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Montabaur 11 / 39 / 83

des Bebauungsplanes "Altstadt III" um 1 weiteres Jahr zu verlängern. Auch hier wurde eine vorbereitende Untersuchung zur Durchführung eines Sanierungsverfahrens angeordnet.

Diese erforderte so viel Zeit, daß es nicht möglich ist, bis zum Ablauf der Veränderungssperre im November 1983 das Bebauungsplanverfahren abzuschließen. Auch hier ist die Ver­längerung um 1 ganzes Jahr notwendig, um das Bebauungsplan­verfahren abzuschließen.

Die Veränderungssperre soll sicherstellen, daß nicht in der Zwischenzeit Baumaßnahmen realisiert werden, die den Festsetzungen des zukünftigen Bebauungsplanes widersprechen. Der Stadtrat beschloß mehrheitlich (1 Nein-Stimme), die bestehende Veränderungssperre für den Bereich des Bebauungs­planes "Altstadt I" um 1 weiteres Jahr zu verlängern.

Auch diese Satzung wird nach Genehmigung durch die Auf­sichtsbehörde (Kreisverwaltung) in Kürze an dieser Stelle öffentlich bekanntgemacht.

Errichtung eines Sportplatzes an der Waldschule Horressen

Diesem Punkt lag ein Antrag des Sportvereins TSV Eigendorf zugrunde. Der TSV Eigendorf forderte in diesem Antrag den Bau eines Sportplatzes mit Umlaufbahn in der Nähe der Wald­schule. Diesen Antrag begründete der TSV Eigendorf mit dem Hineis auf die vielfältigen Aktivitäten seiner Leichtathletik­abteilung. Da es in Eigendorf keinen geeigneten Sportplatz gebe, müßten die Leichtathleten (hauptsächlich Schüler) ihr Training auf dem Sportplatz des Aufbaugymnasiums in Montabaur absolvieren. Dieser sei häufig belegt; man müsse also auf andere Sportplätze ausweichen.

Außerdem wies der TSV Eigendorf darauf hin, daß der Sport­platz in Horressen für Training und Spielbetrieb von 13 Mann­schaften frequentiert werde.

Dies führe zu Engpässen im Spiel- und Trainingsbetrieb. .

Neben dem Sportplatz mit Umlaufbahn sollten evtl. Tennis­plätze vorgesehen werden.

Auf Antrag des Vorsitzenden der FWG -Fraktion des Stadt­rates, PAUL HEINZ SCHWEIZER; wurde dem Vorsitzenden des TSV Eigendorf, WINFRIED GERZ, Gelegenheit gegeben, den Antrag vordem Stadtrat zu begründen.

Der Vereinsvorsitzende unterstrich die Notwendigkeit, einen Sportplatz für den Stadtteil Eigendorf zu errichten.

Er verwies auf die erfolgreichen Aktivitäten der Leichtathletik­abteilung des TSV Eigendorf. Das hohe Leistungsniveau könne nur gehalten werden, wenn es in Eigendorf einen funktionsge­rechten Sportplatz gebe.

Auf die Dauer hänge die Existenz des Vereines davon ab. Es sei sinnvoll, einen Sportplatz bei der Waldschule zu errichten, um gleichzeitig auch der Schule die Möglichkeit zur Mitbe­nutzung zu geben. In diesem Zusammenhang ging Vereinsvor­sitzender GERZ auch auf die Möglichkeit ein, daß die Ver­bandsgemeinde bei der Waldschule zwei Kleinspielfelder errichtet, um den Richtlinien über Schulsportanlagen zu ent­sprechen.

Diese Maßnahme würde die Anlegung eines Sportplatzes im Stadt­teil Eigendorf efuf Dauer vereiteln. Um eine angemessene Versorgung der Bewohner des Stadtteiles Eigendorf mit einer geeigneten Sporteinrichtung zu ermöglichen, sei es notwendig, daß der Bau des geplanten 3. Sportplatzes im Schulzentrum zugunsten der Errichtung eines Sportplatzes an der Waldschule in Horressen zurückgestellt wird.

STELLUNGNAHMEN DER FRAKTIONEN:

Für die CDUFraktion bedauerte ihr Vorsitzender,

ALBERT KRAM , daß die Diskussion über den Sportplatz an der Waldschule in letzter Zeit an Sachlichkeit zu wünschen übrig gelassen habe. Zur Sache sei zu bemerken,, daß der Sportplatz in Eigendorf an der Baumbacher Straße sicher nicht als "gut" bezeichnet werden könne. Es sei aber auch darauf hinzuweisen,daß dieser Platz vor der Eingliede­rung des Stadtteiles Eigendorf, in die Stadt Montabaur nicht

besser war. Seinerzeit habe der bauliche Zustand dem Ge­meinderat von Eigendorf offensichtlich ausgereicht. Unge­achtet dessen habe die CDUFraktion sich schon sehr früh darum bemüht, die Sportplatzmisere im Stadtteil Eigendorf zu beseitigen.

Ratsmitglied KRAM erinnerte an die Versuche, im Zusammen­hang mit einer geplanten Vergrößerung eines in der Nähe des Sportplatzes angesiedelten Gewerbebetriebes die Vorausset­zungen für den Bau eines Sportplatzes an der Waldschule zu schaffen. Hier habe man intensive Verhandlungen mit dem beteiligten Betrieb geführt. Während dieser Zeit habe der frühere Vorstand des TSV Eigendorf immer wieder auf die Renovierung des Sportplatzes an der Baumbacher Straße gedrängt. Diese Renovierung sei bis zu einer endgültigen Entscheidung über die geplante Betriebsvergrößerung zurück­gestellt worden.

Nachdem die Verhandlungen über den Grundstückstausch (Ein­beziehung des Sportpaltzgeländes in das Betriebsgelände) endgültig gescheitert seien, habe sich die CDUFraktion dafür ausgesprochen, nach den jahrelangen Vertröstungen des TSV Eigendorf den Platz an der Baumbacher Straße instandzusetzen. Man habe von Anfang an nicht den Ausbäu eines kompletten Wettkampf Sportplatzes im Auge gehabt, sondern nur eine behelfsmäßige Verbesserung des Zustandes, um der Jugend des Stadtteiles Eigendorf und der vorhande­nen Thekenmannschaft die Möglichkeit zum Fußballspielen zu geben. Wenn auch dieser Sportplatz nicht in einem guten Zustand sei, müsse man doch darauf hinweisen, daß es im Westerwaldkreis mehr als ein Dutzend Vereine mit regulärem Wettkampfbetrieb gebe, die froh wären, hätten sie einen solchen Sportplatz.

Die CDUFräk'tion habe - so ALBERT KRAM - die Sanie­rung des Sportplatzes gewollt, weil man den Sportverein £|gendorf jahrelang vertröstet habe, andererseits aber in absehbarer Zeit keine Lösung an anderer Stelle, also an der Waldschule, möglich erschien. Es sei klarzustellen, daß die provisorische Sanierung des Sportplatzes an der Baumbacher Straße den Bau eines Sportplatzes an der Waldschule weder unmöglich gemacht habe noch eine zeitliche Verzögerung bedeute.

CDU- SPRECHER KRAM erinnerte daran, daß man vor der Entscheidung über die Saneriung des Sportplatzes im Stadtteil Eigendorf bei der Verbandsgemeinde nachgefragt habe; ob diese sich in absehbarer Zeit an dem Bau eines Sportplatzes an der Waldschule beteilige. Die Verbandsge­meinde habe signalisiert, daß sie dazu aus finanziellen Gründen in den nächsten Jahren nicht in der Lage sei.

Durch die Sanierung des Sportplatzes im Stadtteil Eigendorf habe man aber immerhin erreicht, daß Eigendorf im Sport­stättenleitplan der Verbandsgemeinde und im Sportstätten­rahmenleitplan des Kreises als Sportplatzstandort ausgewie­sen sei.

Dies sei vorher immer wieder gescheitert. Damit sei aber nun die Voraussetzung dafür geschaffen, daß zu einem spä­teren Zeitpunkt eine Förderung durch übergeordnete Stellen sowohl für eine Renovierung des Sportplatzes als auch für eine Verlegung möglich sei. Die CDUFraktion sei der Auffassung, daß eine endgültige Lösung sowohl die Belange des TSV Eigendorf als auch die Belange der Wald­schule berücksichtigen müsse.

Anschließend stellte CDUSPRECHER ALBERT KRAM namens seiner Fraktion folgenden Antrag:

Da der Sportplatz im Stadtteil Eigendorf an der Baumba­cher Straße in seinem jetzigen Zustand, aber auch bezüglich des derzeitigen Standortes nicht den Bedürfnissen der Be­völkerung des Stadtteiles Eigendorf entspricht, soll der Sportplatz in die Nähe der Waldschule verlegt werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Die erforderlichen Grundstücksflächen müssen durch