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Montabaur 12/39/83

die Stadt Montabaur erworben werden.

2. Die Finanzlage der Stadt muß den Bau des Sportplatzes ermöglichen.

3. Eine angemessene Beteiligung von Land,Kreis und Ver­bandsgemeinde an den Kosten des Sportplatzbaues muß gewährleistet sein.

Die Verbandsgemeinde soll aufgefordert werden, die Verle­gung des Sportplatzes im Stadtteil Eigendorf in die Priori­tätenliste des Sportstättenleitplanes aufzunehmen und entsprechende Ausweisungen im Flächennutzungsplan vorzu­nehmen.

Zum Schluß bemerkte Ratsmitglied KRAM, aus der Diskus­sion um den Sportplatz im Stadtteil Eigendorf könne der Eindruck entstehen, daß die Stadt Montabaur nichts für den Vereinssport tue. Genau das Gegenteil sei der Fall. Er erinnerte an die erheblichen Investitionen der Stadt in den vergangenen Jahren im Rahmen des Sportstättenbaues.

Zum Schluß bemerkte der CDUSprecher , die im Antrags­schreiben des TSV Eigendorf doch sehr hoch gesteckten Erwar­tungen (Sportplatz mit Umlaufbahnen und Tennisanlage) müßten sicher auf ein vernünftiges Maß reduziert werden.,

Der Vorsitzende der SPDFRAKTION, Ratsmitglied PAUL WIDNER, bedauerte die Schärfe, mit der die Diskussion um den Bau des Sportplatzes in Eigendorf in der Vergangenheit geführt wurde. Er bezog sichmif eine Bürgerversammlung seiner Fraktion im Stadtteil Eigendorf und erklärte, es sei naiv zu meinen, alles . was an Wünschen etwa in einer Bürger­versammlung einer Fraktion vorgetragen werde, müssei .post­wendend erledigt werden.

Der SPDSprecher erinnerte an einen Antrag seiner Fraktion aus dem Jahre 1980, den Sportplatz im Stadtteil Horressen nicht zu renovieren und statt dessen einen Sportplatz an der Waldschule zu bauen.

Der Sportverein Horressen und die Spielgemeinschaft Horressen / Eigendorf hätten das seinerzeit abgelehnt.

Wenig Verständnis habe er - so PAUL WIDNER - dafür, daß die Waldschule den Sportplatz in Horressen für den Schulsport kaum nutze. Der Sportplatz befinde sich in zumutbarer Entfernung.

Die SPDFraktion unterstütze den Antrag der CDUFraktion, den Sportplatz von der Baumbacher Straße an die Waldschule zu verlegen, wenn die von der CDUFraktion genannten Voraussetzungen erfüllt seien.

Bezüglich des Grunderwerbs fordere die SPDFraktion jedoch, bereits im Haushalt 1984 einen noch zu benennenden Betrag für diese Zwecke auszuweisen.

Für die FWGFRAKTION brachte deren Vorsitzender PAUL HEINZ SCHWEIZER zunächst seine Freude darüber zum Ausdruck, daß auch die CDU und die SPDFraktion sich für den Bau eines Sportplatzes an der Waldschule ausge­sprochen haben, eine Auffassung, die von der FWG-Fraktion immer vertreten worden sei.

Die FWG - Fraktion sei - so Ratsmitglied SCHWEIZER gegfn die Renovierung des Sportplatzes an der Baumbacher Straße gewesen. Nach Auffassung der FWG - Fraktion hätte dieses Geld anderweitig besser verwendet werden können.

Die Notwendigkeit eines Sportplatzes an der Waldschule bestehe nicht nur mit Blick auf die Aktivitäten des TSV Eigendorf und den Bedarf für die Waldschule , sondern auch, weil der Sportplatz in Horressen durch den regen Spielbetrieb überfrequentiert sei. Für die beiden Stadtteile Horressen und Eigendorf zusammen ergebe sich ein Bedarf für einen neuen zweiten Sportplatz.

Der FWG Sprecher erinnerte auch daran, daß seine Fraktion sich gegen die Einziehung des Sportplatzes in der Stadt Montabaur an der Koblenzer Straße ausgesprochen habe.

Nach wie vor sei die FWG - Fraktion der Auffassung, dieses Stadion dürfe nicht eingezogen werden, sondern müsse als

Sportplatz erhalten bleiben.

Es gehe nicht an, daß beim Bau der Sportstätten gegen den Willen der davon betroffenen Bürger gehandelt werde.

Ratsmitglied SCHWEIZER forderte, an der Waldschule nicht nur ein Fußballfeld, sondern einen Sportplatz mit Umlauf­bahn zu errichten. Er vertrat die Auffassung, daß dieser Standort eines Sportplatzes mit Umlaufbahn auch für Sportler aus dem Stadtkern zur Verfügung stehen müsse und diesen der Weg an die Waldschule zumutbar sei.

Der FWG - Sprecher erinnerte sodann daran, daß das Stadion in der Koblenzer Straße über eine Umlaufbahn verfüge. Mit den 60 . 000,00 DM, für die der Sportplatz an der Baumbacher Straße im Stadtteil Eigendorf instandgesetzt worden sei, hätte man den Sportplatz an der Koblenzef Straße zunächst einmal provisorisch renovieren können. Der FWG Sprecher beantragte sodann namens seiner Fraktion, der Stadtrat möge beschießen:

Der Verbandsgemeinderat wird gebeten, einen Spöttplatz entsprechend den Vorstellungen des TSV Eigendorf im Sportstättenleitplan und im Flächennutzungsplan auszu­weisen.

Ratsmitglied MARX (FDP) erklärte sich grundsätzlich damit einverstanden, die planerischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß der Sportplatz von der Baumbacher Straße an die Waldschule verlegt werden könne. Hinsichtlich der Forderung des TSV Elgendorf, dort auch Tennisanlagen auszuweisen, äußerte er sich skeptisch.

BÜRGERMEISTER DR. POSSEL - DÖLKEN bemerkte zu der vorausgegangenen Diskussion, beim Vergleich der Kosten dürfe man nicht "Äpfel mit Birnen vergleichen" . Es gehe nicht an, die Kosten für die Renovierung des Sportplatzes an der Baumbacher Straße ( 60 . 000,00 DM) in einem Atem­zug mit den Kosten für den Bau eines Stadions vom Typ B im Schul- und Sportzentrum zu vergleichen.

Bei der Diskussion über die Notwendigkeit der Maßnahme dürfe man auch nicht den Bedarf für den Schulsport und den Bedarf für den Vereinssport gleichsetzen. In dieser Frage bedürfe es weiterer Untersuchungen und Gespräche mit der Verbandsgemeinde. Mit Blick auf die Entfernungen zwischen demSchulstandort und vorhandenen Sporteinrich­tungen dürfe nicht übersehen werden,daß sowohl das Schul- und Sportzentrum im Stadtkern als auch der Sport­platz in Montabaur-Horressen in zumutbarer Entfernung zur Waldschule liegen Es sei bemerkenswert, daß die Wald­schule für den Sportunterricht weitgehend nur die eigenen Einrichtungen nutzt, obwohl in Entfernung von ca. 950 m in Horressen ein Sportplatz zur Verfügung stehe.

In der nachfolgenden Diskussion spielte insbesondere die Frage eine Rolle,ob man bereits jetzt seitens der Stadt - entsprechend dem Antrag des TSV Eigendorf - einen Sportplatz mit Rundumbahnen fordern solle (so die FWG -Fraktion) oder ob man nicht lediglich die Absicht er­klären solle, den Sportplatz von der Baumbacher Straße an die Waldschule zu verlegen und die Detaildiskussion, wel­che Anlage an die Waldschule gebaut werden solle, zu gege­bener Zeit mit den evtl. Zuschußgebern (Land, Kreis, Verbandsgemeinde) abstimmen solle. Diese Frage hänge nicht zuletzt von der finanziellen Situation u.a. der Stadt Montabaur ab (so CDU- und SPD-Fraktion)

Während Sprecher der FWG - Fraktion auf den Bedarf an einer Umlaufbahn verwiesen und meinten, dieser Bedarf müsse heute schon klar zum Ausdruck gebracht ubd ange­meldet werden, äußerten Vertreter der CDU und der SPD-Fraktion die Sorge, durch übertriebene Ansprüche könne der Sportplatz insgesamt gefährdet werden. Es sei überhaupt nicht notwendig, sich jetzt schon in dieser Frage festzulegen.