Montabaur :6 / 27 / 83
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Bürgermeister Roze sprach sodann eine offizielle Einladung zu einem Besuch in Tonnerre aus.
Bürgermeister Howe (Dolmetscher war Paul Cannfe) betonte, es sei sein erster Besuch in Montabaur, und er hoffe und sei eigentlich! sicher, daß es nicht der letzte sei. Es sei für ihn eine große Freude, und er sei stolz darauf, zusammen mit seiner Frau und seinem 1 Stellvertreter und dessen Frau an der feierlichen Amtseinführung von Df. Possei - Dölken teilzunehmen. Auch die Partnerstadt Brackley hoffe, daß sich die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Städten, die unter der Regie von Wilhelm Mangels geknüpft worden seien, weiterentwickeln mögen.
In seiner anschließenden Ansprache betonte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde und der Stadt Montabaur Dr. Paul Josef Possel-Dölken, mit dem heutigen Tag werde nicht nur eine neue Seite in der Geschichte der Verbandsgemeinde und Stadt Montabaur aufgeschlagen.
Die Ernennung zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde und Stadt Montabaur bedeute für ihn, aber auch für seine Familie einen | ehrenvollen, erhebenden und wichtigen Tag.
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Er bedankte sich bei den Mitgliedern des Verbandsgemeinde- und Stadtrates dafür, daß man ihn mit großer Mehrheit, also auf einer breiten und überparteilichen Basis zum Bürgermeister beider Körperschaften gewählt habe. Dieser Vertrauensbeweis werde ihm Verpflichtung sein, sein Amt verantwortungsbewußt gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern auszuüben. Die Wahl werde ihm Verpflichtung sein, weder überheblich zu sein noch sein Amt als parteipolitisches Amt mißzuverstehen. Er wolle ein Bürgermeister für alle Bürger der Verbandsgemeinde und Stadt sein ohne Ansehen der Person. Für eine fruchtbare Arbeit benötige er das Vertrauen der Bürgerschaft. Er habe der gesamten Gemeinde und allen Bürgern zu dienen. Ergebe sich nicht der lllussion hin, daß es in| der heutigen Zeit leicht und nur angenehm sei, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen. Zwar halte er die Befürchtungen von öffentlicher Verarmung und Krise in der Kommunalpolitik in dieser Verallgemeinerung nicht für berechtigt#Politik zu betreiben im kommunalen Bereich werde jedoch auf absehbare Zeit nicht mehr heißen können, aus dem Vollen zu schöpfen. Vielmehr werde es im kommunalen Alltag künftig darauf ankommen, äuszuwählen und Prioritäten zu setzen. Man müsse auch Verzicht üben. Die Gebote der Stunde seien die Gebote der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit beim Einsatz öffentlicher Mittel. In der Politik werde das Jahr 1983 als „Jahr der Wende" bezeichnet. Je nach politischem Standort sehe man es an als „Wende zum Aufschwung' oder „Wende zur Ellenbogengesellschaft". Wenn die nächsten Jahre eine „Wende zum Besseren" bringen sollten, müsse man den Bürgern mehr Vertrauen vermitteln - mehr Vertrauen in die Zukunft.
In zahlreichen politischen Grundfragen habe sich seit einigen Jahren eine pessimistische Grundhaltung breitgemacht, teilweise sogar Angst vor der Zukunft. Die vermehrten Anzeichen von Resignation bei den Bürgern und die vielfachen Proteste seien jedoch eine Herausforderung an uns alle.
Hier könne man es nicht den Bundes- und Landespolitikern allein überlassen, dem zu begegnen. Auch und gerade deswegen sei man aufgerufen, den Bürgern mehr Vertrauen, Toleranz und Einsicht zu vermitteln. Einsicht in die Grenzen der öffentlichen Bedarfs deckung, mehr Vertrauen in die eigene Leistungskraft, mehr Mut zur Eigeninitiative, mehr Vertrauen in die öffentliche Verwaltung,] Vertrauen und Mut zur Selbstverwaltung, Toleranz bei der Darstellung sachlicher und politischer Meinungen über anders Denkende,
Mut zur Übernahme von Pflichten und nicht nur zur Wahrnehmung von Rechten, Einsicht in die Gebote der Disziplin und Rücksichtnahme. Gerade auch auf kommunaler Ebene sollte der Aushöhlung des Rechtsstaates zum Rechtsmittelstaat begegnet werden,
Seine heutige Übernahme des Amtes als Bürgermeister der Verbandsgemeinde und der Stadt Montabaur bedeute Kontinuität und Zäsur zugleich. Kontinuität insofern, als er in die lange Reihe der Bürgermeister der fast 700 Jahren alten Stadt Montabaur und die noch kurze Reiha der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur eintrete. Viele Bürgermeister seien vor ihm gewesen und] viele Bürgermeister würden auch noch nach ihm sein. Dessen müsse man sich bewußt sein und bewußt bleiben. Nur wer sich so in der gesamten Entwicklung einer Gemeinde begreife, gewinne das richtige Maß zum Handeln. Sich selbst in dem unablässig fließenden Strom zwischen Vergangenheit und Zukunft zu sehen, schütze vor Selbstübsrschätzung, Anmaßung und Unduldsamkeit.
Demokratie und soziale Gerechtigkeit beginnen nicht mit uns, und sie sollen auch nicht mit uns enden. Dafür müsse man arbeiten.
Er bekenne sich - so Dr. Possel-Dölken - zur Kontinuität in der Fortführung der Leistungen, die gestern und vorgestern in der Stadt und in der Verbandsgemeinde erbracht wurden. Das erste Jahrzehnt der Verbandsgemeinde und die letzten 20 Jahre der Geschieht!] der Stadt würden für die Zukunft immer die Handschrift von Wilhelm Mangels tragen. Diese erfolgreiche Arbeit der Zusammen führung der Ortsgemeinden und der strukturellen Fortentwicklung der Stadt Montabaur fortzuführen, werde ihm eine große Verpflichtung sein.
Die Zäsur seiner Amtsübernahme werde darin,bestehen, daß jeder Bürgermeister auch zur Verwirklichung eines gleichen Zieles nale W
unterschiedliche Wege einschlagen werde. Dabei werde es an Problemen, die es zu bewältigen gelte, nicht fehlen. - n . ..
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Dr. Possel-Dölken bedankte sich ausdrücklich für die vielen aufmunternden Worte, die ihm am Tag der Amtseinführung, aber auchi|j|alten. zahlreichen Schreiben zuvor übermittelt worden sind. Kerade
Dieser Tag bedeute eine Zäsur auch für seine Familie, da man nicht mehr ständig in den bisherigen Lebenskreis zurücklcehre. Er be- Märkte dankte sich auch bei dem Bürgermeister der Stadt Beckum, Schnell und zahlreichen Freunden, die ihn zu diasem Tag der Amtseiiw 9 r ößen führung nach Montabaur begleitet haben.
Mit Blick auf seine zukünftige Tätigekt unterstrich Dr. Possel-Dölken, es könne heute doch nicht darum gehen, ein Patentrezept zu verkünden. Er sehe für die nächsten Wochen und Monate seine wichtigsten Aufgaben darin, Informationen zu sammeln, zuzu • hören, in zahlreichen Gesprächen mit Mitarbeitern, Amtsträgern und Bürgern neben den laufenden Geschäften eine kommunalpolitische Analyse zu erstellen, erst *nf dieser Grundlage sei es möglich, Lösungsperspektiven zu erarbeiten.
Sodann legte Bürgermeister Dr. Possel-Dölken seinen Handlungsrahmen für die Zukunft in 5 Bereichen dar:
Das Verhältnis zu den Bürgern, zu den örtlichen Betrieben, Verbänden und Interessengruppen stehe für ihn an erster Stelle. Das Rathaus in Montabaur solle allen Bürgern und Einwohnern als Stätte der Beratung und Lebenshilfe offenstehen.
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