Montabaur
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Nr. 26/89
Er schwang über einer Spule hin und her, durch die der zu messende Strom floß. Je nach Stärke des Stroms wurde der Magnet unterschiedlich stark angezogen. Das Pendel beschleunigte, und die Uhr ging vor. Aus dieser Voreilung ließ sich der Stromverbrauch ablesen.
Mit dem Krummsäbel auf Stromjagd Andere Gäste maßen den Stromverbrauch portionsweise. 1889 entwickelte Werner von Siemens den Säbelzähler. Alle 75 Sekunden setzte sich ein säbelförmiger Fühler in Bewegung, der die jeweilige Position des Insturmentenanzeigers abtastete. Die Einzelwerte wurden im Zählwerk addiert und ergaben den Gesamtverbrauch. Heute drehen sich in den meisten Haushalten die Ankerscheiben von Induktionszählem. Die geeichten Geräte arbeiten zuverlässig über Jahrzehnte. Neuerdings werden elektronische Zähler getestet.
Von der Schiene auf die Straße
Busfahrplan für die Strecke Siershahn-Engers-Neuwied bei Kreisverwaltung erhältlich
Die Deutsche Bundesbahn hat den Personenverkehr auf der Strecke »Siershahn - Engers - Neuwied« von der Schiene auf die Straße verlegt. Auf das neue Angebot, das acht Hin- und Rückfahrten umfaßt, macht die Kreisverwaltung in ihrem Pressedienst aufmerksam. Ausgangs- bzw. Endpunkte sind der Bahnhof in Siershahn und die Schloßstraße in Neuwied. Dazwischen fahren die Busse Haltepunkte in Siershahn, Ebemhahn, Ransbach-Baumbach (Stadtteil Ransbach), Hundsdorf, Faulbach, Kammerforst, Bahnhof Grenzau, Alsbach, Wirscheiderund Sessenbacher Höhe, Nauort, Stromberg, Bendorf und Neuwied an.
Die Kreisverwaltung in Montabaur hält den Busfahrplan für Interessenten bereit. Er kann unter der Tfel.Nr. 02602/124-373 kostenfrei angefordert werden. In »gebundener Form« wird dieser Plan, aber auch alle anderen Fahrpläne, Anfang Oktober erhältlich sein. Pünktlich zum Beginn des Herbst-/Winter-Fahrplanes wird der bewährte »Kreisfahrplan« erscheinen, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.
Selbsthilfegruppe Eltern helfen Eltern
Unser nächstes TVeffen findet am Montag, dem 3. Juli 1989, um 20.00 Uhr im Diakonischen Werk Westerburg statt. Wer Auskünfte haben möchte, kann sich wie bisher an Farn. Mack, Tbl. 06436/6554, an Fam. Christmann, Tbl. 06436/6695 oder direkt an das Diakonische Werk Westerburg, Wilhelmstr. 28, Herr Kröller, Tbl. 02663/8018, wenden.
Folgende Themen sollen besprochen werden:
1. Pressegespräch, 2. Vorstellungsrunde, 3. Tbrminplanung bis voraussichtlich Dezember 1989, 4. Faltblatt, 5. Organisation. Getränke sind mitzubringen. Es besteht Gruppengeheimnis.
136.000 Tonnen wiederverwertbare Abfälle getrennt gesammelt
Im Jahre 1987 wurden in Rheinland-Pfalz 136.000 Tbnnen wiederverwertbare Abfälle getrennt gesammelt. Dies entspricht nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems einem Anteil von über 7 Prozent des jährlich im Rahmen der öffentlichen Müllabfuhr entsorgten Haus- und Sperrmülls. Der überwiegende Tfeil der getrennt erfaßten Wertstoffe entfiel auf Altpapier (48 Prozent) und Altglas (31 Prozent). Hierzu steuerten Privatfirmen, die sich ohne öffentlichen Auftrag an diesen Sammlungen beteiligten, jeweils 18.000 Tbnnen bei.
Von den übrigen Wertstoffgruppen, bei denen lediglich die im öffentlichen Auftrag gesammelten Mengen ermittelt wurden, trugen in erster Linie die getrennte Sammlung von Altstoffgemischen (15.000 Tbnnen) und kompostierbaren organischen Abfällen (9.000 Tbnnen) zur Reduzierung des Haus- und Sperrmülls bei. Auf Altmetalle (3.000 Tbnnen) und Kunststoffe (900 Tbnnen) entfielen dagegen nur geringe Mengen.
Während die pro Einwohner eingesammelte Menge wiederver- wertbarer Abfälle mit 42 Kilogramm in den kreisfreien Städten nur wenig über dem Vergleichswert der Landkreise (36 Kilogramm) liegt, schwanken die auf Kreisebene errechneten Durchschnittswerte zwischen 10 und 100 Kilogramm.
Erneut weniger Auszubildende
Deutlicher Rückgang der Neuverträge Die Zahl der Auszubildenden in Rheinland-Pfalz ist Ende des Jahres 1988 im Vergleich zum Vor jahr um 6,9 Prozent auf 96.080 gesunken. Damit hat sich der seit 1985 zu beobachtende Rückgang in der Zahl der Auszubildenden beschleunigt fortgesetzt. Vor einem Jahr hatte nach Angaben des Statistischen Landesamtes in B ad Ems die Minusrate noch 5,3 Prozent, im Jahr zuvor 3,6 Prozent und davor nur 0,8 Prozent betragen. Die Entwicklung ging vor allem zu Lasten der männlichen Auszubildenden. Ihre Anzahl verringerte sich um 4.548 (minus 7,6 Prozent). Die Zahl der weiblichen Auszubildenden sank lediglich um 1.453 (minus 3,5 Prozent). Dadurch ist die Frauenquote wie schon in den Vorjahren weiter leicht angestiegen und liegt nun bei 4 2 Prozent.
Mit 44.062 oder 46 Prozent aller Auszubildenden wurden in Industrie und Handel wiederum die meisten Jugendlichen registriert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich in diesem Ausbildungsbereich die Zahl der Auszubildenden um 5,4 Prozent verringert. Im Handwerk wurden 1988 insgesamt 35.954 Jugendliche ausgebildet. Das sind 7,3 Prozent weniger alsein Jahr zuvor. In den übrigen Ausbildungsbereichen (Landwirtschaft, Öffentlicher Dienst, Städtische Hauswirtschaft, Freie Berufe) ging die Zahl der Auszubildenden um 4,1 Prozent auf 15.064 zurück. Besonders deutlich ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge gesunken. Sie ging um 9,7 Prozent auf 34.909 Verträge zurück.
Deutlich mehr Unfälle - weniger Verunglückte
Im April 1989 ereigneten sich in Rheinland-Pfalz nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 11.052 Straßenverkehrsunfälle Das sind 11 Prozent mehr als im April des Vorjahres.
DieZahl der Unfälle mit reinem Sachschaden erhöhte sich in diesem Zeitraum um 15 Prozent auf 9.463, die der Unfälle mit einem Schaden von 3.000 Mark und mehr bei einem der Geschädigten um 27 Prozent. Bei 1.589 Unfällen mit Personenschaden (minus 5,2 Prozent) starben 35 Verkehrsteilnehmer (minus 10 Prozent), 574 Personen wurden schwer (minus 11 Prozent) und 1.612 Prozent) leicht verletzt.
Teilnehmerrekord bei der beruflichen Fortbildung
An den Fortbildungsprüfungen im Rahmen der beruflichen Bildunghaben in Rheinland-Pfalz im Jahre 1988 mit 6.679 Tteilneh- mem soviel Personen wie nie zuvor teilgenommen. Es sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 2,3 Prozent mehr als 1987. Unter den Teilnehmern befanden sich 1.843 (28 Prozent) Frauen. Im Vorjahr hatte ihr Anteil noch bei 31 Prozent gelegen.
Mit jeweils 46 Prozent wurden die meisten Teilnehmer im Handwerk sowie in Industrie und H andel verzeichnet. Auf die übrigen Ausbildungsbereiche (Landwirtschaft, Öffentlicher Dienst, Städtische Hauswirtschaft, Freie Berufe) entfielen 8,1 Prozent der Prüfungsteilnehmer.
Die Erfolgsquote mit 73 Prozent lag um 1 Prozentpunkt unter der Quote des Vorjahres.
Von den 6.679 Prüfungsteilnehmern haben sich 4.046 (61 Prozent) der Meisterprüfung unterzogen, darunter 343 (8,5 Prozent) Frauen. 2.809 Prüflinge (69 Prozent) konnten den Meisterbrief erlangen, das sind 4 Prozent weniger als 1987.
Zahl der Wohngeldempfänger leicht rückläufig
4,8 Prozent der Haushalte erhalten Wohngeld Ende März 1989 bezogen in Rheinland-Pfalz 71.062 Haushalte Wohngeld. Das sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems rund 1.000 Haushalte weniger als ein Jahr zuvor. Dabei sank die Gruppe der Empfänger von Mietzuschuß um 1,5 Prozent auf 63.148, die der Lastenzuschußempfängerum 1,6 Prozent auf 7.904. Im Landesdurchschnitt erhielten 4,8 Prozent aller Haushalte Wohngeld.
Während die Städte THer und Koblenz mit 10,9 bzw. 9,2 Prozent relativ hohe Anteile an Wohngeldhaushalten aufweisen, liegt die Quote in der Landeshauptstadt Mainz nur bei 4,4 Prozent. In den kreisfreien Städten insgesamt erhielten 29.613 Haushalte Miet- und Lastenzuschüsse (6,6 Prozent der Haushalte), in den Landkreisen waren es 41.439 (4 Prozent). Ähnliche

