Montabaur 15/9/84
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Im übrigen wurde die Zustimmung zu dem vorgelegten Plan- werken erklärt. Ratsmitglied Bode erklärte für die Fraktion Hubert Hübinger, daß der Verwaltungshaushalt die Zustimmung der genannten Fraktion finde.
Dem Vermögenshaushalt könne hingegen nicht zugestimmt. werden, da die endgültigen Kosten des Bauhofes den ursprünglichen Kostenrahmen erheblich überschritten.
Diese Aussage wdrde von Ratsmitglied Wüst dementiert. Um den gegensätzlichen Auffassungen Rechnung zu tragen, wurden der Verwaltungs- und Vermögenshaushalt getrennt zur Abstimmung gestellt. Diese Abstimmung ergab, daß der Rat zum Verwaltungshaushalt die einstimmige Zustimmung und zum Vermögenshaushalt mehrheitlich die Zustimmung bei einer Gegenstimme erklärte;
Die Haushaltssatzung enthält folgende Festsetzungen:
VERWALTUNGSHAUSHALT
Einnahmen / Ausgaben je 1.166.000,-DM
VERMÖGENSHAUSHALT
Einnahmen / Ausgaben je 1.225.000,--DM
Der Gesamtbetrag der Kredite wurde vorsorglich auf 243.000,- DM festgesetzt. Von diesem Ansatz entfallen ( nachdem dem Rat vorgelegten Konzept 7.000,- DM auf eine Neuverschuldung, die jedoch wie bereits angemerkt, nach. Möglichkeit unterbleiben soll. 236.000,- DM sind vorgesehen für Umschuldungen, d.h. Ablösungen laufender Kreditverträge durch neue Darlehen.
Die Steuersätze bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert und wurden wie folgt festgesetzt:
Grundsteuer A 220 %
Grundsteuer B 240 %
Gewerbesteuer 300 %
Hundesteuer:
für den 1. Hund 48,- DM
für den 2. Hund 72,- DM
für jeden weiteren Hund 96,- DM.
Aussagen zur Haushaltssituation der Gemeinde enthält der dem Haushaltsplan beigefügte Vorbericht.Hieraus sind nachstehend die wichtigsten Angaben wiedergegeben:
RÜCKBLICK AUF 1983
Entgegen den Erwartungen konnten die eingeplanten Erschließungsbeiträge aus der Maßnahme „Hostigfeldchen" in 1983 nicht mehrvereinnahmt werden. Dies hat zur Folge, daß die Gemeinde den gesamten Rücklagenbestand (Guthaben der Gemeinde) heranziehen mußte, um diesen Einnahmeausfall aufzufangen. Letztlich reichten dies^ Mittel jedoch nicht aus, um den gesamten Einnahmeausfall zu kompensieren, so daß ein Fehlbetrag von rd. 30.000,- DM zum Abschluß des Jahres 1983 ausgewiesen wird. Die Abwicklung dieses Fehlbetrages erfolgt im Haushalt 1984.
Oie Gesamtverschuldung wurde zum .Jahresende mit 259.331,64 DM ermittelt. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Ver- schuldung von 150,86 DM (Vergleiche Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinden in gleicher Größenordnung in Rheinland-Pfalz = 447,-DM)
1984
VERWALTUNGSHAUSHALT
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes steigert sich gegenüber dem Vorjahr um 29.000,- DM. Dies bedeutet eine prozentuale Steigerung von 2,25 %. Im Verwaltungshaushalt sind die alljährlich wiederkehrenden Einnahmen und Ausgaben zu veranschlagen. Global gesagt, handelt es sich hierbei um Ausgaben für die Verwaltung und für den laufenden Betrieb von gemeindlichen Einrichtungen. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf den Sektor »Steuern, Umlagen und Zuweisungen". Auf der Einnahmenseite sind hier Mehreinnahmen bei der Grundsteuer B, bei der Gewerbesteuer und beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer zu erwarten. Erstmals nach 2 Jahren erhält die Ortsgemeinde wiederum Schlüsselzuweisungen. Dies ist begründet auf eine
erhebliche Senkung der Steuerkraft der Gemeinde,die für die Berechnung der Schlüsselzuweisungen maßgeblich ist. Auf der Ausgabenseite sind geringere Umlagebeträge gegenüber 1983 zu verzeichnen. Ausschlaggebend für diese Entlastung war einmal die Verringerung der Umlagengrundlage und zum anderen die Senkung des Umlagesatzes bei der Kreis- und Verbandsgemeindeumlage.
Diese positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr spiegelt sich insbesondere in der möglichen Zuführung zum Vermögenshaushalt wieder. Dieser Zuführungsbetrag errechnet sich aus der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt. 1983 warem hier planmäßig 27.000,- DM vorgesehen. Für 1984 wurden 168.000,- DM veranschlagt.
Dieser Betrag,vermindert um die von der Gemeinde zu erbringenden Tilgungsleistung (5.000,- DM), ergibt den Beurteilungsmaßstab für die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde. Dieser Maßstab wird ausgedrückt in Form der sogenannten „freien Finanzspitze". Hier wurde für 1984 ein Betrag von 163.000,- DM(Überschuß) ermittelt.
VERMÖGENSHAUSHALT
Im Vermögenshaushalt werden die investiven Ausgaben veranschlagt. Weiterhin sind hier die Darlehenstilgungeri und Umschuldungen zu veranschlagen. Ausschlaggebend für den Maßnahmenkatalog 1984 war das am 7.7.1983 vom Ortsgemeinderat verabschiedete Investitionsprogramm. Dementsprechend wurden für folgende Maßnahmen Mittel bereitgestellt:
1. Gestaltung des Dorfplatzes hinter dem Rathaus und des
Platzes an der Kirche 60.000,- DM
2. Grünordnungsmaßnahmen „Schla " und Hostigfeldchen"
3. Baumchirurgische Maßnahmen
„Kreuzeiche"
4. Erwerb von Straßenparzellen
5. Straßenoberflächenentwässerungsanteil „Stockland"
6. Ausbau der Gartenstraße einschl. Straßen Oberflächenentwässerungsanteil
7. Ausbau der Oststraße einschl. Straßenoberflächenentwässerungsanteil 76.000,- DM
8. Ausbau der Kirchstraße einschl. Straßenober
flächenentwässerungsanteil und Straßenbeleuchtungserweiterung 147.000,- DM
25.000,-- DM
4.000,- DM 1.500,- DM
8.000,- DM
485.000,- DM
76.000,- DM
7.000,- DM 19.500,- DM 3.000,- DM 2.000,- DM
9. Restkosten Erschließung „Hostigfeldchen
10. Grunderwerb beim Ausbau der Bürgersteige entlang der L 312
11. Erwerb der Straßenbeleuchtungsanlage
12. Allgemeine Straßenbeleuchtungsarbeiten
13. Geräteanschaffung
14. Restfinanzierung des Umbaues der Scheune
in der Kirchstraße 32.000,- DM
15. Allgemeiner Grundervverb 8.000,- DM
16. Tilgungsleistungen 4.700,- DM
17. Umschuldung 236.000,- DM
18. Abwicklung des Soll-Fehlbetrages 1983 30.000,- DM
Die Finanzierung dieses Ausgabenkataloges hat folgendes Aussehen:
1. Landeszuweisungen für die baumchirurgische
Maßnahme „Kreuzeiche" 3.500,- DM
2. Erschließungs- und Ausbaubeiträge 728.000,- DM
3. Landeszuweisung zum Ausbau der Bürgersteige an der L 312 - 2.500,- DM
4. Einnahmen aus der Veräußerung von
Grundstücken 80.000,- DM
5. Zuführung vom Verwaltungshaushalt 168.000,- DM
6. Umschuldung 236.000,- DM
7. Einnahmen aus Krediten vom Kreditmarkt (Neuverschuldung) 7.000,- DM
(soll nach Möglichkeit verhindert werden)

