Montabaur
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An einem Tag wie heute, an dem wir auf 15 Jahre freundschaftlicher Beziehungen zwischen Montabaur und Tonnerre zurückblicken, gilt es Dank zu sagen für die vergangenen Jahre und daraus gestärkt weiterzuentwickeln, was wir damals gemeinsam begonnen haben.
Dank sage ich zunächst allen Bürgern in Tonnerre, daß sie uns, die »Hundertschaft« auf dem Westerwald, mit so herzlicher Gastfreundschaft empfangen und aufgenommen haben.
Diese Gastfreundschaft zeigt uns, daß wir unter Freunden weilen, undfüvielevonunsistTonnerre bereits eine vertraute Umgebung geworden. Allen, die daran ihren Anteil haben, gilt unsere tief empfundene Verbundenheit. DerDrang, in diese vertraute Umgebung zu kommen, war bei einem Ehepaar unserer Gruppe so groß, daß sie in Metz in ein Taxi umgestiegen sind, um noch schneller in Tonnerre sein zu können.
Schon beif rüheren ähnlichen Anlässen, zuletzt bei der 10jährigen Partnerschaftsfeiervor5 Jahren in Montabaur, ist der vorbildliche Einsatz und unermüdlicher Eifer der Gründer und zeitweiligen organisatorischen Betreuer unserer Partnerschaft hervorgehoben, gewürdigt und ausgezeichnet worden.
Ich erwähne hier nur und sage auch meinerseits noch einmal Dank
den Herren Camus, Dr. Görad und Dr. Cadieu in Tonnerre, den Herren Kraatz, Adam, Foerster, Beck und Windeck sowie Frau Wenzel und Frau Skrebutis aus Montabaur.
Wenn wir jedoch vor allem auf die letzten fünf Jahre zurückblicken, verdienen es zwei Männer, besonders hervorgeoben zu werden, nämlich mein Kollege Georges Roze und Monsieur Robert Bonino.
Lieber Freund Georges,
Sie haben in den vergangenen Jahren bei verschiedensten Anläsen zum Ausdruck gebracht, wie sehr Ihnen auch persönlich an unserer Partnerschaft und Freundschaft gelegen ist, wie sehr Sie sich selbst auch für diese Partnerschaft tatkräftig eingesetzt haben.
Dafür sage ich Ihnen an dieser Stelle im Namen des Rates und der Stadt Montabaur aller herzlichsten Dank, und spreche Ihnen meine Anerkennung aus für die wohlwollende Unterstützung unserer Partnerschaftsgedankens hier in Ihrer Stadt Tonnerre.
Als besonderes Zeichen unserer Dankbarkeit darf ich Ihnen persönlich ein kleines Erinnerungsgeschenk aus der Stadt Montabaur überreichen. Ebenso herzlich danke ich auch Ihnen, lieber Freund Robert Bonino. Sie waren über viele Jahre ein persönliches Bindeglied zu Montabaur, zu vielen Freunden in Montabaur, und wirsind Ihnen zu ganz besonderem Dank verpflichtet. Der Gedanke und das Ziel Ihres Engagements, das Ziel der Gründer und unser aller Ziel war es, auf kommunaler Ebene im Rahmen der FreundschaftskreiseRheinland-Pfalz und Burgund zwischen den Bürgern, Vereinen, Gruppen und Menschen unserer Städte persönliche Klammern einer dauerhaften Freundschaft aufzubauen. Das ist gelungen, dieses läßt sich nach nunmehr 15 Jahren zweifelsfrei feststellen.
In zahlreichen Begegnungen zwischen den Bürgern unserer Städte jeder Altersstufe, zwischen Kindern und Jugendlichen, zwischen Gruppen und Vereinen, zwischen Familien und älteren Bürgern sind Bindungen gewachsen, die keiner der Beteiligten mehr missen möchte, die jeder vielmehr künftig noch weiter stärken möchte.
Die Gründer und Förderer der deutsch-französischen Freundschaft wollten allem voran das nationalstaatliche Denken und Fühlen überwinden, das gegenseitige Verständnis zwischen der deutschen und französischen Jugend aufbauen, und ein neuea europäisches Bewußtsein entwickeln.
Vieles von dem ist schon erreicht oder zumindest auf den richtigen Weg gebracht worden.
Vieles gilt es noch fortzuführen und zu festigen.
Die letzten Jahre haben in Europa, in der Europäischen Gemeinschaft, gelegentlich den Eindruck hervorgerufen, alsseidergroße Schwung der europäischen Einigung dahin, als gäbe es nur noch ein Europa der Kaufleute.
Dieser Eindruck trübt, wenngleich die Wirtschaftsbeziehungen eine gegenseitige enge Verknüpfung zwischen unseren Ländern geflochten haben, und gerade die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen eine tragende Säule der Europäischen Gemeinschaft sind.
Das Fundament einer künftigen europäischen Einheit ist jedoch der möglichst zahlreiche direkte menschliche Kc' ‘akt zwischen
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zwischen den Bürgern unserer Länder und Städte, 2 W j s ■ Jugend unserer Gemeinden. ' caei
Wir dürfen hierbei nicht nur auf kurzfristige Erfolge hm Diese Aufgabe ist vielmehr ein langfristiges Ziel, dem i
Schritt für Schritt näher kommen können; ein Ziel, daswir'i! I
aus den Augen verlieren dürfen. ’
Daß wir hier zwischen Montabaur und Tonnerre auf demw diesem Ziel schon eine erfreuliche Wegstrecke zurückqei ben, ist maßgeblich auch ein Verdienst meines Amtsvornä^ ^ des Bürgermeisters Wilhelm Mangels. 9 n *|
Ihm sei an dieser Stelle im Gedenken an seinen vorbildliche satz für unsere Partnerschaft eine dankbare Erinnerunac met. Ich darf diesen Dank heute Ihnen, Frau Mangels,stellvj tend zum Ausdruck bringen.
Ich bedanke mich weiterhin bei meinem Vertreter im Amte u Dr. Hütte, der-wie ich es in den letzten zwei Jahren selbstwl holt feststellen konnte - mit besonderem Engagement der! nerschaft zwischen Montabaur und Tonnerre verbundeni<* diese seit vielen Jahren fördert.
Nicht unerwähnt bleiben sollten, daß heute auch HerrKramJ uns ist, der - wie er mit auf der Fahrt sagte - vor mehr als 15 j] mit der 1. Gruppe von Sportlern hier in Tonnerre diefreundscl liehen Kontakte aufnahm und mit Herrn Mangels undHeiril rard sozusagen den »Anstoß« ausgeführt hat. Für michselbsl fürdie hier anwesenden Mitglieder des Stadtrates von Monti darf ich versichern, daß wir die vor 15 Jahren versprochener« in der Partnerschafsurkunde festgehaltenen Worte bekräfti nämlich uns unermüdlich für Partnerschaft zwischen! Städten einzusetzen.
ÜbersprachlicheundräumlicheGrenzenhlnwegeingeeinteJ ropa in Frieden und Freiheit zu schaffen und die gegenseitl freundschaftlichen Beziehungen im Geiste der Völkerverstjf gung und zum Wohle unserer Bürger zu fördern und zu p Dieses Versprechen wird in der Verwirklichung maßgeblicl möglicht und unterstützt durch den lobenswerten Einsatzu Partnerschaftsgesellschaften.
Den Mitgliedern und Vorständen dieser beiden Partnerschaft! Seilschaften und vor allem ihren Vorsitzenden, Madam Nick« und Herrn Wallenborn, sage ich Dank und Anerkennungfüj gute organisatorische Vorbereitung und Betreuung vielerBej nungen, für die unermüdliche Förderung unserer Partner«
Namens der Stadt Montabaur möchte ich mich heute hierd Comitöe Jumelage in Tonneree, bei Madame Nickelsen beiin stets freundlichen Einsatz unserer gemeinsamen Sachebef ken und ihr ein kleines Erinnerungsgechenk überreichen.
Ebenso herzlich möchte ich weiteren engagierten Mitglieder;} seres Freundeskreises in Tonnerre, Madam Matton, Monsieoj not, Monsieur Naigeon, Monsieur Rougelot, MonsieurTailfe] ihre jahrelange fördernde Unterstützung unserer Freund« Dank abstatten und ihnen unseren Stadtteller ausWesterwä| Steinzeug als Erinnerungsgeschenk übergeben.
Zur Erinnerung an unseren heutigen Besuch in Tonnerreausl laß des 15jährigen Bestehens unserer freundschaftlichen!} nersadt übergebe ich Ihnen, lieber Kollege Georges,eininE| gegossenes Stadtwappen unserer Stadt Montabaur.
Möge dieses Wappen an sichtbarer Stelle in Ihrer Stadt,i nerre, die Festigkeit, Beständigkeit und Dauerhaftigkeitunj Partnerstadt zum Ausdruck bringen, und Ihren Bürgerndauej Mahnung für unsere gemeinsamen Ziele sein.
Lasset uns gemeinsam weitergehen auf dem Weg, denwirvf Jahren gemeinsam beschritten haben, ein Weg, aufdemeski Umkehr geben darf; ein Weg, der uns zu einem dauerhaften! den führt und die Freiheit des Einzelnen bewahren läßt: ein! der auch dazu beitragen soll, die drängenden Problemede| genwart und Zukunft lösen zu helfen.
Denn diese Probleme - wie die Beseitigung der Arbeitslose der Schutz unseres Lebensraumes, der verantwortlichehut^j Umgang mit der Technologie der Zukunft, der Schutz u Menschenrechte und die Verbesserung derLebensbediffflj in der Dritten Welt - werden nicht nur durch die sogenannten Politik zu lösen sein; auch von uns wird erwartet, daß wirunsjj Anteil zur Lösung dieser Probleme beitragen, getreue Spruch:
»Getrennt gibt es wenig, was wirtun können; vereintgibt es»®]
was wir nicht tun können!«
Nach weiteren Grußworten der Vorsitzenden der beiden

