfang annahmen.

3. Es waren Ausgaben für bisher nicht veranschlagte Investi­tionsmaßnahmen zu tätigen.

Angesichts dieses gesetzlichen Erfordernisses wurden sämtli­che Einnahmen - und Ausgabenansätze fortgeschrieben bzw. dem voraussichtlichen Bedarf angepaßt. Als Auswirkung die­ser Fortschreibung war festzustellen:

1. Die E innahme n und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes verminderten sich von ursprünglich 541.000,-- DM um 7.000,- DM auf nunmehr 634.000,- DM.

2. Die E innahm en und Ausgaben des Vermögenshaushaltes erhöhten sich von ursprünglich 424.000,- DM um 12.000,- DM auf nunmehr 436.000.

3. Der Gesamtbetrag der Kredite erhöhte sich von ursprüng­lich 0,- DM um 73.539,- DM auf 73.639,- DM.

Eine deutlich positivere Entwicklung des Verwaltungshaushal­tes gegenüber den bisherigen Ansätzen dokumentierte der Zu­führungsbetrag zum Vermögenshaushalt in Höhe von 47.000,- DM. Er lag um 21.000,- DM über dem bislang gültigen Zufüh­rungsbetrag.

Die verbesserte Finanzsituation spiegelte sich auch in der freien Finanzspitze wider, die auf Ü 44.000,-- DM anwuchs.

Nach den nunmehr vorliegenden Anhaltspunkten zum Haus­halt 1989 darf erfreulich darauf hingewiesen werden, daß die ur­sprüngliche Neu Verschuldung von 73.639,- DM nicht eintreten wird. Die gute finanzielle Situation in 1990 läßt es zu, für den Haushalt 1989 einen Fehlbetrag von 73.000,- DM entstehen zu lassen und diesen zur Abwicklung zu bringen. Somit erspart man sich langfristig Zins- und Tilgungsleistungen.

Zum Jahresende 1989 ist eine Gesamtverschuldungin Höhe von 472.488,32 DM auszuweisen. Dies bedeutet für die Ortsgemein­de eine Pro-Kopf-Verschuldung von 646,36 DM. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt bei Gemeinden in der Größenklasse unter 1.000 Einwohner zum 31.12.1988 mit 343,--DM zeigt sich ein immer noch deutlich darüberliegender Pro-Kopf-Betrag. Über Rücklagenmittel verfügt die Ortsgemeinde derzeit nicht.

Haushalt 1990

Das Gesamtvolumen des Haushaltes 1990 beläuft sich auf 861.000,- DM.

Verwaltungshaushalt

Das Volumen des Verwaltungshaushaltes erhöht sich von 534.000,- DM um 74.000,- DM auf nunmehr 608.000,-DM. Her­vorgerufen wird dies durch den Einnahmezuwachs im Forst und insbesondere im Unterabschnitt 9000 - Steuern, allgemeine Zu­weisungen und allgemeine Umlagen.

Im Ausgabenbereich des Verwaltungshaushaltes sind zwar auch Steigerungen gegenüber dem Vorjahr erkennbar, jedoch fallen sie nicht in dem Umfang aus, wie dies bei den Einnahmen ersichtlich ist. Diese Aussage wird untermauert durch den Zu­führungsbetrag zum Vermögenshaushalt in Höhe von 59.000,- DM, der um 12.000,- DM über dem Vorjahresansatz liegt.

Ungeachtet dieser positiven Entwicklung sollen doch einige Ausgabenschwerpunkte und deren Veränderung gegenüber 1989 aufgezeigt werden.

Der von der Ortsgemeinde zu zahlende Kostenanteil für die Hil- fe zum Lebensunterhalt innerhalb und außerhalb von Anstalten verringert sich gegenüber dem Vorjahr um 2.025,- DM und be­läuft sich somit auf 10.975,- DM.

Der Unterabschnitt 7610 - Bürgerhaus Großholbach - verur­sacht gegenüber 1989 Mehrkosten von 4.700,- DM insbesonde­re durch den Kauf von Heizöl.

Die Ausgaben im Forst erhöhen sich von 48.011,- DM um 8.134,- DM auf nunmehr 66.146,- DM. Die Entwicklung der von der Ortsgemeinde zu zahlenden Umlagen verdeutlicht die folgende Übersicht:

1989 1990

Gewerbesteuer­umlage 2.600,-DM 2.775,-DM + 175,-DM

Kreisumlage 131.100,- DM 150.460,- DM + 19.360,- DM Verbandsgemeinde­umlage 156.300,- DM 170.520,- DM + 14.220,- DM

290.000,- DM 323.755,- DM + 33.755,- DM

Nr.«

Der Anstieg der Gewerbesteuerumlage basiert auf dem

über dem Vorjahr höheren Gewerbesteueraufkommen. DieSr gerungen bei der Kreis- und Verbandsgemeindeumlage beruh zum einen auf dem Anwachsen der Umlagegrundlaee ^

1989 1190 6

469.704,- DM 601.517,- DM + 41.813 d m während bei der Kreisumlage die Anhebung des Umlaeesat* von 28,5 v.H. auf 30 v.H. noch ins Gewicht fällt. Das Gesamt» i lagesoll stellt mit 53,25 % die gewichtigste Ausgabe des VermLl tungshaushaltes dar.

Die freie Finanzspitze der Ortsgemeinde Großholbach emckj net sich unter Beachtung der ordentlichen Tilgungsleigt^

mitÜ 60.000,-DM. Diese freie Finanzspitze garantiert darf *

gemeinde eine gute Leistungsfähigkeit, die nach den Bai nun gen des Finanzplanes auch in den kommenden J ahren an ten soll.

Vermögenshaushalt

Das vom Ortsgemeinderat am 1.6.1989 beschlossene In« tionsprogramm bildet die Grundlage zur Erstellungdei genshaushaltes.

Ausweislich dieses Programmes sind für folgende Ai und Vorhaben entsprechende Mittel veranschlagt;

1. Anschaffung einer Schreibmaschine. 880,-Bd

2. Kostenanteil der Ortsgemeinde zur Einrichtung

der 6. Gruppe im Kindergarten. 3.546,-1)

3. Begrünungsmaßnahmen Orgelsweg. 6.000,-Dl

4. Stromanschluß Bolz- und Festplatz.8.00o|-Dl

6. Umbau der Holzbrücke über den Ahrbach .. 6.000,-Dl

6. Zuweisungen für D orfemeuerungsmaßnahmen 2.000,-Dl

7. Sraßenoberflächenentwässerungsanteil

Birkenweg. 8.480,-Dlj

8. Straßenbeleuchtungserweiterung. 3.000,-Dl

9. Dachumbau Leichenhalle. 6.000,-Dlj

10. Neugestaltung des alten Friedhofes. 1,5

11. Anschaffung einer Bühne. 6.000,-D)|

Aus dem Vorjahr steht zusätzlich noch ein Haushaltsrest in Höhe von 5.414,77 DM zur Verfügung, i

12. Installierung eines Einbauschrankes. 6.000,-0

13. Anschaffung von Geräten.. 1.500,-0

14. Bau von Garagen am Bürgerhaus. 1.500,-Dl

16. Erwerb von Grundstücken. 3.000,-Dl

16. Haus- und Kanalanschlußkosten. 6.500,-

17. Zuführung zur allgemeinen Rücklage. 93.389,-!

18. Tilgung von Krediten an private Unternehmen 2.707,-1

19. Tilgung von Krediten an den Kreditmarkt .. 5.999, -D

20. Abwicklung des Soll-Fehlbetrages 1989 .... 73.000,-0

Die Finanzierungdes 20 Punkte umfassenden Ausgabenkat ges erfolgt durch die Veranschlagung der nachfolgenden E nahmen:

1. Zuweisung der Stadt Montabaur zum Umbau

der Ahrbachbrücke. 1.600,-fl

2. Zuweisung vom Naturpark Nassau

zum Umbau der Ahrbachbrücke .. 3.000,-1

3. Erschließungsbeiträge Neuwiese - Kreuzwiese 13.000,-fl

4. Ausbaubeiträge Kirch- und Friedhofsstraße . 26.000,-fl

6. Erschließungsbeiträge Birkenweg. 100.00,-fl

6. Einnahmen aus der Veräußerung

von Grundstücken. 36.500,-fl

7. Investitionsschlüsselzuweisungem. 6.000,-1

8. Zuführung vom Verwaltungshaushalt. 59.000,-fl

Ausblick 1991 -1993

Zuweisungen für Dorfemeuerungsmaßnahmen, die Ers ßung Langgarten, die Anschaffung von Geräten, die En ßung »Am Strüthehen« , der Bau einer Schutzhütte, flj Schließung »Am Despel« und der Ausbau der Mittel-»fl tenstraße bilden bislang die Vorhaben der kommenden M Die Berechnungen der mittelfristigen Finanzplanung s: sieren eine Finanzierung ohne Neuverschuldungen.

Anschaffungen im Haushaltsjahr 1990 ,

Im Jahre 1990 sollen folgende Gegenstände angescM den:

- Bühne für das Bürgerhaus

- Motorsäge -Leiter

- Schreibmaschine

- Kaffeegeschirr

- Servierwagen