Montabaur
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ausgewählte Aktien, beispielsweise bestimmter Wirtschaftsbereiche und Länder oder eine Vielzahl verschiedener Aktien herangezogen. Erstellt werden Aktienindices u.a. durch das Statistische Bundesamt, durch Börsen, Banken oder die Wirtschaftspresse (Kursindex).
Aktien gehören dazu
Die Börse sei nur etwas für »Hartgesottene« und solche, die genug Geld besitzen, um Tausende oder Zigtausende an der Aktienbörse risikoreich einzusetzen. Daß diese Ansicht nicht zutrifft, zeigt die Tatsache, daß offenbar viele Klein aktionäre nach dem Schock des »Schwarzen Montags« im vergangenen Oktober keineswegs die Finger von Aktien gelassen haben. Dies läßt sich sehr deutlich an den Umsätzen ablesen, die in den Monaten Oktober und N ovember 1987 von den privaten Kunden der Sparkassen getätigt wurde Sie vor allem nutzten die niedrigen Einstandskurse zum erneuten Einstieg und haben auf diese Weise mit dazu beigetragen, den Markt zu stabilisieren. Allein für die privaten Kunden der Sparkassen resultiert im letzten Quartal 1987 aus den Verkäufen und Kauforders für Aktien ein Nettoerwerb in Höhe von 1,6 Mrd. DM. Undim ersten Halbjahr 1988 haben die Wertpapiersparer der Sparkassen und Landesbanken/Girozentralen ihre Wertpapierdepots insgesamt netto um über 3 Mrd. DM aufgestockt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es lediglich knapp 300 Mia DM gewesen.
Noch eine weitere Zahl ist aufschlußreich: Im Jahr 1987 wurden bei den Kreditinstituten über 600.000 Wertpapier-Depots neu eingerichtet. Davon verzeichnen die Institute der Sparkassenorganisation einen Neuzugang von über 100.000 Stück. Damit betreut die Sparkassenorganisation über 1/4 aller bei den Kreditinstituten geführten Wertpapierdepots, deren Bestände von festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Investment- Anteilen sich auf rund 186 Mrd. DM summieren.
Solche Ergebnisse lassen sich nur durch eine aktive und qualifizierte Beratung und durch das Angebot vielfältiger Anlagemöglichkeiten erzielen. Die Sparkassen und Landesbanken haben heute durch EDV-Anlagen einen kurzen Draht zur Börse geschaffen. Gleichzeitig winde die Ausbildung spezieller Mitarbeiter verstärkt. Aidageberatung und EDV-gestützte Wertpapier-Informationssysteme sorgen dafür, daß die Börse kein ferner Platz nur für »Kapitalisten«, sondern überall dort zu erleben ist, wo interessierte Kunden wohnen. Sparkassenbuch und Wertpapierdepot sindkeine Gegensätze, sondern ergänzen sich, je nach Sparziel und Anlagebetrag.
Ein Wertpapiervermögen für die Zukunftsvorsorge
Wer heute gut verdient, sollte seine zukünftige finanzielle Sicherheit oder die seiner Angehörigen nicht dem Zufall überlassen. Die Rentendiskussion in den Medien hat vielen das zunehmend ungünstigere Verhältnis von Beitragszahlern und Rentenempfängern deutlich ins Bewußtsein gerückt. Mit rund 76 Prozent des letzten Bruttoeinkommens sollte der Lebensstandard im Ruhestand angemessen gesichert sein. Dies kann die gesetzliche Alterssicherung der Angestellten allein nicht abdecken. Sie sichert höchstens 46 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Und Selbständige sind eventuell über eine berufsständische Vorsorgeeinrichtung nur über eine Basisrente abgesichert. Die sich abzeichnende Versorgungslücke sollte durch private Vorsorge geschlossen werden.
Bei frühzeitigem, systematischem Vermögensaufbau und guten laufenden Erträgen aus der Anlage kann ein beachtliches Vermögen auf gebaut werden. Wer sich beispielsweise für einen Vermögensaufbau mit festverzinslichen deutschen oder ausländischen Wertpapieren, ausgewählten Immobilien oder Aktien interessiert, aber selbst nicht dauernd die dafür notwendigen Dispositionen treffen will oder kann, hat die Möglichkeit, ein Investment-Depot zu eröffnen. DekaDespa, die Investmentgesellschaft der Sparkassen, bietet mit dem DekaDespa- Zuwachskonto eine Rücklageform an. Wie auf ein Girokonto zahlt der Anleger regelmäßig, unregelmäßig oder e inm al jährlich ein. Davon werden sofort Anteile des gewünschten Sparkassenfonds erworben. Damit das Vermögen schneller wächst, werden die jährlich ausgeschütteten Erträge zu Vorzugskonditionen (spesenfrei) wiederangelegt. Daraus ergibt sich ein Zinseszinseffekt.
Für ein solches Zuwachskonto werden keine Buchungs- und Depotgebühren berechnet. Mit einem Einzugsauftrag z.B. vom Girokonto läßt sich das regelmäßige Einzahlen auf das Zuwachskonto einfach und bequem sicherstellen.
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Wer etwa 16 Jahre lang monatlich 200 DM „
einer unterstellten jährlichen Wertentwicklüne^ l; ; l£ am Ende über ein Kapital von 63.190 DM verfüg 00 ° 1
Und falls zwischendurch Geld dringend benötigt wird n' vertraglichen Bindungsfristen bestehen, könnenferi erworbenen Anteile insgesamt oder auch nur zum ff werden. Ansonsten steht dieses GeldvermöKen z n ^ terssicherung zur Verfügung. ’ 0, fttr I
Bausparen - Geldanlage und Vorson« zugleich ™
Viele meinen, einBausparvertragseinur für diejenigen
die feste Bauabsichten haben. Doch nicht aiioj n Hausfinanzierung ist ein Bausparvertrag gut geeignet« ten sich die sogenannten Hochzins-Langzeittarife vor all diejenigen Sparer, die noch kein konkretes Sparziel vd haben. B ei diesen Tarifen wird vom ersten 1hg an eine Verzinsung von gegenwärtig 4 Prozent garantiert.
Besonders attraktiv ist diese Anlageform für diejenia zu versteuerndes J ahreseinkommen unter48.000DM tete) bzw. 24.000 DM (Ledige) liegt. Sie haben nü Spruch auf eine staatliche Wöhnungsbauprämie von 10P für jährliche Einzahlungen bis zu 1.600 DM (Verheiratet! 800 DM (Ledige). Arbeitnehmer können darüber hinaus t mögenswirksamen Leistungen ihres Arbeitgebers Staat! günstigt auf einen Bausparvertrag einzahlen, sofern j kommen die genannten Grenzen nicht übersteigt. Wen Ehegatten Arbeitnehmer sind, kann dieser Vorteil sop mal genutzt werden.
Wer selbst nicht bauen will, hat für seinen Bauspa andere sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten, kann er einem nahen Verwandten eine Freude machen, im mit Zustimmung der Landesbausparkasse den Bauspai an ihn überträgt. Auch wer ein Haus erbt, ist oft riM bii er auf einen Bausparvertrag zurückgreifen kann, um dai erben auszuzahlen. Sogar für den Einkauf in ein Alu sichern Bausparvertrag verwenden, sofern das Darlehen Finanzierung einer Wohnung in einem Neubau eing
Ein Bausparvertrag ist also in vielerlei Hinsicht eineguti lichkeit zur individuellen Vorsorge Dies gilt erst recht, j zur Finanzierung eines eigenen Hauses oder einer Eigi wohnungeingesetzt wird. Bei frühzeitigem Abschlußd Sparvertrages undrichiger F in anzierungsplanung hata eigentümer bei Eintritt ihres Ruhestandes in der Regelik lehen getilgt. Die »ersparte Miete« beim Wohnen im e Haus wird dann zu einer willkommenen »Zusatzrente«.!
Festverzinsliche: Auf die richtige Auswi kommt es an
Wer sparen kann und Rücklagen bilden will, steht inunen Frage, welche Anlageform er nutzen soll. Zunächst ein I von mehreren Monatsgehältern auf einem Sparkassenh zulegen, ist mittlerweile kein Geheimtip mehr. Was ah größere Beträge zur Disposition stehen, man höhere Zk sieren möchte oder geerbt hat? Neben anderen Wertpi wird man dann mit Sicherheit Festverzinsliche in Betrat
hen. Dazu zählen nicht nur Pfandbriefe und Kommunal tionen von Kreditinstituten, sondern auch Anleihen der ö chen Hände, Bundesschatzbriefe und Bundesobligi Bankschuldverschreibungen, Anleihen von Industrien men oder ausländischen Schuldnern. Mehrere 100 v Papiere werden an der deutschen Börse notiert.
Angesichts dieser Vielfalt sollte man sich das Wiss fahrung seiner Sparkasse zunutze machen, dem Auswahl ist von ganz entscheidender Bedeutung für | trag. D a zum Beispiel Anleihen überwiegend mit Laufe? 8 bis 10 Jahren ausgegeben werden, wäre ihr Kauf P". tisch, wenn man sein Kapital bereits nach 6 J ähren fk ® ßere Anschaffung benötigt. Hinzu kommt, daß ein Ver der Börse vor Ablauf der Fälligkeit mit Kosten und v auch m it einem Kursverlust verbunden ist und damit® te schmälert. Daraus folgt, daß man nach Möglich*® mit unterschiedlichen Laufzeiten erwerben sollte. Staffelung bietet den Vorteil, daß man im Bedarfs« piere zurückgreifen kann, die gerade zur Rückzahlung 111
Steuerliche Gesichtspunkte können für die Anlaj düng ebenfalls eine wesentliche Rolle spielen.

