Montabaur
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Nr. 27/85
Die Anmeldung zur Teilnahme erfolgt durch formloses Schreiben bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur.
3. Bewertungskommission
Zur Ermittlung der Preisträger wird eine Bewertungskommission gebildet. Die Kommission besteht aus fünf durch den Stadtrat der Stadt Montabaur gewählten Mitgliedern.
4. Bewertungskriterien
Die Bewertung der Fassadengestaltung wird durch die Kommission unter Verwendung eines Bewertungsboens im Punktesystem vorgenommen, der die nachfolgenden Bewertungskriterien enthält:
oo Gestaltung der Hausfassaden unter Berücksichtigung von Form, Material, Farbgebung und Blumenschmuck oo Renovierung der Fassaden oo stilechte Anpassung an das Straßenbild oo Auffrischung alter Inschriften
oo städtebauliche Anpassung der Leuchtreklamen u.Werbeanla- gen
Eine mehrmalige Bewertung und Prämiierung derselben Maßnahme ist ausgeschlossen.
die Initiative der Teilnehmer wird mit einer Geldprämie honoriert.
Der 1. Preis beläuft sich auf 300,- DM
der 2. Preis auf 250,- DM
der 3. Preis auf 150,- DM
Montabaur, den 28. Juni 1985 Dr.Possei-Dölken,
Bürgermeister
Stadt Montabaur
Sitzung des Stadtrates, des Haupt- und Finanzausschusses, des Bauausschusses und des Hospitalausschusses
Am Donnerstag, 27.6.1985 tagten zunächst die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses alleine, anschließend fanden gemeinsame Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses und des Bauausschusses sowie des Haupt- und Finanzausschusses und des Hospitalausschusses statt, anschließend tagte der Stadtrat.
Über diese Sitzungen soll nachfolgend berichtet werden.
Haupt-und Finanzausschußbewilligtzuschüsse für dieReno- vierung von Fachwerkfassaden
In den Stadtteilen Wirzenborn und Ettersdorf sollen Fachwerkfassaden freigelegt werden. Der Haupt- und Finanzausschuß bewilligte den Bauherren Zuschüsse für diese Maßnahmen, von denen man sich eine Verschönerung des Ortsbildes verspricht, entsprechend den Richtlinien der Stadt Montabaur.
Auftragsvergaben
Planung einer Einsegnungshalle für den Stadtteil Eigendorf
Ein Architekt erhielt den Auftrag, Vorentwürfe für den Bau einer offenen Einsegnungshalle am Friedhof in Eigendorf zu erstelen. Im Haupt- und Finanzausschuß und Bauausschuß bestand Einvernehmen, daß keine komplette Einsegnungshalle errichtet werden soll. Es bestanden Meinungsverschiedenheiten über die Frage der Ausstattung der zukünftigen Einsegnungshalle. Der Architekt soll zunächst einmal verschiedene Alternativen darstellen. Wenn diese vorliegen und die Kosten für die verschiedenen Möglichkeiten ermittelt worden sind, soll die Ausführungsart im Detail festgelegt werden.
Laufende Unterhaltung städtischer Straßen
Der Haupt- und Finanzausschuß und der Bauausschuß vergaben einen Auftrag für die laufende Unterhaltung städtischer Straßen. Es geht dabei insbesondere um die Reparatur von Wintersch äden und Schlaglöchern an Straßendecken.
Altenheim Montabaur erhält Rollstuhlfahrweg
In einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses , des Bauausschusses und des Hospitalausschusses wurde - aufgrund eines Antrages der SPD-Fraktion - beschlossen, einen Rollstuhlfahrweg zur Dillstraße anzulegen. Dadurch soll die Möglichkeit eröffnet werden, durch den Haupteingang das Altenheim zu verlassen. Bisher war es notwendig, daß Rollstuhlfahrer auf einen Nebenausgang ausweichen, da die Treppenanlage am Haupteingang nicht zu überwinden war. Schwester Amalia, die Leiterin des Altenheims Montabaur bestätigte die Sinnhaftigkeit
der ins Auge gefaßten Maßnahme.
Die Fachausschüsse beschlossen einstimmig, dem Antrag der SPD-Fraktion stattzugeben und den Rollstuhlfahrweg für einen Kostenaufwand von ca. 15.000 DM durchführen zu lassen. Ferner sollen im Eingangsbereich die Türen erneuert werden. Es sollen automatisch öffnende und schließende Schiebetüren eingebaul werden. Auch dies erleichtert dieZugäriglichkeit des Altenheimes insbesondere für Behinderte und Rollstuhlfahrer.
Ferner vergaben die Fachausschüsse Aufträge zur Erneuerung von Fenstern und des Eingangsbereiches. Außerdem wurden Aufträge zur Lieferung von Reinigungsgeräten vergeben.
Einbau von Pflanzinseln im Bereich der Albertstraße
Der Haupt- und Finanzausschuß und der Bauausschuß sprachen sich mehrheitlich für die Vergabe des Auftrages zur Anlegung von Pflanzinseln in der Albertstraße aus. Man verspricht sich von dieser Maßnahme eine Drosselung der Geschwindigkeit in diesem Bereich.
Bereits in der Ausschußsitzung wurde kontrovers diskutiert über die Ausführungsart. Diese Meinungsverschiedenheiten setzten sich in der öffentlichen Stadtratssitzung fort, als über die Bereit Stellung eirter überplanmäßigen Ausgabe zu entscheiden war. Darauf wird im Bericht über die Stadtratssitzung verwiesen.
Entscheidungen des Stadtrates Haushaltsüberschreitungen genehmigt Mehraufwendungen für Zuschüsse an Kindergärten
Der Stadtrat stimmte der Bereitstellung zusätzlicher Mittel in Höhe von 6.200 DM für Personalkoten im Kindergartenbereich zu.
Hintergrund dieser Entscheidung war, daß der Trägerdes Kinder-: gartens »St. Martin«, die Kath. Kirchengemeinde Montabaur, an die Stadt Montabaur herangetreten war und darauf hingewiesenj hat, daß zum einen die vorhandenen Kindergärten bereis in deij Vergangenheit überbelegt waren und zum anderen trotz Aus Schöpfung aller Möglichkeiten im Jahr 1985/86 nicht alle ange- meldeten Kinder in die Kindergärten von Montabaur aufgenom men werden können.
Im Kindergarten »St. Martin« besteht die Möglichkeit, eine 5. Gruppe einzurichten. Um allen Kindern aus Montabaur die Mög; lichkeit zu eröffnen, den Kindergarten zu besuchen, soll diese 5j Gruppe sobald wie möglich eingerichtet werden. Zwischen Stadfj und Kirchengemeinde wurde eine Beteiligung der Stadt an den zusätzlich entstehenden Personalkosten vereinbart, wozu die zu] sätzlich erforderlichen Haushaltsmittel bereitgestellt werden mußten. • j
Planungskosten für den Neubau eines Sportplatzes an der Waldschule
In einer früheren Sitzung hatte der Haupt- und Finanzausschuß beschlossen, den Planungsauftrag für den Bau eines SportplatJ zes an der Waldschule zu erteilen. Haushaltsmittel waren 198ßj nicht veranschlagt, so daß eine außerplanmäßige Ausgabe ge? nehmigt werden mußte.
Mittelbereitstellung für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen injj Bereich der Albertstraße a
In der am gleichen Tag durchgeführten Sitzung des Haupt- und Fi! nanzausschüsses und des Bauausschusses hatte man sich übel die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Bereich der Albertl Straße unterhalten und beschlossen, Pflanzinseln dort anzules gen. j
Diese Entscheidung wurde begründet mit dem Hinweis auf dil zum Teil außerordentlich hohen Geschwindigkeiten, die Kraftfall rer im Bereich der Albertstraße erzielen. Ursache für dieses Fehl verhalten ist sicher mit die Ausbauart der Albertstraße, die seil breit und übersichtlich angelegt ist, also zum schnellen Fahre! »reizt«. |
Einigkeit bestand weitgehend sowohl im Haupt- und Finanzaua schuß als auch im Stadtrat, daß man in diesem Bereich Pflanziii sein anlegen wollte, um zu einer Reduzierung der GeschwindiJ keit für Kraftfahrer zu kommen. Im Haupt- und Finanzausschul wurden zwei Alternativplanungen vorgestellt, die sich im wesentl chen dadurch unterschieden, daß nach der einen Alternative dil Pflanzinseln so angelegt werden sollten, daß Begegnungsvel kehr ausgeschlossen ist, während die andere Alternative dil Pflanzinseln so vorsah, daß Begegnungsverkehr weitgehend el möglicht werden sollte. I
Über diese Frage wurde im Haupt- und Finanzausschuß kontra vers diskutiert. I
Der Haupt- und Finanzausschuß sprach sich mehrheitlich dafil

