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Montabaur

Seite 16

Eine ausführliche Darstellungüber das Handwerk 1988 enthält das Statistische Monatsheft Juli 1989.

Wenig Kirschen in diesem Jahre

Kühle und feuchte Witterung zur Zeit der Kirschblüte wird in Rheinland-Pfalz, dem bundesweit größten Anbaugebiet für Sauerkirschen, zu einer geringen Kirschenemte führen. Dar­über hinaus meldete rund ein Drittel der Berichterstatter des Statistischen Landesamtes verstärkten Moniliabefall (dieser Schadpilz verursacht die bekannte Spitzendürre). Aber auch vermehrter Fruchtfall wurde als Ursache für die sehr niedrigen Ertragserwartungen genannt. Mit einem Baumertrag von nur knapp 16 Kilogramm bei Sauerkirschen im Marktobstbau wird der mehrjährige Durchschnittsertrag um 6 Kilogramm unter­schritten. D amit ist lediglich eine Erntemenge von nmd 133.000 Tbnnen zu erwarten. Das ist ein Drittel weniger als 1988. Auch bei Süßkirschen wird mit geschätzten 20 Kilogramm je Baum der Ertrag deutlich niedriger liegen als im langjährigen Mittel

Immer noch hohe Scheidungsraten

1.300 Ehescheidungen nach mehr als 20jähriger Ehe - drei nach Goldener Hochzeit

Pirmasens und Kaiserslautern mit der höchsten Scheidungs­häufigkeit, Bemkastel-Wittlich und Bitburg-PrUm mit der geringsten

Im Jahre 1988 winden in Rheinland-Pfalz 7.463 Ehen rechts­kräftig geschieden. Gegenüber dem Vorjahr (7.616) hat sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems die Zahl der Scheidungen leicht verringert. Auf 10.000 Einwohner kommen 20,6 geschiedene Ehen.

Überwiegend wurden die Scheidungs verfahren (6 2 Prozent) von der Frau beantragt. In 31 Prozent der Fälle ging das Schei­dungsbegehren vom Mann aus, während 1.316 Verfahren von beiden Partnern beantragt wurden.

Die relativ meisten Ehen (648 oder 7 Prozent) wurden nach einer Dauer von fünf Jähren geschieden. 1987 hatte die höchste Schei­dungsquote noch bei den vier Jahre zuvor geschlossenen Ehen gelegen. 1.300 (17,6 Prozent) Paare ließen sich nach mehr als 20 Jahren scheiden, drei von ihnen hatten bereits die Goldene Hochzeit gefeiert.

44 Prozent der Männer waren zum Zeitpunkt der Scheidung jün­ger als 36 Jahm Bei den Frauen lag dieser Anteil bei 67 Prozent.

Die Scheidungshäufigkeit ist regional sehr unterschiedlich. Die kreisfreien Städte wiesen die höchsten Scheidungsquoten auf. Mit 34 bzw. 3 2 Scheidungen je 10.000 Einwohner liegen die Städ­te Pirmasens und Kaiserslautern an der Spitze. Die niedrigsten Quoten errechnen sich für die Landkreise Trier-Saarburg (10) und Bemkastel-Wittlich (12).

1 v Jeder vierte Haushalt hat einen i Videorecorder

, Videorecorder erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Nach den Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe verfügte Anfang 1988 rund ein Viertel aller rheinland- I pfälzischen Haushalte über einen Videorecorder. Gegenüber j 1983, als nur 7 Prozent mit einem solchen Gerät ausgestattet waren, hat sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems der Bestand nahezu vervierfacht. Am weitesten ver­breitet sind Videorecorder in Haushalten, deren Vorstand zwi­schen 30 und 40 Jahren alt ist. Von ihnen verfügt mittlerweile fast jeder zweite über ein solches Gerät.

I Besonders beliebt sind Videorecorder in Arbeiterhaushalten.

! Von ihnen können 44 Prozent ihr eigenes Fernsehprogramm ge- I stalten. Bei den Beamtenhaushalten waren es knapp vier von i zehn und unter den Angestellten gut ein Drittel. Dagegen war I bei den Nichterwerbstätigenhaushalten, zu denen auch Rentner : und Pensionäre gehören, nur jeder neunte Besitzer eines Video- ! recorders.

Über ein Viertel der Videogeräte wurde 1987 und mehr als ein Fünftel 1986 gekauft.

Wohnungsbautätigkeit weiter im Aufwind

: Im Mai 1989 genehmigten die rheinland-pfälzischen Bauauf­sichtsbehörden die Errichtung von 840 Wohngebäuden mit 1.207 Wohnungen. Während die Anzahl der Gebäude um 2 Pro- 1 zent unter dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahresmonats lag (867 Gebäude), verzeichneten nach Angaben des Statisti­schen Landesamtes in Bad Ems die genehmigten Wohnungen

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mit plus 10,8 Prozent erneut eine deutliche Steigerung. Em e [ sonders kräftige Zunahme gab es bei den Mehrf amilienhäus# hier sollen 320 neue Wohnungen entstehen (plus 100 Prozeg Durch Um-, Aus- und Erweiterungsbaumaßnahmen an henden Gebäuden sollen zusätzlich 176 Wohnungen geschaft werden, so daß im Mai 1989 insgesamt 1.383 Wohnungen Z|| Bau freigegeben werden konnten.

Die veranschlagten reinen Baukosten für neue Wohngebäude| gen mit 264 Millionen Mark um 2 Prozent über dem entspj chenden Vorjahresergebnis (269 Millionen Mark). Die inu samt 1.383 neu genehmigten Wohnungen weisen eine Gesai Wohnfläche von 163.000 Quadratmetern auf. Es sollen 691 neue Wöhnräume entstehen. 1

Hohe Eigentumsquote der Wohnungen in Rheinland-Pfalz

Wie das Statistische Landesamt in B ad Ems feststellte, gehen von den zum Zeitpunkt der Wohnungszählung 1987 belegt] Wohnungen die Mehrzahl, nämlich 52,2 Prozent, den Eigen« mem selbst. Damit lagen die Rheinland-Pfälzer mit der EigJ tumsquote der Wohnungen deutlich über dem Bundesduid schnitt von 39,3 Prozent. 1

Nur geringe Bestandsrückgänge bei Rinden - Mutterkühe nehmen weiter zu -

Anfang Juni 1989 gab es in Rheinland-Pfalz rund 673.000 Rij der. Der Bestandsrückgang gegenüber dem Vorjahresmod (minus 1,1 Prozent) ist vergleichsweise gering ausgefallen. M saisonal bedingte Anstieg gegenüber Dezember 1988 lagnu Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems mit pa 1,6 Prozent im üblichen Rahmen. ]

Der Milchkuhbestand hat seit Juni 1988 um 2,9 Prozent a 196.000 Tiere abgenommen. Zunahmen waren bei den 1/2 bisin ter 1 Jahr alten Rindern (plus 4,6 Prozent) sowie den zur Zu und Nutzung bestimmten Färsen (plus 7,6 Prozent) und weit! chen Tieren im Alter von 1 bis 2 Jahren (plus 7,3 Prozent) zu zeichnen. Deutlich angestiegen ist die Zahl der Ammen- unj Mutterkühe, die mit 17.000 Tieren einen neuen Höchststand« reicht hat.

Der bei der Viehzählung im Juni ebenfalls erhobene Schaf« stand wurde seit Juni 1988 im Vergleich zum Jahr davor mitpli 8,2 Prozent wieder stärker ausgedehnt und zählte rund 167.0« Tiere.

Höchste Studentenzahl in einem

Sommersemester |

Über zwei Fünftel der Studenten des. Landes an Mainzer Hochschulen immatrikuliert

Im Sommersemester 1989 sind an den Hochschulen des Land« Rheinland-Pfalz insgesamt 62.700 Studenten (ohne Beurlaubt) Gasthörer und Studienkollegiaten) eingeschrieben. Das sial nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Emsruil 2.400 oder 4 Prozent mehr als im Sommersemester 1988. Dami wurde in einem Sommersemester ein neuer Höchststand« reicht. Die Zahl der weiblichen Studenten stieg um 900 ii 26.100, ihr Anteil an der Gesamtzahl der Studenten beträgt 111 verändert 40 Prozent. Der Ausländeranteil erhöhte sich von 5J auf 6,4 Prozent.

Sieben von zehn Studenten sind an den wissenschaftlich« Hochschulen des Landes immatrikuliert, drei Zehntel besuch« die Fachhochschulen. Mit einem Anstieg von 4,8 Prozent geg® über dem Sommersemester des Vorjahres liegt die Zuwachsrat an den Fachhochschulen deutlich über der an den Wissenschaft liehen Hochschulen mit 3,6 Prozent.

Die weitaus meisten Hörer (42 Prozent) befinden sich an Mahl zer Hochschulen. Mit beträchtlichem Abstand folgen Trier M Prozent), Kaiserslautern (16 Prozent) und Koblenz (6,6 Prozent!) Drei von zehn Studenten belegen Studiengänge der Rechts - Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, gut ein Fünftel Sprach] und Kulturwissenschaften. In Ingenieurwissenschaften habe sich 19 Prozent, in Mathematik und Naturwissenschaften ll Prozent, in Humanmedizin 7 Prozent und in Kunst, Kunstwi» senschaft 3,5 Prozent eingeschrieben. Kaum ins Gewicht fall« dieBelegungen in den Fächergruppen Agrar-, Forst-und Ernäh rungswissenschaften (0,9 Prozent) sowie Sport (0,7 Prozent' Studentinnen und ausländische Immatrikulierte bevorzugt mit 36 Prozent bzw. 37 Prozent Fächer der Sprach- und Kult« Wissenschaften.