Montabaur
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Vielen Pflanzenarten, die von den intensiv genutzten Äckern verdrängt werden, bieten sich die Randstreifen entlang der Landwirtschaftswege als Rückzugsgebiete an. Leider werden diese Saumbiotope vielerorts vernichtet. Dies geschieht hauptsächlich durch Umpflügen bei der Bewirtschaftung angrenzender Äcker. Hinzu kommen Beeinträchtigungen durch Eintrag von Düngemitteln, Abdrift von Pflanzenschutzmitteln, Mähen, Abbrennen und Befahren.
In diesem Zusammenhang weist die Kreisverwaltung in ihrem Pressedienst nachdrücklich darauf hin, daß das Umpflügen der Wegraine unzulässig ist. Nach den Bestimmungen des Landespflegegesetzes ist es verboten, wildwachsende Pflanzen zu verwüsten und Lebensstätten wildwachsender Pflanzenarten oder wildlebender Tierarten zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Die Kreisverwaltung appelliert deshalb an alle Landwirte, naturnahe Wegeränder als prägende und gliedernde Elemente der Kulturlandschaft zu erhalten und zu sichern.
i-Tüpfelchen für Dreifachsporthalle in Westerburg Inbetriebnahme nach Ostern
»Grünes Licht« gab der Kreisausschuß in seiner jüngsten Sitzung für die Anschaffung von »beweglichen« Sportgeräten für die neue Dreifachsporthalle an der Berufsbildenden Schule in Westerburg. Die Kosten für Bälle, Matten, Barren, Trampoline, Tischtennisplatten, Hochspringanlagen und anderes mehr machen in der Summe einen Betrag von fast 90.000 DM aus. Den »Zuschlag« erhielt ein kreisansässiger Sportartikelbetrieb. Das Land gewährt einen Zuschuß von rund 14.000 DM.
Für knapp sechs Millionen DM baut der Kreis mit Unterstützung des Landes die neue Dreifachturnhalle. Die Bauarbeiten sind soweit abgeschlossen. Nach den Osterferien soll der »Startschuß« für den Schul- und Vereinssport fallen.
Mit dem Neubau kommt der Kreis der Bedarfsdeckung ein gutes Stück näher. Insgesamt stehen dann acht unterschiedlich große Sport- und Turnhallen in seiner Trägerschaft.
Stützmauer in Kammerforst wird erneuert
60.000 DM investiert der Westerwaldkreis, um die Schäden an der Stützmauer entlang der Kreisstraße 116 in der Gemeinde Kammerforst zu beseitigen und neue zu verhindern. Der Kreisausschuß hat die Dringlichkeit der Maßnahme anerkannt und der Auf tragsvergabe an ein Westerwälder Tiefbauunternehmen zugestimmt.
Um Weltpreis des Westerwaldkreises wird wieder ausgeschrieben
Kreisverwaltung bittet um Vorschläge bis zum 1. April 1990 Für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes verleiht der Westerwaldkreis in diesem Jahr wieder den »Umweltpreis«. Jeder Einwohner im Kreis kann mögliche Preisträger benennen. Die Kreisverwraltungin Montabaur sammelt bis zum 1. April alle Vorschläge Die Preisverleihung wird am »Tag der Umwelt« stattfinden.
Mit dem Umweltpreis sollen beispielhafte umweltverbessemde Leistungen im Westerwaldkreis gewürdigt, der Öffentlichkeit vorgestellt und bekanntgemacht werden. Bezweckt wird damit auch, das Interesse der Bevölkerung für Fragen und Probleme des Umweltschutzes zu wecken und einen Anreiz zur Nachahm- mungzu schaffen. Außerdem sollen die Bürger angeregt und ermutigt werden, im Rahmen ihres Lebens- und Einflußbereiches durch Eigeninitiative aktiv zum Umweltschutz beizutragen. Der Preis ist in vier Kategorien unterteilt und wird verliehen an:
- Privatpersonen
- Vereine, Verbände, Interessengruppen
- Handwerks-, Industrie- und landwirtschaftliche Betriebe
- Schulen und Jugendgruppen.
Die Preisträger erhalten eine Urkunde und eine Geldzuwendung in Höhe von 3.000 DM je Kategorie Der Kreistag hat beschlossen, daß die Verleihung ab 1990 in einem dreijährigen Tümus erfolgt.
Bei der Preisvergabe werden nur solche Leistungen berücksichtiget, die im Westerwaldkreis ausgeführt oder produziert werden. Privatpersonen, Vereine, Verbände, Interessengruppen, Schulen, Jugendgruppen und kommunale Gebietskörperschaften müssen im Westerwaldkreis wohnen, ansässig sein oder im Kreisgebiet liegen. Leistungen von Handwerks-, Industrie- und landwirtschaftlichen Betrieben müssen im Westerwaldkreis ausgeführt beziehungsweise erbracht werden.
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Anerkannt werden umweltverbessemde Maßnahme sondere aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Gewäsee, Immissionsschutz, Landschafts-, Ensemble- und Natu sowie Rekultivierung.
Die Preisverleihung findet am »Tag der Umwelt«, u oiau4 1990, statt. Vorschläge für den Umweltpreis müssen bis2 April 1990 bei der Kreisverwaltung in 6430 Montabaur w lung Landwirtschaft und Umweltschutz, vorliegen. Vors berechtigt ist jeder Einwohner des Westerwaldkreises, i Schläge bedürfen der Schriftform.
Wer Interesse an den Richtlinien zur Vergabe des Umwelt« hat, kann diese bei der Kreisverwaltung des Westerwald Abteilung Landwirtschaft und Umweltschutz, 6430 ] baur, Iblefon 02602/124-371, anfordem.
1.000 Kinderbeine wirbelten über die Bg]
— 9. Rheinisches Kinder--Tanz-Festiväl am Rhein-I Beim 9. Rheinischen Kinder-Tanz-Festival des CarnevalCL Oberlahnstein (CCO) gaben sich in der bunt geschm« Stadthalle 600 Kinder aus dem nördlichen Rheinland-Pfaj dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen zum größten $ kel des tanzenden Nachwuchses ein Stelldichein.
Der Schirmherr der Veranstaltung, der Minister des Inn# für Sport, Rudi Geil, würdigte das Engagement der Kinds der Trainer ebenso, wie das der Eltern, die ihren Kindi sportliche tänzerische Bestätigung ermöglichten. Nebel Spaß, den die Kinder dabei hätten sei dies auch aus £ fördernder Sicht eine gute Sache, führte er weiter aus, Kinder aus 28 Vereinen zeigten in einem viereinhalbstüi Programm mit fünfzig Darbietungen, was sie in vielenSa fleißigen Trainings gelernt hatten. Der jüngste Tmzoffi^ rade 2 Jahre alt, kam aus Niederbreitbach und war stetsbi es den »großen Kindern« (3 bis 7 Jahren) nachzumachaj zeugend konnten die Rheinland-Pfalz-Meister in der Seif bietung, die Kinder der Kottenheimer KG ihre »Träui Puppenhaus« vorführen. Sie erhielten von einer unabhaä Jury den Pokal für das schönste Schautanzkostüm zug| chen. Das kleine Gardetanzpaar der Stadtsoldaten ] Stefan TVaub und Iris Odenthal, erhielten den Pokal Ü schönste Marschkostüm. Die weiteste Anreise hatten:! der des Kamevalvereins Waldrach (bei Trier). Wertu| Tänze wurden nicht vorgenommen und das Lahnsteim zenpaar Heribert I. und Lahno-Rhenania Uta I. ums: gekonnt, warum dies auch nicht möglich erschien »Ihral det von uns die Traumnote 10 erhalten«, rief Prinz Heribc begeisterten Kindern zu.
Die Zuschauer im Saal, die sich diszipliniert an das i chene Rauchverbot im Saal hielten, hatten ihre helleFn den Darbietungen. Die Hochzeit »im weißen Röss’l«, m\ CCO-Kinder Pizza im Saal verteilten, wurde begeisl klatscht, ebenso, wie die kleinen Solo-Mariechen, dien kindlichen Charme die Herzen der Zuschauer im Stui obern wußten. Diebunte Vielfalt der Kostüme, dieständ| selnde Choreographie ließen die Stunden im Flug vergi Junioren-Rheinland-Meister im Schautanz, die Kinij »Akademie...«, Polch, setzten mit ihrer Mäuse-Hitpai Schlußpunkt unter die Veranstaltung, an der Figuren ais cals und Märchen, aus Operetten und der Literatur ebt treten waren, wie Fabelwesen und Phantasiefiguren, F treue Teilnahme am Festival erhielten die Kinder ausN gen (Nahe) den Ehrenpreis des Ministers des Innern fi#| Als Festivalleiter Helmut Hohl, der als Gast auch den? ten des Regionalverbandes Karnevalistischer Korp« Rhein-Mosel-Lahn (RKK), Peter Schmorleitz (Kettiglj RKK-Fünkenmariechen Conny Adams (Bad Breisiglu ne Hohl (Lahnstein) letztere assistierte, begrüßen kom großen Finale alle auf die Bühne rief, quoll die CCO-Bäi über. Hunderte von Luftballons ergossen sich auf diel schar, die schon mit Freude an das Jubüäums-Festivall| ken dürfte.
Gesamt-lfeilnehmerliste (Vereine) am 9. Rheinischen| tanzfestival des CCO Lahnstein am 4. Februar 1990: f Kottenheimer KG / KC Filsen / NCV Lahnstein / Hord CV Koblenz /TUS Monzingen / NTG, Lahnstein/KG? Waldrach / KC Simmemer Käs’cher / KV Kastellaun^ garde Blau-Weiß Lahnstein / Lützeier CV Koblenz lf berg (bei Limburg) / KG Lusticane, Moers (wegen nicht teilgenommen) / Schloßgarde Mons-Tabor, Mot Prinzengarde Niederbreitbach / KV Kornblumenblau! hausen / Schwarz-Gold Baudobriga, Boppard / TG Lahnstein / Blaue Funken Andernach / Große KG M!

