Montabaur - 9 - 39/84
22 Nach den Vorschlägen der Schulleiter:
Mitg lieder _ Stellvertreter _
Müller Wolfgang,
Niedererbach
Eiser Gerhard, Hetzel Manfred, Wirges
Montabaur
2 3 Nach den Vorschlägen der Kursleiter der VHS:
Mitglieder_ Stellvertreter _
Flikschuh Elizabeth, Schlotter Helmut, Montabaur
Montabaur
Seiffert Volker, Koro Josef, Montabaur
Montabaur
Die Wahl erfolgte einstimmig (bei Stimmenthaltung der Mitglieder der FWG-Fraktion).
GESCHÄFTSORDNUNG VERABSCHIEDET Durch einstimmigen Beschluß gab sich der Verbandsgemeinderat eine neue Geschäftsordnung, die Regelungen über den Ablauf der Sitzungen des Verbandsgemeinderates und seiner Ausschüsse enthält. Die Geschäftsordnung ist für jede Legislaturperiode neu zu verabschieden. Wesentliche Änderungen gegenüber der vorherigen Legislaturperiode ergaben sich nicht, so daß der Verbandsgemeinderat der Geschäftsordnung ohne Aussprache zustimmte.
[BESTELLUNG EINES NEUEN WERKLEITERS Der Verbandsgemeinderat stimmte durch einstimmigen Beschluß der Bestellung von Herrn Oberamtsrat Helmut Piwowars- ky zum Werkleiter der Verbandsgemeindewerke zu. Der bis- [herige Werksleiter, Alfons Glasner, tritt am 30.11.1984 in den I Ruhestand.
BÜCHEREIRING WIRD GEBILDET
[Alle Mitglieder des Verbandsgemeinderates votierten für den ■von der Verwaltung vorgelegten Beschlußvorschlag, der folgenden Wortlaut hatte: Der Verbandsgemeinderat beschließt un- Iterdem Vorbehalt, daß der Westerwaldkreis und die Landes- , Ifachstelle für Büchereien in Koblenz die erforderlichen Mittel Ibereitstellen, die Gründung eines Büchereiringes für das Geltet der Verbandsgemeinde Montabaur im Jahre 1985. Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Vorbereitungen zum ■Aufbau des Büchereiringes einzuleiten. Die erforderlichen Mittel für die Vergütung eines nebenberuflichen Büchereiringleiters sowie für die Anschaffung von Einrichtungsgegenständen lind Büromaterialien sind im Haushaltsplan der Verbandsge- tneinde für das Jahr 1985 bereitzustellen.
Hintergrund dieser Entscheidung war ein Auftrag der Kreisver- ■altung an die staatliche Landesfachstelle für Büchereiwesen W Koblenz, die Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Lim- Burg und den Verband ev. Gemeindebüchereien in Hessen ■nd Nassau, ein Konzept zum Ausbau von Büchereiringen zu Bntwickeln. Zweck dieser Büchereiringe ist es, bürgernah viel- ■sitige Angebote der Büchereien (Bücher, Veranstaltungen, Breffpunkte und Ähnliches) unter rationellem Einsatz der Bitte! und unter grundsätzlicher Wahrung der Besonderheiten Br einzelnen Büchereien der verschiedenen Träger zu schaffen. Bf a n hofft dadurch auch eine Belebung der Nachfrage nach Büchern und der Aktivitäten der Büchereien. Weiterhin wird ■gartet, daß die gegenseitige Information und der wechselsei- ■j 8 Erfahrungsaustausch den Büchereileitern neue Anregun- B n und eine Bestärkung in ihrer Arbeit verschaffen. Bücherei- •üe gibt es bereits in einigen Verbandsgemeinden des Wester- B|ldkreises. Der neu in der Verbandsgemeinde Montabaur zu
■ dende Büchereiring soll der größte im Westerwald werden.
■ c öffentlichen Gemeindebüchereien und die Pfarrbücherei-
■ sollen dem Büchereiring angehören. Während bisher jede Mr' erei auf ihr eigenes Angebot, das sie sich mit begrenzten Hr®! n beschaffen muß, angewiesen ist, soll nach Bildung
üchereiringes ein Leihverband eingerichtet werden. Da- H! c wirdes auch möglich, die Kreis- und Landesmittel, die Wietjede einzelne Bücherei bekommt, rationeller einzusetzen.
Schwerpunkt der bibliothekarischen Arbeit soll die Stadtbücherei Montabaur bilden. In der Stadtbücherei wird ein Katalog aller dem Büchereiring angehörenden Bücher und Medien vorgehalten. Aus dem Katalog ist dann auch zu erkennen, in welcher Bücherei sich die Bücher zur Zeit befinden. In der Sitzung berichtete Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, daß nach Rückfrage bei der Landesfachstelle für Büchereiwesen die neu anzuschaffenden Bücher in das Eigentum der Verbandsgemeinde übergehen. Es ist sichergestellt, daß die örtlichen Büchereien weiterhin die staatlichen Zuschüsse erhalten. Allerdings sei möglich - so der Bürgermeister, daß hier eine Verlagerung des Schwerpunktes der Förderung hin zur Stadtbücherei eintritt. Der Bürgermeister führte weiter aus, daß nach den Vorstellungen des Haupt- und Finanzausschusses und der Verwaltung ein ehrenamtlicher Büchereiringleiter angeworben werden soll, der regelmäßige Treffen der örtlichen Büchereileiter organisiert und veranstaltet. Dort sollen gemeinsame Aktionen abgesprochen und vorbereitet werden. Außerdem soll koordiniert werden, welche Bücher angeschafft werden. Außerdem soll der Ringtausch der vorhandenen Bücher und Medien (jährlich ca. 5 - 6 mal) durchgeführt werden. Im Haushaltsplan der Verbandsgemeinde sollen in 1985 die Mittel für die Vergütung des Büchereiringleiters, die Kosten für Werbemaßnahmen und Veranstaltungen des Büchereiringes sowie die Sachkosten für Verwaltungsarbeiten (Porto, Büromaterial etc.) bereitgestellt werden. Man erwartet, daß der Westerwaldkreis 1985 Mittel für die Beschaffung von Büchern und Medien bereitstellt. Die Landesfachstelle für Büchereiwesen in Koblenz wird ebenfalls in Form von Buchspenden bei dem Aufbau des Büchereirings helfen.
Hartmut Ostermann, Welschneudorf, (CDU) brachte für seine Fraktion die uneingeschränkte Zustimmung zu dieser Initiative zum Ausdruck. Er berichtete, daß er selbst 10 Jahre lang Leiter der Gemeindebücherei in Welschneudorf war. Aus dieser Erfahrung heraus wisse er das neue Angebot besonders zu schätzen. Bisher seien die örtlichen Büchereien auf ihre begrenzten Mittel angewiesen gewesen. Das Budget für die Beschaffung von Büchern sei bei den örtlichen Büchereien naturgemäß sehr begrenzt gewesen. Jetzt könne man von den zentral beschafften Schriften profitieren. Die Neigung, Bücher zu lesen sei immer noch erstaunlich groß. Die finanziellen Belastungen der Verbandsgemeinde, die mit der Einrichtung des Büchereirings verbunden sind, seien - so Hartmut Ostermann - relativ gering. Nutznießer dieser Initiative seien die Bürger und die Ortsgemeinden.
Auch Reiner Schlemmer, Fraktionsvorsitzender der SPD-Frak- tion, begrüßte die Schaffung eines Büchereiringes. Schon seit einiger Zeit bemühe sich die Landesfachstelle, diese Einrichtung zu schaffen. Bedauerlicherweise gehe das Interesse am Lesen eines Buches - bedingt durch den Einfluß der Massenmedien - immer mehr zurück. Vielleicht liege der Grund aber auch in dem recht hohen Preis, den man heute für gute Bücher bezahlen müsse. Weiterhin regte Reiner Schlemmer an, dafür zu sorgen, daß nicht die verschiedenen Büchereien dieselben Bücher anschaffen. Hier müsse eine Koordination über den Leiter des Büchereiringes erfolgen.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken unterstrich, daß es auch Aufgabe des neuen Büchereiringes sei, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit das Interesse am Lesen zu vergrößern. Die Erfahrungen in anderen Verbandsgemeinden ermutigten zu der Hoffnung, daß dies durch die neue Einrichtung möglich sei.
Günter Windeck, Fraktionsvorsitzender der FWG im Verbandsgemeinderat, war mit der Bildung eines Büchereiringes einverstanden, sprachsich aber dafür aus, in der Eingangshalle des alten Rathauses Angebote für die Nutzung der Bücherei zu unterbreiten. Er erinnerte daran, daß früher dort die Stadtbücherei untergebracht war. Der jetzige Standort der Bücherei in der Gelbachstraße sei recht ungünstig.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken wies darauf hin, daß dies der Zweckbestimmung der Eingangshalle zuwider liefe. Man könne

