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Montabaur

Seite 23

Nr. 26/89

Er schwang über einer Spule hin und her, durch die der zu mes­sende Strom floß. Je nach Stärke des Stroms wurde der Magnet unterschiedlich stark angezogen. Das Pendel beschleunigte, und die Uhr ging vor. Aus dieser Voreilung ließ sich der Strom­verbrauch ablesen.

Mit dem Krummsäbel auf Stromjagd Andere Gäste maßen den Stromverbrauch portionsweise. 1889 entwickelte Werner von Siemens den Säbelzähler. Alle 75 Se­kunden setzte sich ein säbelförmiger Fühler in Bewegung, der die jeweilige Position des Insturmentenanzeigers abtastete. Die Einzelwerte wurden im Zählwerk addiert und ergaben den Ge­samtverbrauch. Heute drehen sich in den meisten Haushalten die Ankerscheiben von Induktionszählem. Die geeichten Gerä­te arbeiten zuverlässig über Jahrzehnte. Neuerdings werden elektronische Zähler getestet.

Von der Schiene auf die Straße

Busfahrplan für die Strecke Siershahn-Engers-Neuwied bei Kreisverwaltung erhältlich

Die Deutsche Bundesbahn hat den Personenverkehr auf der Strecke »Siershahn - Engers - Neuwied« von der Schiene auf die Straße verlegt. Auf das neue Angebot, das acht Hin- und Rück­fahrten umfaßt, macht die Kreisverwaltung in ihrem Presse­dienst aufmerksam. Ausgangs- bzw. Endpunkte sind der Bahn­hof in Siershahn und die Schloßstraße in Neuwied. Dazwischen fahren die Busse Haltepunkte in Siershahn, Ebemhahn, Ransbach-Baumbach (Stadtteil Ransbach), Hundsdorf, Faul­bach, Kammerforst, Bahnhof Grenzau, Alsbach, Wirscheider­und Sessenbacher Höhe, Nauort, Stromberg, Bendorf und Neu­wied an.

Die Kreisverwaltung in Montabaur hält den Busfahrplan für In­teressenten bereit. Er kann unter der Tfel.Nr. 02602/124-373 ko­stenfrei angefordert werden. In »gebundener Form« wird dieser Plan, aber auch alle anderen Fahrpläne, Anfang Oktober erhält­lich sein. Pünktlich zum Beginn des Herbst-/Winter-Fahrplanes wird der bewährte »Kreisfahrplan« erscheinen, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

Selbsthilfegruppe Eltern helfen Eltern

Unser nächstes TVeffen findet am Montag, dem 3. Juli 1989, um 20.00 Uhr im Diakonischen Werk Westerburg statt. Wer Aus­künfte haben möchte, kann sich wie bisher an Farn. Mack, Tbl. 06436/6554, an Fam. Christmann, Tbl. 06436/6695 oder direkt an das Diakonische Werk Westerburg, Wilhelmstr. 28, Herr Kröller, Tbl. 02663/8018, wenden.

Folgende Themen sollen besprochen werden:

1. Pressegespräch, 2. Vorstellungsrunde, 3. Tbrminplanung bis voraussichtlich Dezember 1989, 4. Faltblatt, 5. Organisation. Getränke sind mitzubringen. Es besteht Gruppengeheimnis.

136.000 Tonnen wiederverwertbare Abfälle getrennt gesammelt

Im Jahre 1987 wurden in Rheinland-Pfalz 136.000 Tbnnen wie­derverwertbare Abfälle getrennt gesammelt. Dies entspricht nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ei­nem Anteil von über 7 Prozent des jährlich im Rahmen der öf­fentlichen Müllabfuhr entsorgten Haus- und Sperrmülls. Der überwiegende Tfeil der getrennt erfaßten Wertstoffe entfiel auf Altpapier (48 Prozent) und Altglas (31 Prozent). Hierzu steuer­ten Privatfirmen, die sich ohne öffentlichen Auftrag an diesen Sammlungen beteiligten, jeweils 18.000 Tbnnen bei.

Von den übrigen Wertstoffgruppen, bei denen lediglich die im öf­fentlichen Auftrag gesammelten Mengen ermittelt wurden, tru­gen in erster Linie die getrennte Sammlung von Altstoffgemi­schen (15.000 Tbnnen) und kompostierbaren organischen Abfäl­len (9.000 Tbnnen) zur Reduzierung des Haus- und Sperrmülls bei. Auf Altmetalle (3.000 Tbnnen) und Kunststoffe (900 Tbnnen) entfielen dagegen nur geringe Mengen.

Während die pro Einwohner eingesammelte Menge wiederver- wertbarer Abfälle mit 42 Kilogramm in den kreisfreien Städten nur wenig über dem Vergleichswert der Landkreise (36 Kilo­gramm) liegt, schwanken die auf Kreisebene errechneten Durch­schnittswerte zwischen 10 und 100 Kilogramm.

Erneut weniger Auszubildende

Deutlicher Rückgang der Neuverträge Die Zahl der Auszubildenden in Rheinland-Pfalz ist Ende des Jahres 1988 im Vergleich zum Vor jahr um 6,9 Prozent auf 96.080 gesunken. Damit hat sich der seit 1985 zu beobachtende Rück­gang in der Zahl der Auszubildenden beschleunigt fortgesetzt. Vor einem Jahr hatte nach Angaben des Statistischen Landes­amtes in B ad Ems die Minusrate noch 5,3 Prozent, im Jahr zuvor 3,6 Prozent und davor nur 0,8 Prozent betragen. Die Entwick­lung ging vor allem zu Lasten der männlichen Auszubildenden. Ihre Anzahl verringerte sich um 4.548 (minus 7,6 Prozent). Die Zahl der weiblichen Auszubildenden sank lediglich um 1.453 (minus 3,5 Prozent). Dadurch ist die Frauenquote wie schon in den Vorjahren weiter leicht angestiegen und liegt nun bei 4 2 Pro­zent.

Mit 44.062 oder 46 Prozent aller Auszubildenden wurden in In­dustrie und Handel wiederum die meisten Jugendlichen regi­striert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich in diesem Ausbil­dungsbereich die Zahl der Auszubildenden um 5,4 Prozent ver­ringert. Im Handwerk wurden 1988 insgesamt 35.954 Jugendli­che ausgebildet. Das sind 7,3 Prozent weniger alsein Jahr zuvor. In den übrigen Ausbildungsbereichen (Landwirtschaft, Öffent­licher Dienst, Städtische Hauswirtschaft, Freie Berufe) ging die Zahl der Auszubildenden um 4,1 Prozent auf 15.064 zurück. Besonders deutlich ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbil­dungsverträge gesunken. Sie ging um 9,7 Prozent auf 34.909 Verträge zurück.

Deutlich mehr Unfälle - weniger Verunglückte

Im April 1989 ereigneten sich in Rheinland-Pfalz nach vorläufi­gen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 11.052 Straßenverkehrsunfälle Das sind 11 Prozent mehr als im April des Vorjahres.

DieZahl der Unfälle mit reinem Sachschaden erhöhte sich in die­sem Zeitraum um 15 Prozent auf 9.463, die der Unfälle mit einem Schaden von 3.000 Mark und mehr bei einem der Geschädigten um 27 Prozent. Bei 1.589 Unfällen mit Personenschaden (minus 5,2 Prozent) starben 35 Verkehrsteilnehmer (minus 10 Prozent), 574 Personen wurden schwer (minus 11 Prozent) und 1.612 Pro­zent) leicht verletzt.

Teilnehmerrekord bei der beruflichen Fortbildung

An den Fortbildungsprüfungen im Rahmen der beruflichen Bil­dunghaben in Rheinland-Pfalz im Jahre 1988 mit 6.679 Tteilneh- mem soviel Personen wie nie zuvor teilgenommen. Es sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 2,3 Pro­zent mehr als 1987. Unter den Teilnehmern befanden sich 1.843 (28 Prozent) Frauen. Im Vorjahr hatte ihr Anteil noch bei 31 Pro­zent gelegen.

Mit jeweils 46 Prozent wurden die meisten Teilnehmer im Hand­werk sowie in Industrie und H andel verzeichnet. Auf die übrigen Ausbildungsbereiche (Landwirtschaft, Öffentlicher Dienst, Städtische Hauswirtschaft, Freie Berufe) entfielen 8,1 Prozent der Prüfungsteilnehmer.

Die Erfolgsquote mit 73 Prozent lag um 1 Prozentpunkt unter der Quote des Vorjahres.

Von den 6.679 Prüfungsteilnehmern haben sich 4.046 (61 Pro­zent) der Meisterprüfung unterzogen, darunter 343 (8,5 Pro­zent) Frauen. 2.809 Prüflinge (69 Prozent) konnten den Meister­brief erlangen, das sind 4 Prozent weniger als 1987.

Zahl der Wohngeldempfänger leicht rückläufig

4,8 Prozent der Haushalte erhalten Wohngeld Ende März 1989 bezogen in Rheinland-Pfalz 71.062 Haushalte Wohngeld. Das sind nach Angaben des Statistischen Landes­amtes in Bad Ems rund 1.000 Haushalte weniger als ein Jahr zu­vor. Dabei sank die Gruppe der Empfänger von Mietzuschuß um 1,5 Prozent auf 63.148, die der Lastenzuschußempfängerum 1,6 Prozent auf 7.904. Im Landesdurchschnitt erhielten 4,8 Prozent aller Haushalte Wohngeld.

Während die Städte THer und Koblenz mit 10,9 bzw. 9,2 Prozent relativ hohe Anteile an Wohngeldhaushalten aufweisen, liegt die Quote in der Landeshauptstadt Mainz nur bei 4,4 Prozent. In den kreisfreien Städten insgesamt erhielten 29.613 Haushal­te Miet- und Lastenzuschüsse (6,6 Prozent der Haushalte), in den Landkreisen waren es 41.439 (4 Prozent). Ähnliche